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Storys & Lyrik

Der Teufel auf Reisen 3

Carl von Kessel
Der Teufel auf Reisen
Erster Band
Ein humoristisch-satirischer Roman aus dem Jahr 1870
Drittes Kapitel – Teil 1
Faust und Gretchen

Der Doktor war ganz erstaunt, als er dem Baron entgegentrat. Dieser hatte sich in einen Herrn von etwa fünfzig Jahren verwandelt, dessen ruhige anständige Haltung vollkommen mit seiner zwar einfachen, aber trotz der sehr gewählten Toilette übereinstimmte, die sein Äußeres sehr vorteilhaft hervorhob. Sein Kinn war glatt rasiert, ein schwarzer, bereits mit etwas grau vermischter Backenbart lief in Hufeisenform nach seinen Mundwinkeln aus. Schneeweiße, feine Wäsche und zierliche Lackstiefeletten erhöhten noch die Eleganz seines Äußeren. Nur das hatte unser Weiterlesen →

John Tanner – Das Leben eines Jägers 5

John Tanner
Das Leben eines Jägers
oder
John Tanners Denkwürdigkeiten über seinen 30-jährigen Aufenthalt unter den Indianern Nordamerikas
Erstmals erschienen 1830 in New York, übersetzt von Dr. Karl Andree

Fünftes Kapitel

Wenige Tage danach ruderten wir alle den Red River hinauf und kamen nach zwei Tagen an die Mündung des Assiniboine River, wo eine große Anzahl Chippewa und Ottawa gelagert hatte. Gleich nach unserer Ankunft traten die Häuptlinge zusammen, um über die Mittel zu beraten, welche dazu dienen könnten, unserem erbärmlichen Zustand abzuhelfen.
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One shot for Sloan – Teil 5

One shot for Sloan – Eine Kugel für Sloan
Teil 5

Sloan ließ sich grad von Victoria verführen, als ein polterndes Geräusch den wunderbaren Akt unterbrach. Der Schmerz und Noseworthys zorngerötetes Gesicht machten ihm unmissverständlich klar, dass es leider nur ein Traum gewesen war.

»Der verdammte Schweinebauch.« Noseworthy gestikulierte wild mit den Armen. »Ich zieh ihm die Haut in Streifen rab.« Er stieß die Tür mit dem Stiefelabsatz ins Schloss.

»Wem ziehst du die Haut in Streifen?«, fragte Sloan ungehalten. So wichtig konnte es doch nicht sein, dass er deswegen aus diesem wunderbaren Traum gerissen wurde.

»Winston«, schnaufte Noseworthy. »Er kam grad zu mir. Ich soll ihm deinen Stern bringen, da angeblich ein anderer Sheriff Weiterlesen →

Das Geheimnis des Medizinbeutels – Teil 4

Das Geheimnis des Medizinbeutels – Teil 4
Eine Erzählung von Fr. Daum
Um 1925 erschienen im Verlag von A. Anton & Co. in Leipzig

Bedächtig nahm der das Blatt und hielt es vor die Augen.

»Well, ich will es wenigstens versuchen, obwohl es lange her ist, seit ich mich mit geschriebenen Buchstaben herumschlug.«

James Allan ließ seine Blicke voll gespannter Erwartung auf dem Gesicht des Lesenden ruhen. Auch die anderen, mit Ausnahme der in stoischem Gleichmut verharrenden Indianer, waren neugierig geworden. In den Zügen des verwitterten Alten zeigte sich jedoch keinerlei Veränderung. Als er den Zettel gelesen hatte, sah er schweigend und unbewegt in die leise knisternden Flammen des Feuers. Allan konnte seine Erregung nicht mehr zügeln. Ungeduldig schrie er Weiterlesen →

Im fernen Westen – Sioux-Kit 2

Sioux -Kit
Kapitel 2

Vater Hogg dankte dem lieben Gott aufrichtig, dass er seine Arbeit bis hierher so sichtlich gesegnet hatte. Sein Wahlspruch Mit Gott den Anfang, dann hat’s guten Fortgang bewährte sich. Als die Yankton sahen, wie sauber und manierlich die Kinder Scha-co-opons in der Schule wurden, wie sie sauber gekleidet erschienen in Jacken, Beinkleidern und Röckchen aus gegerbter Hirschhaut, welche Frau Hogg zugeschnitten und zum Teil genäht hatte, wie die Jungen lesen, schreiben, Englisch, die Mädchen dazu noch stricken und häkeln lernten, da kamen auch andere Krieger der Yankton herüber und baten Herrn Hogg, ihre Kinder ebenfalls in die Schule zu nehmen, denn da dies nichts kostete, so glaubte jeder, seine Mittel erlaubten ihm dies ebenfalls. So hatten denn Herr und Frau Hogg bald an die vierzig Kinder von acht bis zwölf Jahren, welche morgens aus dem Dorf über den Choteau herüberkamen und meist einen seltenen Eifer entwickelten, denn diese Rothäute sind sehr eitel und ehrgeizig. Und wenn die Weiterlesen →