Der Vampir von Düsseldorf
Dämmerung lag über der Stadt.
Der Wind strich vom Parkhotel, einem riesigen, sandsteinfarbenen Klotz mit abgeflachtem Dach und unzähligen Fenstern an der Vorderfront, leise durch die angrenzenden Grünanlagen und kräuselte das Wasser des naheliegenden Weihers.
Ein junger Schwan zog einsam seine Kreise auf dem blaugrünen Wasser.
Es war mild, ungewöhnlich mild für einen 7. Dezember. Die Temperaturen bewegten sich seit Tagen zwischen 9 und 12 Grad.
Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 33
Opitschi
oder die Entstehung des Rotkehlchens
Ein alter Mann hatte einen einzigen Sohn namens Opitschi, der war gerade in dem Alter, in dem der allgemeine Brauch verlangte, sich durch Fasten eines Schutzgeistes für das weitere Leben zu versichern. Der Vater bildete sich viel auf seinen Knaben ein, und da er sehr ehrgeizig war, so hoffte er ihn durch außergewöhnlich langes Fasten dereinst zu einem berühmten Mann zu machen, der alle seine Vorfahren an Weisheit und Tapferkeit überträfe. Er baute ihm also für den betreffenden Zweck eine kleine Hütte, führte Weiterlesen
Schwäbische Sagen 35
Siebentes Kapitel
Himmel und Gestirne
Sagen vom Regenbogen
1.
Eine mündliche Überlieferung aus Unterkochen, Bühlertann
Wenn über einem Regenbogen noch ein zweiter erscheint, so sagt man »der Teufel möchte den Regenbogen nachmachen, bringt ihn aber nicht zustande.«
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Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 32
Akukodschisch
oder die Familie der Ferkelkaninchen
Weit oben im Norden lebte ein weibliches Ferkelkaninchen mit seinen Jungen in einer Höhle. Es war Winter und sehr kalt. Da die Kleinen noch zu schwach waren, um sie in dieser rauen Jahreszeit vor die Tür zu lassen, suchte die Mutter tagtäglich allerlei Wurzeln und sonstige essbare Dinge, die sie eben finden konnte, damit sie nicht verhungerten.
Sagen- und Märchengestalten – Das Nothemd
Sagen- und Märchengestalten sowie Geister-, Wunder- und Aberglauben des deutschen Volkes
Mit Erzählungen von Begebenheiten der Vorzeit, die den Glauben an eine Geisterwelt förderten, Berlin, Verlag von Burmester & Stempell,1874
Das Nothemd
Den Allvater Odin schmückte die goldene Bräune, ein Panzer, welcher Sieg verlieh, und oft umgürtete er damit die Helden seiner Wahl, wenn sie auszogen zum blutigen Streit. In der deutschen Sage ist Wotan der Höchste der Götter. Auch er verleiht den Kämpfenden das Sieghemd, das ihnen Gewalt über ihre Feinde und Unverletzlichkeit des eigenen Leibes sicherte. Wie die alten Heldenlieder im Mund des Volkes im Laufe der Jahrhunderte zu Märchen Weiterlesen


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