Das Astoria-Abenteuer – Teil 4
Max Felde
Das Astoria-Abenteuer
Nach den zeitgenössischen Aufzeichnungen von Washington Irving erzählt
Illustriert von L. Berwald
Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, Berlin, Leipzig. Stuttgart, Berlin, Leipzig. 1912
Bei den Zebramenschen – Ein Pferdehandel
War die Fahrt auf dem Missouri für den Naturfreund bisher schon außerordentlich genussreich, so wurden die landschaftlichen Szenerien von jetzt an immer eigenartiger, ursprünglicher und schöner. Es ging immer tiefer hinein in die vom Leben und Treiben der Bleichgesichter noch völlig unberührte Wildnis.
Hatte der Frühling das Grün jungfrisch hervorbrechen lassen, so glichen die Prärien nun herrlichen Teppichen in den wunderbarsten Farben, denn überall, wohin das Auge blickte, blühten die prächtigsten Blumen. Auch die zahlreichen Inseln im Fluss, an denen die Boote gewöhnlich anlegten, waren entweder bewaldet oder boten den Anblick von blühenden Gärten. Häufig rankten sich blühende Wildreben an den Bäumen empor, kletterten bis ins äußerste Geäst und senkten sich dann in langen Fäden weit über die Ufer hinaus auf die Wasserfläche, wobei sie herrliche balsamische Gerüche und Düfte Weiterlesen
Buffalo Bill Der letzte große Kundschafter – 19. Kapitel
Buffalo Bill
Der letzte große Kundschafter
Ein Lebensbild des Obersten William F. Cody, erzählt von seiner Schwester Helen Cody Wetmore
Meidingers Jugendschriften Verlag, Berlin 1902
Neunzehntes Kapitel
Das Leben in der Armee in Fort McPherson
Im Frühjahr 1870 setzte Will seinen Entschluss vom Vorjahr in die Tat um und ließ sich in der schönen Landschaft westlich des Platte River nieder. Nachdem er eine Unterkunft vorbereitet hatte, in der sich seine Familie wohlfühlen würde, nahm er Urlaub und reiste nach St. Louis, um seine Frau und seine Tochter Arta, die inzwischen ein hübsches dreijähriges Mädchen war, abzuholen.
Der Ruhm von Buffalo Bill hatte sich weit über die Prärie hinaus verbreitet und während seines einmonatigen Aufenthalts in St. Louis stand er im Mittelpunkt großer Aufmerksamkeit. Als sich die Familie auf die Abreise in ihr neues Zuhause an der Frontier vorbereitete, Weiterlesen
Die Hexen von Lancashire Band 1 – Kapitel 4
Die Hexen von Lancashire
Erster Band
Ein Roman aus dem Pendle-Wald von William Harrison Ainsworth
Leipzig, 1849
Einleitung
Der letzte Abt von Whalley
Viertes Kapitel
Der Fluch
Die gefangenen Geistlichen hatten zusammen mit ihrer starken Eskorte unter dem Kommando von John Braddyll, dem High Sheriff der Grafschaft, die vergangene Nacht in Whitewell im Bowland Forest verbracht. Dem Abt wurde gestattet, vor Antritt seiner letzten Reise eine Stunde lang in einer kleinen Kapelle auf einem benachbarten Hügel zu beten. Von dort aus konnte man Weiterlesen
Die letzte Fahrt der FLYING SCUD – Kapitel 14
Die letzte Fahrt der FLYING SCUD
Eine spannende Geschichte aus alten Freibeuterzeiten
Von einem alten Hasen geschrieben
Kapitel XIV.
Der Letzte der FLYING SCUD
So seltsam es auch erscheinen mag: Miriams Fürsprache verschaffte ihr viele Freunde unter den Mitgliedern dieser Besatzung. Hätte sie sie um Hilfe gebeten, hätten sie ihre Ehre und ihr Leben mit dem eigenen verteidigt. Selbst unter den rauesten Männern kann ein letzter Funke dessen, was Männlichkeit ausmacht, zurückbleiben.
Zitternd wie Espenlaub war Kidd in seine Kajüte gegangen. Doch nach wenigen Minuten überwältigte seine natürliche Tapferkeit seine Nerven. Er schlug mit der Faust auf den Tisch und rief laut: »Ich werde diesen Jungs das Leben retten! Verdammt, sie sind aus mutigem Holz geschnitzt und würden niemals Verrat begehen! Ich werde sie zur Räson bringen. Ich werde sie dazu bringen, mir zu Weiterlesen
Kopmann to Bergen – Kapitel 1
Heinrich Smith
Kopmann to Bergen
Eine Erzählung aus dem Seemannsleben
Verlag Otto Spamer, Leipzig, 1902
Kapitel 1
Die Faktorei der Hanse zu Bergen
Ja, er war ein Kaufmann in Bergen – und ein gewaltiger noch dazu. Kein Einzelner, ausgerüstet mit geistiger Kraft und bedeutenden Mitteln, sondern eine festgeschlossene Gilde, deren Kontor den stolzen Namen Kopmann to Bergen führte. Heute ist von dem, was zur Blütezeit des Hansebundes sein Stolz war, äußerlich kaum noch ein Schatten übrig. Es ist ein erstaunliches, stolzes und kühnes, zugleich aber auch ein entsetzliches Bild dieser in Waffen hinter Wällen und Mauern handelnden Kaufmannsgilde, welche die Macht der Herren und Gebieter des Landes zu einer Schattenherrschaft herabdrückte.
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