Im fernen Westen – Feurige Kohlen 2
Es ist eine schöne Eigenschaft der Deutschen in Amerika, dass sie so treu zusammenhalten und in ihren Turn- und Gesangsvereinen und Freimaurerlogen deutsche Gesinnung und Gesittung und deutsches Wesen emsig pflegen und sich der neu ankommenden Landsleute freundlich und hilfreich annehmen. Auch Max und Otto erfuhren dies, als sie endlich das Lokal des deutschen Turnvereins erfragt und daselbst eine Anzahl junger Landsleute aus allen Gauen Deutschlands gefunden hatten. Man bestürmte sie mit Fragen über die Zustände in der lieben alten deutschen Heimat und über ihre eigenen Absichten und Aussichten in Amerika und war freigebig mit Ratschlägen und Anerbietungen von Hilfe und Fürsprache, als die beiden Ankömmlinge gestanden, dass sie vor allem ein Unterkommen suchten. Allein, ein solches zu finden, hatte bei beiden seine großen Schwierigkeiten. Weiterlesen
Der Freibeuter – Zauberei
Der Freibeuter
Erster Teil
Kapitel 8
Zauberei
Die Fregatte Graf Mörner und der von ihr erbeutete Schoner hatten sich vor Anker gelegt, und ihre Bewohner überließen sie dem sanften Schaukeln auf der Meeresflut, welches sich allmählich in den schönsten Schlaf wiegte, den ein Seemann auf dem Wasser zu schlafen vermag. Ein von der Fregatte ausgesetztes Boot brachte beide Schiffe miteinander in Verbindung.
Der Chirurgus ging unruhig auf der Fregatte umher und besah sich, seiner Pflicht gemäß, seine Kranken. Er war Weiterlesen
Die sechs schlafenden Jungfrauen 3
Die sechs schlafenden Jungfrauen oder: Der schreckliche Zweikampf
Eine furchtbare Ritter- und Geistergeschichte von Wilhelm Bauberger erzählt
Kapitel drei
Alfreds kühne Unternehmung
Der darauffolgende Tag verstrich den Bewohnern der Schwefelburg unter den eifrigsten Vorbereitungen zum bevorstehenden Streit. In der Nacht vor dem dritten Tag, als tiefer Schlummer über der weiten Erde ruhte und die Schwefelburg ausgestorben schien, ertönte plötzlich das Horn des Torwarts und kriegerisches Getümmel wurde hörbar. Ritter, Knappen und Knechte eilten geschäftig umher, und Fackeln erleuchteten den Burghof. Es galt einen unerwarteten Angriff auf die Heckeburg. Mit 120 Reitern und ebenso viel Bogenschützen zog Alfred von Weiterlesen
John Tanner – Das Leben eines Jägers 13
John Tanner
Das Leben eines Jägers
oder
John Tanners Denkwürdigkeiten über seinen 30-jährigen Aufenthalt unter den Indianern Nordamerikas
Erstmals erschienen 1830 in New York, übersetzt von Dr. Karl Andree
Dreizehntes Kapitel
Ich hatte damals einen Zwist mit einem Naudoway, welcher für die Way-me-ta-gu-sche-wugs-Chippeway jagte. Er war später als ich dorthin gekommen und hatte daher gewiss nicht mehr Recht zum Jagen als ich. Und doch beklagte er sich, dass ich ein paar Mal Bezirke durchstreift hatte, auf die er allein ein Anrecht zu haben vermeinte. Weiterlesen
Der Freibeuter – Unerwartete Verfügung
Der Freibeuter
Erster Teil
Kapitel 7
Unerwartete Verfügung
Als Kapitän Norcroß mit dem geheimnisvollen Fremden Hand in Hand wieder aus der Kajüte trat, war es Abend geworden. Über das leicht bewegte Meer zitterte das Abendrot in tausend und aber tausend reflektierenden Lichtern, der Wind war umgesprungen und kam, obgleich nur in matten Stößen, von Osten. Schlaff hing das Segeltuch an den Masten und Rahen, und die Letzteren klapperten eintönig an den nicht angezogenen Tauen, denn es hatte des Kapitäns befehlendes Wort gemangelt. Lieutenant Gad hatte sich sogleich nach erhaltenem Weiterlesen

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