Pamfilius Frohmund Eulenspiegel 2
Der durch eine steinalte, boshafte, drachenhässliche Teufels-Hexe in allerlei Viecherln verzauberte und durch einen Teufels- und G’waltsrausch wieder glücklich erlöste
Pamfilius Frohmund Eulenspiegel,
Erzkalfakter und einziger Sohn des weltberühmten Till Eulenspiegels,
nebst Pamfilis ganz neue, höchst lustigen Abenteuer, lustigen Streichen und tollen Possen
Altötting, Verlag der J. Lutzenberger’schen Buchhandlung.
Eine bekehrte Bäuerin
Es war Mittagszeit und ich voll Hunger und Durst. Meine Pilgerflasche, die ich noch im Hofkeller zu Assingen mit dem besten Wein gefüllt hatte, war von mir schon unterwegs ausgetrunken worden. Als ich aus dem Wald kam, Weiterlesen
Der Freibeuter – Unerwartet schlechter Empfang
Der Freibeuter
Zweiter Teil
Kapitel 1
Kaum hatte der Führer der Fregatte den Fuß an Land gesetzt, als ihm der königliche Inspektor des Hafens den Befehl des Königs ansagte, sich ohne Verzug bei des Königs Majestät anmelden zu lassen und der ferneren Befehle gewärtig zu sein. Befremdet über diese unerwartete unfreundliche Strenge übergab Kapitän Norcroß seinem Lieutenant den Oberbefehl der Fregatte und ging in sich gekehrt zum Palast. Er trat in die königlichen Gemächer mit jener einfachen würdigen Haltung, welche dem Mann, der sich seines Wertes bewusst ist, eigen zu sein pflegt und welche dem edlen Norcroß, der niemals vergaß, dass altadliges britisches Blut in seinen Adern floss, zur Natur geworden war.
Der bayerische Hiesel – Teil 5
Friedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht
Der Teufel als Krankenwärter
Mit schweißtriefendem Körper war Hiesel in die Wellen des reißenden Lech gesprungen, und hatte es nur seiner kräftigen Natur zu verdanken, dass ihn nicht auf der Stelle ein Schlag tötete. Ganz erschöpft von der großen Anstrengung und von der beständigen Angst, von seinen Verfolgern eingeholt zu werden, lag er am Ufer, wärmte und trocknete sich an den heißen Strahlen der Sonne. Da fühlte er plötzlich einen heftigen Fieberfrost in seinen Gliedern. Er raffte sich auf und schleppte sich mühsam in den nahen dichten Forst, wo er sich, ohne zu wissen, Weiterlesen
Xaver Stielers Tod – Kapitel 2
Robert Kohlrausch
Xaver Stielers Tod
Kriminalroman
Erschienen 1928 im Josef Ginger Verlag Berlin
Zweites Kapitel
Tief in Gedanken, den Kopf zur Erde gebeugt, ein paar müde Falten um den fest geschlossenen Mund, schritt Xaver Stieler dahin, so ganz unähnlich in seiner Haltung dem von der Menge vergötterten Künstler, dass manch einer stehen blieb und ihm verwundert nachschaute. Wo waren die Kraft, Elastizität, Beweglichkeit geblieben, die den Besitzer dieses ebenmäßig schönen Körpers auf beiden Hälften der Erdkugel berühmt gemacht hatten? Weiterlesen
Im fernen Westen – Der junge Auswanderer 8
Der junge Auswanderer
Kapitel 8
Der Reiter, welchen Texas Dick vorhin hatte über die Hügelwelle reiten sehen, war in der Tat Alfred Richter gewesen. Er war seither ohne Schwierigkeiten im schlanken Trab geritten, um sein Pferd nicht sehr zu ermüden, denn er hatte noch einen weiten Weg vor sich. Als er aber in die Nähe der tief zerklüfteten Barranca kam und bemerkte, dass die Dämmerung bereits herabsank, so setzte er sein Pferd in Galopp, um die Schlucht noch vor Einbruch der Nacht zu passieren, weil diese voll mit Geröll lag. Aus diesem Grund hatte er den Anruf Dicks nicht mehr gehört. Als er in die Schlucht einritt, wurde die Dämmerung dichter wegen der Enge des Passes und der Höhe der Felsenwände zu beiden Seiten. Er musste daher seine ganze Aufmerksamkeit auf den schwierigen Pfad richten, über welchen er zu reiten hatte, und konnte sich nicht umsehen. Er mochte ungefähr die Hälfte der Weiterlesen
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