Interessante Abenteuer unter den Indianern 19
John Frost
Interessante Abenteuer unter den Indianern
Erzählungen der merkwürdigsten Begebenheiten in den ersten indianischen Kriegen sowie auch Ereignisse während der neueren indianischen Feindseligkeiten in Mexiko und Texas
Metzelei zu Taos in Mexiko und Tod des Gouverneurs Bent
Der Leser der Neuzeit ist nur zu bereit, die indianischen Angriffe und die darauf folgenden Übel lediglich als Ereignisse einer Zeit zu betrachten, die längst vorüber ist. In unseren großen Städten ist ein Indianer eine Seltenheit. Das Land, das sonst niemand als seine Vorfahren kannte, kennt ihn nicht mehr, und seine Nachfolger, die Söhne der Zivilisation, kennen das Kriegsgeschrei, mitternächtliche Angriffe und brennende Dörfer nur aus Weiterlesen
Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 23
Der Häuptling Eschkwägonäbei erzählte einst
Zu der Zeit, als der Große Geist den Bau der Erde beendet hatte, diese aber noch wenig bewachsen und bewohnt war, setzte er ein junges Menschenpaar darauf, das sich in kurzer Zeit so sehr vermehrte, dass der Geist des Todes erwachte und die allgemeine Sterblichkeit einführte. Da weinten denn die armen Menschen bitterlich, liefen trostlos umher und klagten, warum sie der Meister des Lebens denn eigentlich geschaffen habe, da er sie doch so bald wieder der Macht des Todes überlieferte.
Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 22
Eine junge, erst sechs Monate verheiratete Frau war ausgegangen, um sich einige dürre Zweige zum Feueranmachen abzubrechen.
Als dies ein vorbeifliegender Rabe sah, schrie er: »Indoschkesikomon! Indoschkesikomon!« Das heißt: »O meine Augen! O meine Augen!« Damit wollte er nämlich den Wunsch ausdrücken, dass das künftige Kind der Indianerin ein Knäblein sein sollte, das später ein tüchtiger Jäger würde, sodass er sich vor dessen Tür Weiterlesen
Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 21
Ein stolzer Falke brüstete sich einst, dass er von allen Vögeln am höchsten fliegen könne. Dabei bemerkte er aber nicht den Adler, der dicht bei ihm auf einem Baum saß.
»Wer fliegt mit mir in den Himmel hinein?«, rief darauf der Adler so laut, dass es alle Vögel ringsum verstanden.
»Oh, das wird der Falke tun!«, schnatterten sie ihm zu. »Der kann’s schon mit dir aufnehmen!«
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Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 20
Wie der Ontonagon-Fluss seinen Namen bekam
Der Ontonagon ist eines der vielen kleinen Flüsschen, die in den Oberen See münden. Früher war er hauptsächlich dadurch bekannt, dass an seinen Ufern viel Kupfer gefunden wurde. Nahe seiner Mündung befand sich ehemals ein kleiner See, den nur eine schmale Sandbank vom Fluss trennte, die so niedrig war, dass das Wasser häufig bei heftigem Wind darüber wegging.
Auf dieser Sandbank hatte einst eine indianische Squaw ihre hölzerne Schüssel oder Onagon stehen Weiterlesen
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