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Literatur

Die Gespenster – Vierter Teil – 18. Erzählung

Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Vierter Teil

Achtzehnte Erzählung

Laging zu Stolzenau erblickt spukende Beerdigungen und prophezeit danach die nächsten Sterbefälle

Ein ähnlicher, jedoch viel ärgerer Todesprophet als der eben erwähnte zu Sandau, ist der Totengräber Laging, in dem hannoverschen Städtchen Stolzenau an der Weser. Dieser halbtaube Mann, vielleicht mehr betrogener Schwärmer als absichtlicher Betrüger, versichert, kurz vorher, ehe jemand aus dem Städtchen sterbe, eine ihm selbst völlig rätselhafte und unerklärliche Ahnung davon zu haben, indem er dann unwillkürlich aus tiefem mitternächtlichen Schlaf aufgeschreckt und auf eine unwiderstehliche Art angetrieben Weiterlesen →

Kit Carson – Kapitel 34

Edward S. Ellis
Kit Carson
Jäger, Trapper, Guide, Indianeragent und Colonel der US Army
New York, 1895

Kapitel 34

Entdeckung des Pfades – Prärie-Detektive

In der Zwischenzeit hatte Kit Carson, der mit Major Carleton unterwegs war, eine Spur entdeckt, die von drei Feinden hinterlassen worden war. Als er ihr vorsichtig folgte, stellte er fest, dass sie sich nach kurzer Zeit mit dem Hauptweg vereinigte. Als Quinn eintraf, hatte auch er einige Entdeckungen zu berichten und die Kundschafter berieten sich über das weitere Vorgehen. Alle waren sich einig, dass sie auf der richtigen Spur waren.

Der Leser kann gar nicht ermessen, mit welcher Geschicklichkeit, Geduld und Intelligenz die Kundschafter und Fallensteller die Fährte Weiterlesen →

Die Virginier Erster Band – 7. Kapitel

William Makepeace Thackeray
Die Virginier
Erster Band
Wurzen, Verlags-Kontor, 1858
7. Kapitel

Vorbereitungen zum Krieg

Sicher gibt nichts einem Mann mehr Anspruch auf Sym­pathie, als wenn er tapfer, jung, hübsch und unglücklich ist. Madame Esmond mochte zwanzig Söhne haben und besaß dennoch ein Recht, ihren jungen Krieger zu bewundern. Mr. Washingtons Zimmer in ihrem Haus gehörte jetzt mehr denn je Mr. Washington. Sie schwärmte von ihm und pries ihn in allen Gesellschaften. Mehr denn je stellte sie ihren

Söhnen seine Vorzüge als Muster hin, indem sie seine verglich (der wilde Junge!) und mit Georges unjugendlichem Sinnieren über Weiterlesen →

Der Märkische Eulenspiegel 8

Der Märkische Eulenspiegel
Seltsame und kurzweilige Geschichten von Hans Clauert in Trebbin
Niedergeschrieben von Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Leipzig, 1847
Überarbeitete Ausgabe

Hans Clauert, Schlosser aus Trebbin

Wie Clauert für seine Frau Wein holte

Kurze Zeit darauf geschah es, dass der Kurfürst zu Trebbin ein Nachtlager hielt. Dabei gedachte sich Hans Clauert einen guten Trank zu holen, welchen er auch durch folgende List bekam. Als er sah, dass der Kurfürst an einem bequemen Ort stand, wo er ihn ansprechen konnte, versuchte er hineinzukommen und meldete demselben, dass er eine arme kranke Frau zu Hause hätte, die er mit einem Trunk guten Weines wieder aufzubringen hoffe (wäh­rend er sie doch lieber mit einem Löffel voll Wasser ersäuft hätte). Weil er aber aus Weiterlesen →

Die wunderbare und merkwürdige Geschichte vom Zauberer Virgilius … Teil 1

Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Die wunderbare und merkwürdige Geschichte vom Zauberer Virgilius,
seinem Leben, seinen Taten und seinem Ende
Volksbücher Nr.46, Verlag Otto Wigand, Leipzig

Von der Stadt Rom, von Romulus und Remus

Die Taten des Zauberers Virgilius, welche er voll­bracht in der Stadt Rom und an anderen Orten, sind so merkwürdig, dass sie wohl verdienen, ausgeschrieben und der Nachwelt überliefert zu werden.

Zu allen Zeiten war Rom groß durch Namen und Ruhm, und die, welche da wohn­ten, genossen großer Verehrung zu ihrer Zeit. Aber der Kaiser von Rom, Romulus, erschlug seinen eigenen Bruder Remus aus Hass und Neid, ungeachtet Remus die Stadt Rom und alles Gebiet, das zu ihr gehörte, dem Romulus abgetreten hatte. Remus nahm jedoch den ganzen Schatz mit sich in das Land Kampanien. Dort an einem Fluss, genannt Welin, baute er eine kostbare und reiche, feste Stadt mit schönen, hohen Mauern, welche innen und Weiterlesen →