Archiv

Phänomene und Legenden

Sammlung bergmännischer Sagen Teil 18

Das arme Bergmannsleben ist wunderbar reich an Poesie. Seine Sagen und Lieder, seine Sprache, seine Weistümer reichen in die älteste Zeit zurück. Die Lieder, die wohlbekannten Bergreihen, die Sprachüberreste, die Weistümer sind teilweise gesammelt. Die Sagen erscheinen hier zum ersten Mal von kundiger Hand ausgewählt und im ganzen Zauber der bergmännischen Sprache wiedergegeben. Das vermag nur zu bieten, wer ein warmes Herz für Land und Leute mitbringt, wo diese uralten Schätze zu heben sind; wer Verständnis für unser altdeutsches religiöses Leben hat, wer – es sei gerade herausgesagt – selbst poetisch angehaucht ist. Was vom Herzen kommt, geht wieder zum Herzen, ist eine alte und ewig neue Wahrheit. Hat der Verfasser auch nur aus der Literatur der Bergmannssagen uns bekannte Gebiete Weiterlesen →

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 19. Blatt

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe
. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871

Eulensplegel dient beim König von Dänemark.

Eulenspiegel hatte sich durch seine Possen so sehr berüchtigt gemacht, dass man an allen königlichen und fürstlichen Höfen von ihm sprach. Da er nun vom Grafen von Anhalt seinen Abschied erhalten hatte, so ging er nach Kopenhagen, um zu sehen, ob er da nicht bei jemandem ankommen könnte. Als der König von Dänemark erfuhr, dass Eulenspiegel da wäre, ließ er ihn an seinen Hof kommen und sagte, dass er, wenn er wolle, einige Zeit am Hofe bleiben könnte, weil er seine Possen und Schwänke einmal sehen mochte. Eulenspiegel war dies recht willkommen. Der König trug ihm nun einstmals auf, als seinem Reitpferd die Hufeisen losgingen, er möge dasselbe mit dem allerbesten Hufbeschlag beschlagen lassen.
Weiterlesen →

Sammlung bergmännischer Sagen Teil 17

Das arme Bergmannsleben ist wunderbar reich an Poesie. Seine Sagen und Lieder, seine Sprache, seine Weistümer reichen in die älteste Zeit zurück. Die Lieder, die wohlbekannten Bergreihen, die Sprachüberreste, die Weistümer sind teilweise gesammelt. Die Sagen erscheinen hier zum ersten Mal von kundiger Hand ausgewählt und im ganzen Zauber der bergmännischen Sprache wiedergegeben. Das vermag nur zu bieten, wer ein warmes Herz für Land und Leute mitbringt, wo diese uralten Schätze zu heben sind; wer Verständnis für unser altdeutsches religiöses Leben hat, wer – es sei gerade herausgesagt – selbst poetisch angehaucht ist. Was vom Herzen kommt, geht wieder zum Herzen, ist eine alte und ewig neue Wahrheit. Hat der Verfasser auch nur aus der Literatur der Bergmannssagen uns bekannte Gebiete Weiterlesen →

Interessante Abenteuer unter den Indianern 74

Interessante-Abenteuer-unter-den-IndianernJohn Frost
Interessante Abenteuer unter den Indianern
Erzählungen der merkwürdigsten Begebenheiten in den ersten indianischen Kriegen sowie auch Ereignisse während der neueren indianischen Feindseligkeiten in Mexiko und Texas

Leiden der Familie des Captains Bard

Die Grausamkeit der Indianer gegen die Gefangenen, die sie im Krieg stets ausüben, ist sprichwörtlich. Eine nähere Erläuterung der Qualen, welche dieselben früher auszuhalten hatten, würde den Leser der Neuzeit empören und schaudern machen. Glücklicherweise sind diese Abscheulichkeiten selbst unter den Stämmen, welche auch ihre ursprüngliche Macht und Unabhängigkeit bewahrt haben, weniger gebräuchlich als früher. Der Weiterlesen →

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 18. Blatt

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe
. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871

Warum Eulenspiegel ein graues Pferd reitet.  Er dient beim Grafen von Anhalt.

ulenspiegel ritt immer gern ein graues Pferd, damit man ihn, wo er durchkäme, gleich kennen möchte. Andere Farben meidete er, zum Beispiel einen Fuchs, weil er selbst rote Haare hatte. Auch machte er überall Aufsehen durch einen sonderbaren
Anzug. Seine Handlungsweise war folgende:

1) Er war allezeit gern in Gesellschaften, aber nicht, wo Kinder waren, weil die Eltern eher auf ihre Kinder achteten, als auf seine Possen. Auch sah er sich nach solchen Leuten stets um, welche die Narrheit liebten, denn er sagte oft: Weiterlesen →