Schwäbische Sagen 13
Das Getemännle
Eine mündliche Überlieferung aus Tettnang
An der Westgrenze des Oberamtes Tettnang liegt der Gerenberg. Am Fuß dieses Berges, in der Nähe von Hefigkofen, befindet sich das Geremännlesloch, darin das Geremännle wohnt. In diesem Loch soll auch ein Schatz verborgen sein. Eine große »Krott« sitzt auf einer Truhe und hütet ihn. Wer aber die Krott fortjagen kann, der hebt den Schatz.
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Sagen- und Märchengestalten – Der Adept zu Berlin – Teil 2
Sagen- und Märchengestalten sowie Geister-, Wunder- und Aberglauben des deutschen Volkes
Mit Erzählungen von Begebenheiten der Vorzeit, die den Glauben an eine Geisterwelt förderten, Berlin, Verlag von Burmester & Stempell,1874
Der Adept zu Berlin – Teil 2
Der Generalgouverneur von Kursachsen, Fürst von Fürstenberg, saß in seinem Gemach und blätterte eifrig in den Depeschen, welche den Marmortisch bedeckten, an dem er arbeitete. Er neigte sich gedankenvoll im Sessel zurück und schloss diplomatisch bedeutsam die Lippen.
Eine geraume Zeit saß er so. Endlich streckte er die schmale weiße Hand nach der silbernen Klingel auf einem Weiterlesen
Indianische Sagen von der Nordpazifischen Küste Amerikas Teil 1
Franz Boas
Indianische Sagen von der Nordpazifischen Küste Amerikas
Sonderabdruck aus den Verhandlungen der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte. 1891 bis 1895
Berlin. Verlag von A. Asher & Co. 1895
Aus dem Vorwort des Autors
Die in der nachfolgenden Sammlung enthaltenen Sagen wurden von mir auf wiederholten Reisen zur pazifischen Küste Amerikas aus dem Munde der Indianer aufgezeichnet. Ein großer Teil wurde durch Vermittlung des Chinook-Jargons erzählt, während viele Sagen der Kwakiutl- Stämme und der Tsimschian direkt aus der Ursprache ins Weiterlesen
Rübezahl – Bergmanns Heil
Rübezahl
Der Berggeist des Riesengebirges
Sagen und Schwänke neu erzählt nach R. Münchgesang
Bergmanns Heil
Die Schlacht war verloren. Mit großer Übermacht hatten die Polen das kleine Häuflein der Deutschen überrannt, erdrückt, zersprengt. Ein Trupp von sechs, sieben Mann rettete sich mit der Fahne ins Gebirge. Sie hatten ausgehalten bis zuletzt, aber nun waren sie alle verwundet und müde. Schweigend schritten sie den Berg hinauf, das Blut aus ihren Wunden träufelte auf den Weg. Mühsam, auf ihre Waffen gestützt, krochen sie dahin. Ihr Atem ging röchelnd und knapp.
Schwäbische Sagen 12
Der Pompele in Rotenburg
Eine mündliche Überlieferung aus Rotenburg a. N.
In einem Rotenburger Haus hielt sich früher ein Geist auf, ein kleines Männlein, das man Pompele nannte und das den Knechten bei der Arbeit half, namentlich beim Strohwerfen und Futterschneiden. Plötzlich war der Pompele verschwunden und stellte sich erst nach sieben Jahren wieder ein. Als man ihn fragte, wo er so lange sich aufgehalten hatte, sagte er: »Ich bin mit Napoleon im Krieg gewesen.«
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