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Geisterwelten

Toxic Lullaby – Der Roman

Torsten Scheib und Ralf Kemper

Toxic Lullaby – Der Roman

Was als unbeschwerter, sommerlicher Ausflug aufs Land begann, mündet für Eloise in einen wahr gewordenen Albtraum. Alleine, hilflos und ohne Erinnerung erwacht sie unvermittelt inmitten einer vergifteten, der Seele beraubten, toten Welt. Wer hier überleben will, muss sich jener Hülle entledigen, die ihn einst zum Menschen gemacht hat. »Fressen oder gefressen werden« lautet das oberste Gesetz. Am Tage oder in der Nacht, wenn unersättliche Kreaturen namens »Schläfer« auf Beutezug gehen. Gemeinsam mit einer Handvoll abgehärteter Überlebenskämpfer begibt sich Eloise auf die Suche: nach der Wahrheit und nach der mysteriösen, legendären »Grünen Insel«, dem angeblich letzten unversehrten Ort auf Erden. Doch was sie am Ende ihrer Odyssee finden wird, übersteigt sogar ihre schlimmsten Fantasien BEI WEITEM …
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Zwielicht 4

Zwielicht 4

»Es gibt nicht die Kurzgeschichte. Jede hat ihre eigenen Gesetze […]. Ich glaube, dass sie im eigentlichen Sinn des Wortes modern, das heißt gegenwärtig ist, intensiv, straff. Sie duldet nicht die geringste Nachlässigkeit, und sie bleibt für mich die reizvollste Prosaform, weil sie auch am wenigsten schablonisierbar ist. Vielleicht auch, weil mich das Problem ›Zeit‹ sehr beschäftigt, und eine Kurzgeschichte alle Elemente der Zeit enthält: Ewigkeit, Augenblick, Jahrhundert. Es ist ein ganz verhängnisvoller Irrtum, wenn etwa ein Redakteur zu einem Autor sagt: Schreiben Sie uns doch mal eine Kurzgeschichte. Sie können das doch … Es kann Jahre dauern, ehe ich mit einer Kurzgeschichte zu Rande komme, das heißt, ehe ich sie hinschreiben kann […].«

Heinrich Böll: zitiert nach Horst Bienek: Werkstattgespräche mit Schriftstellern. München 1968, S. 170

Als eine moderne literarische Form der Prosa verfügt die Kurzgeschichte im Genre Horror über eine lange Tradition. Herausgeber Michael Schmidt hat es sich seit 2007 zur Aufgabe gemacht, mit dem Magazin Zwielicht Weiterlesen

Simon Heiser: Der Fall Scheib

Alles begann mit einem Typen, der ein Schwert in der Hand hielt. Simon Heiser weiß heute nicht mehr, ob das in Star Wars oder im Herrn der Ringe war, oder vielleicht auch ganz woanders. Aber er erinnert sich an den Eindruck, den dieser Krieger damals, als er noch ein Kind war, auf ihn gemacht hat. Jemand, der für eine gute Sache, für ein höheres Wohl eingetreten ist, und das innerhalb eines fantastischen Rahmens voller unbekannter Horizonte. Dass das für ein Kind atemberaubend ist, ist klar. Aber die Faszination, die gut erzählte Geschichten und interessante Charaktere auf ihn ausübten, hat ihn seitdem nicht mehr losgelassen. Schon früh verlangte es Simon danach, selbst die Geschicke solcher Erzählungen und aller in ihnen vorkommenden Figuren zu lenken, sich eigene Rahmen auszudenken, die er mit Leben füllen konnte. Von der Fantasy kam der Autor nach und nach zum Horror und den Kinderbüchern; er liebt es einfach, das Spektrum Weiterlesen

Die Chroniken von Kull

Ich mag diese sogenannten modern short stories, Kurzgeschichten als eine literarische Gattung, deren Ursprung Anfang des 20. Jahrhunderts zu suchen ist. Sie entstanden innerhalb der angloamerikanischen Literatur wie zum Beispiel von Edgar Allan Poe oder William Faulkner und übten nach dem Zweiten Weltkrieg auch auf die deutsche Literatur einen maßgeblichen Einfluss aus. Es entstanden bedeutende Kurzgeschichten von Wolfgang Borchert, Heinrich Böll, Ilse Aichinger, Elisabeth Langgässer, Alfred Andersch, Marie Luise Kaschnitz und Siegfried Lenz, um nur einige zu nennen. Obwohl ein Teil der Bedeutung dieser literarischen Gattung ab Mitte der 1960er Jahre verloren ging, ist es um so erfreulicher, dass besonders im Segment der Klein- und Selbstverlage das Interesse an der Veröffentlichung von Kurzgeschichtensammlungen nach wie vor sehr hoch ist und auch weniger bekannte Autoren weitab vom Mainstream eine Chance erhalten, ihre Werke veröffentlichen zu können.
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Larry Moon – Insektenarmee

Seit Anbeginn der Zeit tobte ein Kampf zwischen der dunklen, satanischen Seite und dem Guten auf der Erde. Die Kräfte, die dabei freigesetzt wurden, ließen den Urkontinent Pangäa zerbrechen und ihn sich in mehrere Kontinente aufteilen. Das Gute erlangte in der Schlacht langsam die Oberhand. Tausende Jahre nach dem Beginn des großen Krieges hatte sich die Menschheit über den Planeten verbreitet. Die ersten Hochkulturen entstanden, die ersten Reiche dominanter Völker markierten ihre territorialen Hoheitsgebiete. Die Menschheit hatte sich, bis auf einige abtrünnige Völker, der Seite des Guten angeschlossen. Fortan kämpfte sie auch weiterhin Seite an Seite mit den Kriegern des Guten gegen die Armeen der dunklen Mächte. Schließlich gelang es dem Bündnis, das Böse zu bezwingen und einstweilen von dem Planeten Erde zu verbannen.
Aus Dankbarkeit für ihren Mut, ihre Treue im Kampf und ihre erbrachten Opfer übergaben die Anführer der Krieger des Guten den Menschen den Planeten in ihre Obhut. Fortan sollte die menschliche Rasse dafür Sorge tragen, dass eine Rückkehr Satans und seiner Vasallen auf die Erde unmöglich würde. Die Völker der Weiterlesen