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Im Original Samuel Christoph Wagener

Deutsche Märchen und Sagen 118

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

154. Klaren Mondschein trinken

Zu Kortryk lebte vor längerer Zeit ein gar kühner und wackerer Mann, den man aber nicht anders in der Stadt nannte als Herrn Klare Mane (klarer Mond). Diesen Beinamen hatte er von folgendem Vorfalle erhalten. Er schlief in einer Nacht auf seinem Söller, als er plötzlich ein sonderbares Geräusch und eine Menge der verschiedenartigsten Frauenstimmen über sich hörte. Da das Dach mehrere gläserne Pfannen hatte, trat er zu einer derselben und sah zu seiner großen Verwunderung eine zahlreiche Gesellschaft von Frauen darauf sitzen, welche tranken und dazu Weiterlesen →

Neue Gespenster – 33. Erzählung

Samuel Christoph Wagener
Neue Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit
Erster Teil

Dreiunddreißigste Erzählung

Frau Hansen in Rostock

Frau Hansen, die kränkliche Gattin eines Schneidermeisters zu Rostock, wurde, fünfzig Jahre alt, von einem heftigen Fieber befallen und starb nach einigen Tagen. Man behandelte sie, wie man Leichen zu behandeln gewohnt ist. Sie wurde aus dem Bette gehoben, gewaschen, und nachdem man ihr ein Buch von mittlerer Größe unter das Weiterlesen →

Neue Gespenster – 30. Erzählung

Samuel Christoph Wagener
Neue Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit
Erster Teil

Dreißigste Erzählung

Im Jahre 1773 erkrankte plötzlich ein reisender Kaufmann zu Clermont, und starb. Der zu ihm gerufene katholische Pfarrer des Ortes half ein Verzeichnis seines Nachlasses entwerfen, um denselben seinen Angehörigen, sobald sie bekannt würden, zuzustellen. Zufälligerweise fand man aber in dem Felleisen, welches der Verstorbene bei sich führte, und worin unter andern – was man gar nicht vermutet hatte – hundert Louisdor befindlich waren, Weiterlesen →

Neue Gespenster – 28. + 29. Erzählung

Samuel Christoph Wagener
Neue Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit
Erster Teil

Achtundzwanzigste Erzählung

Johann Gube in der Oberlausitz

Um das Jahr 1770 starb in der Oberlausitz der Bauer Johann Gude. Er schwitzte,  bevor er begraben wurde, so stark im Sarg, dass große Tropfen auf Gesicht und Händen standen. Auch hatte er noch immer eine recht natürliche Gesichtsfarbe. Die Anverwandten wischten den Schweiß öfters ab. Sie wunderten sich nicht wenig Weiterlesen →

Neue Gespenster – 26. + 27. Erzählung

Samuel Christoph Wagener
Neue Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit
Erster Teil

Sechsundzwanzigste Erzählung

Mylady Russel

Die Gemahlin des englischen Obersten Russel wurde von jedermann für tot gehalten, und nur die Zärtlichkeit und Liebe ihres Gatten rettete sie vor dem lebendigen Begraben. Er wollte sie durchaus nicht eher verlassen, bis die Fäulnis ihren Tod bekräftigte. Sieben Tage lang lag sie so im Todesschlummer und erst dann hatte ihr unzertrennlicher Gefährte den Triumph, sie wieder erwachen zu sehen, als man in einer benachbarten Kirche die Glocken zu läuten Weiterlesen →