Major Gripps letzter Bericht
Oktober 1865. Mein Name ist Major Benjamin Gribb. Ich weiß, dass ich bald sterben werde. Aus diesem Grunde halte ich es für meine letzte Pflicht, einen Bericht über die Ereignisse abzufassen, die dazu geführt haben, dass Mr. Quint und ich an diesen sonderbaren, ja unerklärlichen Ort gelangten. Ich glaube nicht, dass es uns je gelingen wird, von hier wieder wegzukommen. Vielleicht findet jedoch eines Tages jemand einen Weg hierher. Demjenigen mögen diese Aufzeichnungen gewidmet sein.
Wir befanden uns auf dem Rückmarsch. Der Krieg, der Bruder gegen Bruder aufeinander hetzte, war endlich vorbei. Am frühen Morgen jenes sonnigen, doch kalten Tages sattelten meine Männer und ich die Pferde, um uns in unsere Heimat zurück zu begeben. Die Zeit des Kämpfens war vorüber. Dennoch lagen auf den Schlachtfeldern noch immer die Leichen unzähliger Weiterlesen
Die Waschanlage
Es war ein Abend, wie er nicht mieser sein konnte. Der alltägliche Ärger im Büro war heute besonders ausgeprägt gewesen, der Feierabendverkehr auf den Straßen schien in eine neue Dimension von Chaos und Aggression aufsteigen zu wollen und zu allem Überfluss zog nun auch noch feuchter Nebel vom Fluss in die Straßenschluchten und vermischte sich mit den Abgasen der endlosen Fahrzeugkolonnen zu einem stinkenden Dunst, der das Atmen schlimm erschwerte. Ich hasste Tage wie diesen, wenn sich diese riesige Stadt wie ein Moloch auf die Brust zu legen schien und man ein einziges Ziel hatte – nur raus aus diesem Zentrum ewiger Hektik und Betriebsamkeit!
Dieser letzte Tag im Oktober regte mich ohnehin seit Jahren immer mehr auf, da ich mit einiger Verärgerung feststellte, dass aus unseren unschuldigen Späßen der Kinderzeit, Süßigkeiten an diesem Tage zu erbetteln, inzwischen ein kommerzialisierter Festtag entstanden war, der bereits Wochen vor dem Weiterlesen
Ein Licht in finsterster Nacht
Ein Licht in finsterster Nacht
Es war wieder eine dieser eiskalten Winternächte. Minutenlang stand ich am offenen Fenster und blickte über die schneebedeckten Baumwipfel.
Jeder Atemzug gefror zu Eis.
Kopfleere.
Ja, ich hatte den finalen Blues.
Jäh wurde ich von einem Plätschern aus meinen nicht vorhandenen Gedanken gerissen. »Ach ja!« Ich schloss Weiterlesen

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