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Westward! Ho! – Erinnerungen eines Trappers – Kapitel 53

Ein Salzbett – Indianerpfeile – Brutales Verhalten eines Jägers gegenüber einem alten Indianer – Canyon des White River

Am Achten brach ich mit anderen auf, um Salz an einer Stelle zu beschaffen, die unsere Jäger gestern entdeckt hatten. Wir ritten drei Meilen flussabwärts und fanden das Salz in einer Sumpfmulde auf der Westseite des Flusses. Es befand sich auf der Oberfläche eines schwarzen, stinkenden Morastes von etwa fünfzig oder sechzig Schritten Umfang. Die obere Schicht war fein und weiß wie Schnee und reichte bis in eine Tiefe von zwei Zoll; darunter lag eine Schicht wunderschöner Kristalle von fünf oder sechs Zoll Tiefe, die auf der Oberfläche des Morastes ruhten. Während wir das Salz herausschöpften, sanken wir langsam bis zu den Knien in den Schlamm ein und mussten ständig die Position wechseln, da wir uns aus dieser Tiefe kaum noch befreien konnten. Wir kamen zu dem Schluss, dass wir wohl gänzlich verschwinden würden, blieben wir nur lange genug an derselben Stelle stehen. Diese Annahme wurde dadurch bestätigt, dass wir einen vier Fuß langen Stock hineinstießen, ohne dabei auf mehr Widerstand als an der Oberfläche zu stoßen. In wenigen Minuten sammelte ich etwa einen halben Scheffel und kehrte mit meinen Gefährten, die ebenso erfolgreich waren, ins Lager zurück.

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Felsenherz der Trapper – Teil 02.2

Felsenherz, der Trapper
Selbst Erlebtes aus den Indianergebieten erzählt von Kapitän William Käbler
Erstveröffentlichung im Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1922
Überarbeiteter Text
Band 2
Das Geheimnis der Llano Estacado
2.Kapitel
Die Verfolgung

Der Mescalero-Häuptling war inzwischen wieder zu sich gekommen. Seine dunklen Augen glitten unstet hin und her, bis sie hasserfüllt an Felsenherz hängen blieben.

Der junge Trapper lag flach auf dem Bauch neben seinen Gefährten, den Kopf nur leicht erhoben. Mit einer unheimlichen, fast eisigen Ruhe sagte er zum Apachen: »Wattami trägt das Jagdmesser meines ermordeten Onkels im Gürtel. Er war dabei, als die Weiterlesen

Eine Reise ins Jahr 2000 – Kapitel 17

William Wallace Cook
Eine Reise ins Jahr 2000
Kapitel 17

Ein Waffenstillstand mit Kinch

Ah, ha! Jasper Kinch wusste nicht, wie gut Lumley für diesen Notfall gerüstet war.

Zwei Schritte brachten den silbernen Muglug um das Ende des Coupés herum und direkt hinter den Detektiv. Im nächsten Moment wurde der unglückliche Mann am Kragen gepackt und, zappelnd und rangelnd, zwölf Fuß hoch in die Luft gehoben.

Jasper Kinch besaß keine weiße Feder (keine Feigheit). Folglich war es ihm selbst in diesem Moment der Gefahr unmöglich, sie zu zeigen. Aber er war aufgeregt. Selbst Lumley konnte das sehen.

»Ich könnte meinen Revolver ziehen, Lumley«, rief Kinch mit würgender Stimme, »und dich dort erschießen, wo du stehst.«

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Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges 30

Max Klose
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges
Mit zahlreichen Abbildungen aus dem Riesengebirge
Verlag von Brieger & Gilbers. Schweidnitz (Świdnica). 1887.
Überarbeitete Fassung

VII. Lähnhaus
1. Der Burgname

Die Burg Lähnhaus ist an Stelle einer verfallenen heidnischen Veste von Herzog Boleslaus (III.) dem Schiefmäuligen (1102–1139) erbaut worden. Von dem Erbauer wurde die Burg Spörnchen genannt. Die alte Burg hat aber Wlan geheißen und das Volk, welches sich immer noch dieses alten Namens erinnerte, soll Wlen und endlich Lähn daraus gemacht haben.

2. Die Birke im Stadtwappen

Unter der Burg Lähn liegt das Städtchen gleichen Namens. Dasselbe führt eine Birke in seinem Wappen, welche es zum Andenken in demselben aufgenommen haben soll, weil es in uralten Zeiten aus einem Dorf Birkenau hervorgegangen sei, ehe es von Heinrich dem Bärtigen Stadtrechte erhielt.
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Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 13 – 1. Kapitel

Aus den Geheimakten des Weltdetektivs
Band 13
Das Spitzenkleid der Königin
1. Kapitel
Ein rätselhafter Entschluss

»Mylord haben befohlen, den Herrn sofort vorzulassen. Haben Sie die Güte, Mister Holmes, in dieses Gemach einzutreten.«

Ein tadellos gekleideter Kammerdiener war es, der in einem sehr vornehm eingerichteten Haus diese Worte sprach und sogleich eine Tür öffnete, durch welche Sherlock Holmes in einen Salon trat, dessen Möbel man es ansah, dass die Bewohner dieses Palastes einem alten Geschlecht angehören müssten.

Es war in der Tat der Palast der Lordfamilie Warwick, in welchem Sherlock Holmes sich nun befand, und der berühmte Detektiv hatte, um den Palast zu betreten, nicht die geringste Verkleidung angelegt, sondern befand sich in einem einfachen Straßenanzug, Weiterlesen