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Lord Lister

Lord Lister, genannt Raffles, der Meisterdieb

Lord Lister, genannt Raffles, der Meisterdieb

Ein Einführung in die Serie

Wer heute mit archäologischem Eifer in den Archiven der Populärkultur gräbt, stößt unweigerlich auf jene dünnen, billig produzierten Hefte, die das literarische Rückgrat der Massenunterhaltung bildeten. Sie lagen stapelweise an Kiosken, in Papierhandlungen und Bahnhofsbuchhandlungen aus, wurden verschlungen, weitergereicht, versteckt – und nicht selten von Eltern, Lehrern und Sittenwächtern misstrauisch beäugt. Zu diesen frühen Klassikern der deutschsprachigen Unterhaltungsliteratur gehört eine Serie, die heute fast vergessen ist, zu ihrer Zeit jedoch eine enorme Wirkung entfaltete: Lord Lister, genannt Raffles.

Zwischen 1908 und 1910 erschienen insgesamt 110 Hefte der Serie, die schon nach wenigen Ausgaben in Lord Lister, genannt Raffles, der große Unbekannte umbenannt wurde. Ihr offizielles Erscheinungsende markiert jedoch keineswegs ihr tatsächliches Verschwinden aus dem kulturellen Alltag. Noch bis in die ersten Kriegsjahre hinein wurden die Hefte gelesen, gesammelt und Weiterlesen