Schwäbische Sagen 72
Zweites Buch
Geschichtliche Sagen
Die Weilheimer Kirchweih
Eine mündliche Überlieferung aus Weilheim und Derendingen
Als die Bauern von Weilheim bei Tübingen einst Kirchweih hielten, kamen zwei Bettler vor das Dorf. Diese verabredeten miteinander, an dem heutigen Festtag nur um Kuchen zu bitten, und zwar der eine in Weilheim, der andere in Derendingen, wo Weiterlesen
Interessante Abenteuer unter den Indianern 90
John Frost
Interessante Abenteuer unter den Indianern
Erzählungen der merkwürdigsten Begebenheiten in den ersten indianischen Kriegen sowie auch Ereignisse während der neueren indianischen Feindseligkeiten in Mexiko und Texas
Gefecht zwischen den Crow und Blackfeet
Im Juni 1845 wurde eine Abteilung von siebenhundert Crow durch die Sioux aus ihrem eigenen Land in die Nachbarschaft von Fort F. A. C., nicht weit von den Fällen des Missouri entfernt, getrieben. Am 17. trafen sie auf eine kleine Abteilung von Blackfeetkriegern, welche sie unmittelbar angriffen. Ungeachtet beide Parteien an Zahl sich ungleich waren, war die Schlacht dennoch heiß und blutig.
Dämonopathie der Nonnen in Cambrai. Johanne Pothiere wird ins Gefängnis geworfen.
Dämonopathie der Nonnen in Cambrai. Johanne Pothiere wird ins Gefängnis geworfen.
Aus: Der Wahnsinn in den vier letzten Jahrhunderten. Nach dem Französischen des Calmeil. Bearbeitet von Dr. Rudolf Leubuscher. Halle. 1848
1491 sollten die abgefallenen Geister in Cambrai ein ganzes Nonnenkloster in Besitz genommen haben. Die Nonnen liefen wie Hunde durch die Felder, erhoben sich wie Vögel in die Luft, kletterten wie Katzen an den Bäumen in die Höhe, hingen sich an den Zweigen auf, machten Tierstimmen nach und weissagten. Die verschiedenartigsten Exorzismen waren ohne Erfolg, selbst dass der Pabst in Rom ihre Namen laut während der Messe verlas. Der Teufel gestand selbst, er sei durch eine Nonne, Johanne Pothiere, in das Kloster eingeführt worden und habe seit ihrem neunten Jahr vierhundertvierunddreißigmal den Beischlaf mit ihr vollzogen. Es ist indes nicht angegeben, ob Johanne Pothiere selbst diese Geständnisse abgelegt oder ob eine andere diese Weiterlesen
Sammlung bergmännischer Sagen Teil 35
Das arme Bergmannsleben ist wunderbar reich an Poesie. Seine Sagen und Lieder, seine Sprache, seine Weistümer reichen in die älteste Zeit zurück. Die Lieder, die wohlbekannten Bergreihen, die Sprachüberreste, die Weistümer sind teilweise gesammelt. Die Sagen erscheinen hier zum ersten Mal von kundiger Hand ausgewählt und im ganzen Zauber der bergmännischen Sprache wiedergegeben. Das vermag nur zu bieten, wer ein warmes Herz für Land und Leute mitbringt, wo diese uralten Schätze zu heben sind; wer Verständnis für unser altdeutsches religiöses Leben hat, wer – es sei gerade herausgesagt – selbst poetisch angehaucht ist. Was vom Herzen kommt, geht wieder zum Herzen, ist eine alte und ewig neue Wahrheit. Hat der Verfasser auch nur aus der Literatur der Bergmannssagen uns bekannte Gebiete Weiterlesen
Schwäbische Sagen 71
Zweites Buch
Geschichtliche Sagen
Das Hündchen von Bretten
Eine mündliche Überlieferung aus Bretten
An einer Kirche zu Bretten ist ein Hündchen ohne Schwanz in Stein abgebildet. Wenn nun jemand in einem Streit den Kürzeren zieht, einen Prozess verliert und dergleichen, so pflegt man von ihm zu sagen: »Er kommt daher, wie das Hündchen zu Bretten.« Weiterlesen

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