Die Hexen von Lancashire Band 1 – Kapitel 5
Die Hexen von Lancashire
Erster Band
Ein Roman aus dem Pendle-Wald von William Harrison Ainsworth
Leipzig, 1849
Einleitung
Der letzte Abt von Whalley
Fünftes Kapitel
Die Mitternachtsmesse
Traurig läutete die Allerseelen-Glocke vom Turm der Klosterkirche. Sie war eine von fünf Glocken und hatte ihren Namen erhalten, weil sie nur für diejenigen geläutet wurde, die kurz vor dem Tod standen. Nun läutete sie für drei Seelen, die am nächsten Tag sterben würden. Die Kirche war hell erleuchtet, was zeigte, dass die Vorbereitungen für den letzten Abschied Weiterlesen
Aus dem Reiche der Phantasie – Heft 5 – Die verzauberte Insel – 2. Teil
Robert Kraft
Aus dem Reiche der Phantasie
Heft 5
Die verzauberte Insel
Verlag H. G. Münchmeyer, Dresden, 1901
Kapitel 2
Die rätselhafte Höhle
Richard hatte sich natürlich solche Freunde als Gesellschafter ausgesucht, von denen er wusste, dass sie Lust an einem Robinsonleben hatten.
Nun hatten sie, was sie sich in ihren Jugendfantasien oft gewünscht hatten, und die Wirklichkeit raubte ihnen nichts von ihrer Abenteuerlust. Im Gegenteil, sie war so groß, dass sie es ganz vergaßen, beim Verlassen des Berggipfels ein sichtbares Signal zu Weiterlesen
American Indian Weekly Nr. 2 – Aufgespürt in seinem Versteck – Kapitel 3
American Indian Weekly
Nummer 2, 1910
Aufgespürt in seinem Versteck
oder Die Verfolgung des Mitternachtsräubers
von Colonel Spencer Dair
Kapitel 3
Die Erkenntnis des Ranchers
Die Behauptung des Ranchbesitzers, das Gespenst sei eine Erfindung der Menschen, und die Erklärung seines Vorarbeiters, es handele sich lediglich um einen Trick, um den Viehdiebstahl zu vertuschen, lösten bei den Cowboys eine sofortige Reaktion aus.
»Bei allem, was mir heilig ist, du hast recht«, stimmte Deadshot zu. »Das ist das Problem. Jemand versucht, das Vieh zu stehlen. Ich habe schon zu oft erlebt, wie sie eine Stampede auslösen, um die Symptome nicht erkennen zu können. Und wir hatten Angst Weiterlesen
Mörder und Gespenster – Band 1 – 21. Teil
August Lewald
Mörder und Gespenster
Band 1
Der Muttermörder
Kapitel 2
Der Tag des Gerichts war angebrochen. Heinrich Walter, die Magd und einige Zeugen waren anwesend. Alle waren gespannt auf die Verhandlungen. Selbst die Richter waren es mehr als gewöhnlich. Als sich nun die Tür öffnete und eine alte, von den Jahren gebeugte Frau hereinschwankte, die sich auf den Arm eines ihr fremden jungen Mädchens stützte, das mitleidsvoll hinzugeeilt war, um diesem verlöschenden Leben den Abschied aus der Welt zu erleichtern,
Beim Anblick seiner Mutter zeigte Heinrich eine empörende Gleichgültigkeit. Als er aber das Kind sah, das ihn führte, zuckte er wild zusammen und konnte seiner inneren Bewegung kaum Meister werden. Die Richter bemerkten dies sogleich, schoben den Weiterlesen
Sagen der mittleren Werra 103
»Mein Urgroßvater, den sie nur Schmied’s Hans nannten«, begann einer aus Möhra, »hier vom Wirtshausfenster aus kann man gerade wieder das Haus sehen, in dem er gewohnt hat. Der hatte eine weiße Frau im Haus, um die sich aber kein Mensch weiter bekümmerte, weil sie noch keinem etwas zuleide getan hatte. Nur ein einziges Mal hat er sie böse gemacht, als er wie gewöhnlich spät aus dem Wirtshaus heimging, in der Küche etwas knistern hörte und glaubte, es sei seine Frau. Da rief er sie dreimal bei ihrem Namen: ›Else! Else!‹ Und da er keine Antwort erhielt, wurde er böse und hieß sie, während er die Treppe hinaufging, ihn im … lecken. Kaum war ihm dieser Schimpf über die Zunge gekommen, stürzte die weiße Frau zornig aus der Küche und ihm nach. Er war jedoch mit ein paar Sätzen an der oberen Stubentür, denn dorthin und in die untere Stube durfte sie nicht gehen. Sie verschwand daher in der Rauchkammer, in die sie sonst aus dem Keller oder der Küche ging.
Neben der Rauchkammer war die Schlafkammer einer Frau aus Ruhla, die dem Alten nach Elses Tod den Haushalt besorgte. Zu der kam die weiße Frau später oft mehrere Nächte hintereinander, wenn die Alte müde war und sie ein verfluchtes Schönglaich (Schindluder) nannte, so seufzte sie und verschwand. Auch nach Schmieds Hansens Tod blieb das Gespenst im Haus. Da fiel Weiterlesen

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