Archiv

Phänomene und Legenden

Elbsagen 46

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

46. Der Meißner auf dem Glücksrad

Zwölf Landsknechte kamen aus dem Krieg und hatten wenig vor sich gebracht. Da sie nun traurig und kleinmütig im Land umherstrichen und nicht wussten, was sie morgen zu beißen hatten, begegnete ihnen ein Grauröcklein.

Das tat seinen Gruß und fragte: »Woher des Weges und wohin?«

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Aus dem Wigwam – Der Stammvater der Makah zu Niah Bay

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Der Stammvater der Makah zu Niah Bay

ie Nittinat griffen eines Tages mit großer Macht die Makah an, trieben sie aus all ihren Dörfern und zwangen sie, sich in ihre Festungswerke auf den Flatteryfelsen zurückzuziehen. Diaht, welcher damals ein junger, tapferer Mann von großem Einfluss war, wagte sich späterhin allein zurück und baute sich am Bach bei dem Niah-Dorf eine Hütte. Bald folgte ihm sein Bruder Obii nebst einer großen Anzahl kriegstüchtiger Freunde. Als nun die Ozette auf den Flatteryfelsen sahen, wie gut es den Fremden erging, griffen sie dieselben eines Tages an; aber Diaht schlug sie dermaßen, dass sie demütig um Frieden baten, den er ihnen auch unter der Bedingung gewährte, dass sie ihm die Tochter des Ozettehäuptlings zur Frau gäben.

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Oberhessisches Sagenbuch Teil 46

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Auf dem Oberseener Hof

In der Nähe des früheren Fohlenstalles stand bis vor wenigen Jahren ein hochgewachsener, breitästiger, uralter Lindenbaum, unter dem war weder eine Spitze Gras gewachsen noch jemals ein Tropfen Regen oder der geringste Schnee zu spüren gewesen. Der Erdboden ringsum war sommers und winters pickelhart und festgetreten wie eine Heerstraße. Hier soll der Teufel mit den Hexen der ganzen Gegend immer auf Walpurgisnacht seinen Tanz gehalten haben.
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Der Konstanzer Hans Teil 21

W. Fr. Wüst
Der Konstanzer Hans
Merkwürdige Geschichte eines schwäbischen Gauners
Reutlingen, 1852

Einundwanzigstes Kapitel

Hans treibt das Diebeshandwerk wieder und macht große Märsche.

Mit einem Pass versehen, fing er sogleich wieder Diebstähle an und war keck genug, sich selbst in die Gegend von Sulz zu wagen, um Nachrichten von Peter und der Göhringer einzuziehen. Aber schnell kehrte er wieder um, als er hörte, dass diese wirklich da im Gefängnis seien und dass man eifrig einen gewissen Konstanzer Hans aufsuche.
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Oberhessisches Sagenbuch Teil 45

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Der Hexenstein unter Herchenhain

Wenn man von Sichenhausen hinaufgeht zu dem armen und alten Dorf Herchenhain, dem höchsten Ort im Hessenland, sieht man links ab vom Wege ein kleines Fichtenwäldchen, in welchem ein Felsen emporragt. Das ist der Hexenstein. Warum der Platz so heißt, braucht man nicht zu raten, denn die Hexen haben da immer ihr Geführt (Wesen, Umgang) gehabt. In Sichenhausen war aber ein Mann, der sich auf die schwarze Kunst gut verstand und sich oftmals dort allerlei zu schaffen machte, worüber die Leute die Köpfe schüttelten. Einmal in der Weiterlesen →