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Rübezahl – Ein schlechtes Geschäft

Rübezahl
Der Berggeist des Riesengebirges
Sagen und Schwänke neu erzählt nach R. Münchgesang
Ein schlechtes Geschäft

Hoch im Gebirge stand eine geräumige Baude an der Straße, die von Prag aus nach Breslau führt und von vielen Wanderern und Fuhrleuten tagtäglich benutzt wird. Der Besitzer, Jobst hieß er, hatte eine schöne Erbschaft gemacht und seine Frau, die Kathrine, auch, und während sie früher einfach und anspruchslos gewesen waren, zog mit dem Besitz jetzt der Habsuchtsteufel in ihre Herzen. Sie wollten nicht nur wohlhabende Leute sein, sondern die reichsten auf dreißig Wegstunden im Umkreis. Also richteten sie eine Gastwirtschaft ein, damit die vielen Wanderer, die vorbei mussten, da einkehrten und ihnen ihr Geld ließen.
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Schwäbische Sagen 8

Schwäbische-Sagen

Die Blechstücke
Eine mündliche Überlieferung aus Pfullingen

Auf dem Urschelberg bei Pfullingen ist ein Platz am Weg, den man die »Geiststelle« nennt. Hier hat der Hans aus Pfullingen einmal bei Nacht auf einem Ameisenhaufen zwei glänzende Stücke Blech gefunden und hat sie mitgenommen und fünfzehn Jahre lang aufbewahrt. Seitdem ging es ihm beständig gut. Endlich verkaufte seine Frau diese Blechschnitzel und bekam für jedes Stückchen Weiterlesen →

Sagen- und Märchengestalten – Die Alchemie (Goldmacherkunst) – Teil 1

Sagen- und Märchengestalten sowie Geister-, Wunder- und Aberglauben des deutschen Volkes
Mit Erzählungen von Begebenheiten der Vorzeit, die den Glauben an eine Geisterwelt förderten, Berlin, Verlag von Burmester & Stempell,1874

Die Alchemie (Goldmacherkunst) – Teil 1

Von dem gebildeten Europäer, der mit vornehm-gleichgültiger Miene Haufen Goldes an der Spielbank des Lebens gewinnt oder verliert, bis hinab zu dem unzivilisierten Wilden, der seine Jagdbeute, seinen Schmuck aus gelbem Metall, seine Zahlmuscheln hingibt für einen Krug Feuerwasser, – von der höchsten bis zur niedrigsten Staffel huldigt alles der Macht jenes furchtbaren Götzen, des Goldes, vor welchem der Höllenfürst selbst zurückzuweichen Weiterlesen →

Rübezahl – Der arme Heinrich

Rübezahl
Der Berggeist des Riesengebirges
Sagen und Schwänke neu erzählt nach R. Münchgesang
Der arme Heinrich

Als Heinrich Weise zwanzig Jahre alt war, sah er aus wie ein 25- oder 26-Jähriger, so groß war er, so kräftig und gesund. Kein Wunder, dass die Mutter ihre helle Freude an ihm hatte, glich er doch ganz dem verstorbenen Vater und war dazu ihr einziges Kind. Zudem war er in der kleinen Wirtschaft sehr tüchtig und auch sonst ein folgsamer und braver junger Mensch, wie wenige im Gebirge. Die Mutter hätte gar nicht gewusst, wie sie ohne ihn hätte fertig werden sollen.

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Schwäbische Sagen 7

Schwäbische-Sagen

Der Geist auf dem Venusberg
Mündliche Überlieferung aus Lorch

Bei Lorch im Remstal liegt auf einem kleinen Hügel ein besonderer Hof, den man »Venusberg« nennt. Daneben liegt auf einem schön geformten Hügel der »Hollenhof,« und nicht weit davon die Götzenmühle am Götzenbach. Der Venusberg wird schon im 15. Jahrhundert erwähnt. Hier »schwebte« vor noch nicht langer Zeit ein Geist, der mit den Hausbewohnern im besten Einvernehmen Weiterlesen →