Wundersame Abenteuer zweier Scholaren durch die Welt – Kapitel 1
Ralph Alexander, Serge Patrice
Wundersame Abenteuer zweier Scholaren durch die Welt
Eine Abenteuergeschichte im 15. Jahrhundert ist gewiss recht alltäglich. Doch etwas gewiss Selteneres ist ein Reisebericht in jener Art, die der modernen Jugend so sehr und so zu Recht gefällt, und dessen Handlung in jener interessanten Epoche spielt.
Wir bieten unseren Lesern diese unbestreitbare Neuheit an, in der Gewissheit, dass sie das Thema schätzen werden.
In den verschiedensten Regionen, auf den drei damals allein bekannten Kontinenten, in den ungewöhnlichsten Umgebungen, werden die beiden Helden dieses packenden Romans – zwei Studenten (Scholaren) der Sorbonne, turbulente Vorfahren unserer heutigen Studenten – ihren Weg durch zahlreiche Gefahren und spannende Schicksalswendungen finden.
Eine köstliche sentimentale Handlung, die sich behutsam in diese bewegende Erzählung einfügt, wird unsere Leser vollends bezaubern und rühren; sie werden – muss man es überhaupt sagen? – von einem recht unerwarteten Ende überrascht werden …
Dem Seewolf trotzen – Kapitel 1
Dem Seewolf trotzen
Oder: Thad in der Klemme
Von einem alten Seebären geschrieben
Personen in dieser Geschichte
Thad, Oliver und Simple Simon: Die drei Jungen-Kameraden, die sich aufmachten, um Ruhm zu ernten und der Menschheit zu dienen, indem sie den berüchtigten Captain Kidd gefangen nehmen – den meistgefürchteten Schrecken der Meere zu jener Zeit, als New York noch eine kleine Stadt war. Thad war der anerkannte Anführer des tapferen Trios, und Simon erwies sich oft als gar nicht so einfältig, da er ein kühnes Herz besaß und bereit war, viel für das Recht zu riskieren.
Captain Kidd: Der berüchtigtste Pirat der frühen Tage, dessen Name seit jeher mit dunklen Taten entlang der Ostküste in Verbindung gebracht wird – von Maine bis zu den sonnigen Küsten der tropischen Westindischen Inseln; und besonders im Zusammenhang mit verschiedenen vergrabenen Schätzen, die er an zahllosen einsamen Orten während seines Kriegszuges gegen den Handel auf den blauen Meeren hinterlassen haben soll.
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Der Gefangene der Stadtvogtei – Kapitel 5
Der Gefangene der Stadtvogtei
Eine Berliner Kriminalgeschichte
von Jodocus Donatus Hubertus Temme
G. Behrend (Falkenbergische Verlagsbuchhandlung), Berlin, 1861
Kapitel 5
Ein Polizeirat
Gegen fünf Uhr morgens beabsichtigte der Ochsenhändler Joachim Nettelberg abzureisen. Der Hausknecht, obschon noch schläfrig, versah pünktlich seinen Dienst: Bereits um vier Uhr war er erwacht, hatte Stiefel und Kleider der Gäste gereinigt und schickte sich nun, fünf Minuten vor halb fünf, an, den Ochsenhändler zu wecken.
Er klopfte an die Tür. »Herr Nettelberg, es ist Zeit!«
Dämonische Reisen in alle Welt – Kapitel X, Teil 3
Johann Konrad Friederich
Dämonische Reisen in alle Welt
Nach einem französischen Manuskript bearbeitet, 1847.
Kapitel X, Teil 3
»Meine Herren, wissen Sie etwas Neues?«, rief in diesem Augenblick ein eintretender Kaffeegast den Anwesenden zu. »Soeben ist die Nachricht angekommen, dass sich ein furchtbares Unglück auf der Nordbahn zwischen Paris und Lille zugetragen hat. Ein Zug von dreißig Wagen ist von einem zwanzig Meter hohen Damm in tiefes Wasser hinabgestürzt; mehrere hundert Reisende sind ertrunken.«
Alle Anwesenden gaben Zeichen und Laute des Entsetzens von sich.
»So arg ist es gerade nicht«, murmelte Asmodi, »aber doch noch immer arg genug.«
»Haben Sie nähere Nachrichten?«, fragte der eben Eingetretene.
Mörder und Gespenster – Band 1 – 22. Teil
August Lewald
Mörder und Gespenster
Band 1
Der Muttermörder
Kapitel 3
Am Abend desselben Tages blicken wir in das elende Kämmerchen, in dem die alte Frau Walter wohnt. In ihrem eigenen Bett, das die Grausamkeit des Sohnes ihr nicht hatte vorenthalten können und das noch von besseren Tagen zeugt, liegt die alte Frau. Sie atmet schwer und scheint bereit, jeden Augenblick vor ihren höheren Richter zu treten. Neben ihr auf einem Schemel sitzt das junge Mädchen, das sich ungefragt ihrer Pflege angenommen hat. Als elternlose Waise hatte sie schon seit einigen Jahren im Ort gedient. Da sie gerade ohne Stelle war, weihte sich das gute Geschöpf dieser freiwilligen Aufgabe. Sie verwandte ihr weniges Erspartes gern dazu, das Leid der Greisin zu lindern, der sie wie ein hilfreicher Engel erschienen war. Von ihrer eigenen Herkunft wusste sie nichts; sie war ein ausgesetztes Kind, das eine Bäuerin gefunden und dem Waisenhaus übergeben hatte.
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