Schwäbische Sagen 56
Der Balinger Brand
Eine mündliche Überlieferung aus Balingen
Im Jahre 1809 brannte Balingen zum fünften Male ganz ab. Der Blitz schlug ein, und obwohl kein Wind ging und man Wasser genug hineingoss, so griff das Feuer doch mit wunderbarer Macht um sich und war gar nicht zu löschen.
Weiterlesen
Interessante Abenteuer unter den Indianern 67
John Frost
Interessante Abenteuer unter den Indianern
Erzählungen der merkwürdigsten Begebenheiten in den ersten indianischen Kriegen sowie auch Ereignisse während der neueren indianischen Feindseligkeiten in Mexiko und Texas
Marsch der Sioux
Die Crow und Sioux sind gleich den meisten Stämmen, die von der Jagd leben, häufig genötigt, von Platz zu Platz zu wandern. Die Art und Weise, wie sie diese Wanderungen ausführen, ist sowohl eigentümlich als auch belustigend. Die Bestimmung der Zeit zur Abreise ist größtenteils dem Häuptling überlassen. Wenige Stunden vorher, ehe dieselbe heranrückt, schickt er Ausrufer durch das Dorf, die seinen Entschluss, zu ziehen, anzeigen, Weiterlesen
Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 11. Blatt
Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871
Eulenspiegel gibt sich in Magdeburg für einen Luftspringer aus.
ls Eulenspiegel den Dienst beim Pfaffen verlassen hatte, ging er nach Magdeburg, und gab daselbst so viel närrisches Zeug an, dass in allen Häusern von Eulenspiegel gesprochen wurde, und wo er sich sehen ließ, wurde er fast von jedermann angelegen, dass er doch auch große Kunststücke machen möchte. Endlich machte er in der Stadt durch Ausrufen bekannt, dass er von der Laube des Rathauses herunterfliegen wollte. Nun versammelten sich vor dem Rathaus viele tausend
Menschen, alte und junge, und warteten, was Eulenspiegel angeben würde. Da trat er oben auf die Laube und bewegte die Arme, als ob er fliegen wollte. Die Zuschauer aber sperrten Augen und Mund auf, und erwarteten mit Weiterlesen
Sammlung bergmännischer Sagen Teil 14
Das arme Bergmannsleben ist wunderbar reich an Poesie. Seine Sagen und Lieder, seine Sprache, seine Weistümer reichen in die älteste Zeit zurück. Die Lieder, die wohlbekannten Bergreihen, die Sprachüberreste, die Weistümer sind teilweise gesammelt. Die Sagen erscheinen hier zum ersten Mal von kundiger Hand ausgewählt und im ganzen Zauber der bergmännischen Sprache wiedergegeben. Das vermag nur zu bieten, wer ein warmes Herz für Land und Leute mitbringt, wo diese uralten Schätze zu heben sind; wer Verständnis für unser altdeutsches religiöses Leben hat, wer – es sei gerade herausgesagt – selbst poetisch angehaucht ist. Was vom Herzen kommt, geht wieder zum Herzen, ist eine alte und ewig neue Wahrheit. Hat der Verfasser auch nur aus der Literatur der Bergmannssagen uns bekannte Gebiete Weiterlesen
Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 81
Ansichten eines Tuscarora-Indianers über die Erschaffung der Welt
In uralten Zeiten gab es zwei Welten. In der untersten herrschten die ungeheuerlichsten Geschöpfe; in der obersten wohnten die Menschen. Unter diesen befand sich eine hochschwangere Frau, die war gerade nahe daran, von Zwillingen entbunden zu werden, als sie durch große Schmerzen von Sinnen kam und in die Unterwelt sank, wo sie von einer großen Schildkröte aufgefangen wurde. Diese wuchs mit jeder Minute, bis zuletzt eine große Insel daraus wurde. Ihr Rücken war mit Erde bedeckt, aus der ein großer Wald von Bäumen und Sträuchern hervorschoss.
Weiterlesen

Neueste Kommentare