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Literatur

Femegerichte und Hexenprozesse in Deutschland – Teil 1

Oskar Wächter
Femegerichte und Hexenprozesse in Deutschland
Stuttgart, Verlag von W. Spemann, 1882

Vorwort

Femegerichte und Hexenprozesse gehören einer längst entschwundenen Zeit an. Aber, von weittragen­der Bedeutung für ganz Deutschland, werfen sie Licht und Schatten über vier Jahrhunderte unserer Ge­schichte. Und sind sie nicht heute noch von allgemei­nem Interesse? Wer hätte nicht schon von Feme und von Hexen gehört und gelesen? In Romanen und Dramen, in allerlei Erzählungen der Fremden­führer, in Sagen und Beschreibungen tauchen sie immer wieder auf. Und in der Tat haben diese mittelalterlichen Erscheinungen etwas ungemein Fesseln­des bei aller unheimlichen Macht, welche sie auf das Gemüt des Hörers üben. Aber die Wenigsten wissen, wie es damit wirklich sich verhielt. Unkenntnis und Mangel an historischem Sinn ließen ein Gestrüpp irriger Vorstellungen aufwuchern, durch welche der wahre Sachverhalt vielfach entstellt und getrübt wurde.

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Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 10

Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875

Kapitel 10

Wir kehren nun in den Norden zurück, wo wir Mrs. Maroney als Gast von Mr. Moore vergnügt hinterlassen haben. Green verfolgte sie aufmerksam, und jede ihrer Bewegungen wurde mir berichtet. Ich hielt es für ratsam, Mrs. Maroney persönlich zu treffen, solange sie sich im Norden aufhielt, und begab mich aus diesem Grund nach Philadelphia, in Begleitung von George H. Bangs, meinem Generalinspektor. Ich hatte beschlossen, Mr. Bangs die vollständige Verantwortung für alle in diesem Fall eingesetzten Mitarbeiter zu übertragen. Er sollte stets über alle Bewegungen von Maroney und seiner Frau informiert sein, tägliche Berichte von allen Mitarbeitern erhalten und diese dann an mich weiterleiten. Ich würde ihm Anweisungen erteilen, die er an die Mitarbeiter weitergeben sollte. Da ich noch viele andere Fälle bearbeitete, konnte ich nicht meine gesamte Zeit diesem einen Fall widmen. Bangs sollte in Philadelphia Weiterlesen →

Der mysteriöse Doktor Cornelius – Band 1 – Episode 5 – Kapitel 1

Gustave Le Rouge
Der mysteriöse Doktor Cornelius
La Maison du Livre, Paris, 1912 – 1913
Fünfte Episode 
Das Geheimnis der Insel der Gehenkten 
Erstes Kapitel
Die Suche nach außergewöhnlichen Empfindungen

Es war zwei Uhr morgens. Die Kunden des Lapin Rouge, eines Nachtclubs nahe den zentralen Hallen und ausschließlich von der unteren Gesellschaftsschicht von Paris frequentiert, drängten sich tumultartig im großen Saal im Erdgeschoss. Der Absinth und der Weißwein flossen in Strömen über den Zinktheken, um die sich die Zuhälter mit auffälligen Krawatten, schrägen, glänzenden Blicken und ehrlichen Arbeitern, die jede Nacht mit dem Entladen von Gemüse und frischen Waren beschäftigt waren, chaotisch vermischten.

Dort waren Lumpensammler, deren Karren, gespannt von einem magersüchtigen Esel, auf der Straße warteten, Sammler von Weiterlesen →

Die Kreuzfahrer – Erster Band – 5. Kapitel

Felix Dahn
Die Kreuzfahrer
Erzählung aus dem 13. Jahrhundert
Verlag Otto Janke, Berlin, 1884
Erster Band, Erstes Buch
Am Saum der Wüste
Fünftes Kapitel

»Ja«, meinte Walther, »damals ist es gar schön gewesen. Und so viel Jahre weniger grau war ich auch! Und dort weht ein besser Lüftlein als in diesem Land: Sie heißen es das Gelobte! Das Verfluchte sollten sie es nennen!«, schalt der Sänger.

»Was? Wie!«, riefen da Herr Hermann und Friedmuth zugleich.

»Ei, Herr Walther«, neckte der Erstere. »Widersprechen sich die Sänger so leicht, so bald?«

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Die drei Musketiere – Zwanzig Jahre danach – 11. – 14. Bändchen – Kapitel XXI

Alexandre Dumas
Zwanzig Jahre danach
Elftes bis vierzehntes Bändchen
Fortsetzung der drei Musketiere
Nach dem Französischen von August Zoller
Verlag der Frankh’schen Buchhandlung. Stuttgart. 1845.

Kapitel XXI. Der Geist und der Arm

Wenden wir uns nun von der Orangerie zum Jagdpavillon.

Im Hintergrund des Hofes, wo man durch einen von jonischen Säulen gebildeten Portikus die Hundeställe erblickte, erhob sich ein längliches Gebäude, das sich, wie ein Arm dem anderen Arm, dem Pavillon der Orangerie, einem den Ehrenhof einschließenden Halbkreis, entgegenzustrecken schien.
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