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Die letzte Fahrt der FLYING SCUD – Kapitel 14

Die letzte Fahrt der FLYING SCUD
Eine spannende Geschichte aus alten Freibeuterzeiten
Von einem alten Hasen geschrieben

Kapitel XIV.

Der Letzte der FLYING SCUD

So seltsam es auch erscheinen mag: Miriams Fürsprache verschaffte ihr viele Freunde unter den Mitgliedern dieser Besatzung. Hätte sie sie um Hilfe gebeten, hätten sie ihre Ehre und ihr Leben mit dem eigenen verteidigt. Selbst unter den rauesten Männern kann ein letzter Funke dessen, was Männlichkeit ausmacht, zurückbleiben.

Zitternd wie Espenlaub war Kidd in seine Kajüte gegangen. Doch nach wenigen Minuten überwältigte seine natürliche Tapferkeit seine Nerven. Er schlug mit der Faust auf den Tisch und rief laut: »Ich werde diesen Jungs das Leben retten! Verdammt, sie sind aus mutigem Holz geschnitzt und würden niemals Verrat begehen! Ich werde sie zur Räson bringen. Ich werde sie dazu bringen, mir zu Weiterlesen

Kopmann to Bergen – Kapitel 1

Heinrich Smidt
Kopmann to Bergen
Erstes Kapitel
Die Faktorei der Hanse in Bergen

Ja, er war ein Kaufmann in Bergen – und ein gewaltiger noch dazu. Kein Einzelner, ausgerüstet mit geistiger Kraft und bedeutenden Mitteln, sondern eine festgeschlossene Gilde, deren Kontor den stolzen Namen Kopmann to Bergen führte. Heute ist von dem, was zur Blütezeit des Hansebundes sein Stolz war, äußerlich kaum noch ein Schatten übrig. Es ist ein erstaunliches, stolzes und kühnes, zugleich aber auch ein entsetzliches Bild dieser in Waffen hinter Wällen und Mauern handelnden Kaufmannsgilde, welche die Macht der Herren und Gebieter des Landes zu einer Schattenherrschaft herabdrückte.

Wir begeben uns in diese wildbewegte Zeit zurück und blättern in den Büchern vergangener Tage, deren Seiten uns diese oft mit Blut getränkten Bilder zeigen. Wir versetzen uns an Bord eines der vielen Schiffe, die von allen Teilen der Windrose der Küste von Norwegen entgegenbrausen, und steuern dem Berger Stift zu. Das stolze Gebirge, das sich über tausend Meter in die Wolken Weiterlesen

Die Abenteuer des Harry Dickson – Band 2 – Kapitel 2

Die Abenteuer des Harry Dickson
Band 2
Das verrufene Hotel in Kairo
Kapitel 2
Beim Polizeikommissar von Kairo

Ali Pascha, der Chef der Kairoer Polizei, hatte aufgrund seiner Funktion häufig mit dem Konsul Mister Felt zu tun und empfing die Besucher sehr herzlich. Er war ein Mann um die vierzig, trug ein Jackett nach letzter Pariser Mode und sah überhaupt nicht wie ein Türke aus.

Er hatte schmeichelhafte Manieren und war besonders höflich.

Nachdem der Konsul Harry Dickson und Tom Wills vorgestellt hatte, überschüttete der Polizeichef den berühmtesten Kriminalisten der Welt mit Komplimenten.

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Die Legenden von Avalgaron Band 1: Klingen des Zorns

Die Legenden von Avalgaron Band 1
Klingen des Zorns

Zwei Seelen, ein Schicksal – und eine Welt im Feuer

Seit zehntausend Jahren plündern die Schemmen bei anderen Völkern, versklaven sie oder rotten sie aus.

Ausgerechnet in diese dunkle Zeit wird Kalaira hineingeboren – eine Schemm, die als Säugling verlassen und von einem Zauberer der Menschen großgezogen wird. In einer Kindheit voller Einsamkeit kennt sie nur einen echten Freund: Gunter von Warstein, Sohn eines legendären Ritters.

Doch das Schicksal reißt die beiden auseinander. Zehn Jahre vergehen, ehe sie sich wiedersehen – in einer Welt, die sich kaum wiedererkennen lässt. Die Städte der Menschen liegen in Trümmern. Gunters Eltern wurden verschleppt, seine Heimat ist gefallen. Angetrieben von Wut und Verlust macht er sich auf den Weg ins Herz des Feindeslandes, um seine Familie zu retten. Kalaira folgt ihm. Was er nicht weiß: Sie selbst hat den Verrat begangen, der alles zerstörte.
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Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 10 – 1. Kapitel

Aus den Geheimakten des Weltdetektivs
Band 10
Der Mann mit den sieben Frauen
1. Kapitel
Der Brief einer Wahnsinnigen

»Guten Morgen, Mr. Sherlock Holmes. Hier ist die Post!«

»Danke sehr, Mrs. Bonnet. Ist Harry Taxon noch nicht zurück?«

»Nein, der Junge ist die ganze Nacht unterwegs gewesen! Verzeihen Sie mir, Mr. Sherlock Holmes, aber ich kann die Bemerkung nicht unterdrücken: Sie sollten den jungen Menschen, der kaum achtzehn Jahre alt ist, nicht so sehr anstrengen – seine Nachtruhe sollten Sie ihm wenigstens gönnen!«

»Mrs. Bonnet«, antwortete Sherlock Holmes, indem er seine Teetasse zurückschob und sich behaglich in seinen Sessel lehnte, Weiterlesen