Archiv

Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 60

Die verwünschte Prinzessin und der weiße Bulle auf dem Burgwall zu Wildberg

Zahlreich sind noch die sogenannten Burgwalle im Ruppinischen. Oft liegen sie inmitten von Wiesen, waren also offenbar früher von Wasser umgeben. Zu einem der Festesten und Eigentümlichsten gehörte der Wildberger, um den sich im Osten ein Wasser, die Temnitz genannt, schlängelt, wäh­rend von den anderen Seiten er durch Sumpf unnahbar war. Zwar sind die letzten Reste der Burg schon im vorigen Jahrhundert verschwunden, aber noch immer erhebt sich der Burgwall zu einer ganz stattlichen Höhe zwischen Wasser und Wiesen. Früher soll sogar die ganze Strecke zwischen Wildberg und Kerzlin Wasser gewesen sein. Achtzehn Dörfer übersieht man von ihm mit einem Blick, und die Städte Neu Ruppin, Wusterhausen und Fehrbellin schließen den Weiterlesen

Secret Service Band 3 – Kapitel 12

Francis Worcester Doughty
Secret Service No. 3
Old and Young King Brady Detectives
The Bradys after a million
Oder: Ihre Verfolgungsjagd zur Rettung einer Erbin
Eine interessante Detektivgeschichte aus dem Jahr 1899, niedergeschrieben von einem New Yorker Detective

Wer kennt ihn nicht, den berühmten Detektiv Old King Brady, der mehr Rätsel gelöst hat als jeder andere Detektiv, von dem man je gehört hat.

In der Reihe der Geschichten, die in SECRET SERVICE veröffentlicht werden, wird ihm ein junger Mann zur Seite stehen, der als Young King Brady bekannt ist und dessen einziges Lebensziel darin besteht, Old King Brady darin zu übertreffen, gefährliche Fälle aufzuklären und die Verbrecher zur Strecke zu bringen. Wie gut ihm dies gelingt, wird in den folgenden, im SECRET SERVICE veröffentlichten Geschichten ausführlich geschildert.

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Hanno Berg – Die chinesische Mauer

Hanno Berg
Die chinesische Mauer
18 Geschichten aus der Phantastik

Paperback, BoD Hamburg, 28.04.2025, 226 Seiten, 10,99 EUR, ISBN 9783819245886

Ich stand unter der Dusche, mit dem Rücken zum Spiegel. Irgendwie fühlte ich mich merkwürdig, und mir war so früh am Morgen noch nicht klar, warum. Ich schaute über meine Schulter auf meinen Rücken. Da aber wurde mir schlagartig klar, dass ich mich seit gestern Abend total verändert hatte. Dieses Tattoo eines Adlers auf meiner rechten Schulter zum Beispiel hatte ich gestern noch nicht gehabt. Und ich war etwa zwanzig Zentimeter größer gewesen als heute Morgen …

18 ungewöhnliche Geschichten aus dem Bereich der Phantastik, die zu den Lieblingsgeschichten des Autors gehören.

Sie entstanden im Laufe der Jahre, werden an diesem Ort aber zum größten Teil zum ersten Mal veröffentlicht. Lassen Sie sich in Phantasiewelten entführen, die voller Überraschungen und Wunder sind.
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Slatermans Westernkurier Ausgabe 04-2025

Auf ein Wort, Stranger,

heute wollen wir das Thema Law and Order im Wilden Westen aufgreifen, um einen kleinen Einblick in das Recht, die Ordnung und die Geburt des amerikanischen Rechtsverständnisses zu vermitteln.

Gesetzeshüter wie Marschälle, Sheriffs, Constables und Friedensofficers waren in der Regel hartgesottene und brutale Männer. Viele von ihnen hatten in früheren Zeiten oder an anderen Orten bereits auf der anderen Seite des Gesetzes gestanden. Sie waren oft genauso gewalttätig wie die Elemente, die sie kontrollieren sollten. Legenden haben diese rauen Grenzfiguren oft ungenau dargestellt oder sogar verzerrt. In den frühen Weidekriegen waren Friedensofficers häufig nicht mehr als angeheuerte Mörder, die im Auftrag der großen Rancher handelten. Viele von ihnen waren Glücksspieler, Zuhälter, Revolvermänner und Ex-Sträflinge. Sie verrichteten ihre Arbeit, weil sie gut darin waren, es war in der Regel sicherer als Viehdiebstahl und sie wurden gut und regelmäßig bezahlt. Einige unter ihnen waren loyal und ehrenhaft, doch in der Regel handelte es sich um eine unsympathische Gruppe. Ungeachtet dessen war der Friedensofficer des Westens eine farbenfrohe und gefürchtete, wenn auch nicht unbedingt respektierte, Persönlichkeit. Mit dem Rückzug der Frontier angesichts des Fortschritts schwand auch die Weiterlesen

Al Capone – Band 10

Al Capone
Band 10
Das Bankett eines Toten

1. Kapitel
Ein Blumenkorb, eine Bombe und eine Million Dollar

Frank Rio, Capones erster Leutnant und sein Vertrauter in allen wichtigen Dingen, kam in Begleitung eines Mannes, den Colosimo, der Besitzer des vornehmen Restaurants gleichen Namens, sich nicht erinnerte, jemals in seinem Leben gesehen zu haben.

Colosimo hatte aufgrund des Gespräches, das er einige Stunden zuvor bereits mit Frank Rio gehabt hatte, die Türen seines Restaurants trotz seiner Trauer um Capone, seinen besten Freund, wieder geöffnet, wie es dessen Leutnant verlangt hatte.

Der Unbekannte hatte in freundschaftlichster Weise Klines Arm genommen. Er trug schwarze Kleidung, die mit seinem schwarzen Bart gut harmonierte.
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