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Lars Engels – Dunkles Moor

Lars Engels – Dunkles Moor

Das Buch beginnt damit, dass ein erwachsener Mann, ein Jäger, der zusammen mit zwei Jungen auf der Pirsch ist, eine Hirschkuh angeschossen hat. Eigentlich hätte es ein perfekter Blattschuss sein sollen, doch der kleinere Junge hustete in dem Moment, als der Jäger das Tier ins Visier genommen und den Finger am Abzug hatte, sodass die Beute im letzten Moment hochschreckte und der Schuss das Tier nur am Hinterlauf traf.

Der Jäger schimpft den kleinen Jungen aus und kann gerade noch dem Impuls widerstehen, ihn auf der Stelle zu ohrfeigen.

Wenigstens ist aber die Verfolgung der verwundeten Hirschkuh von kurzer Dauer. Das Tier hat sich nur wenige Meter weitergeschleppt und ist auf einer Lichtung zusammengebrochen. Der Jäger zieht sein Messer aus der Lederscheide, als sie bei der verwundeten Hirschkuh angekommen sind, und winkt den kleineren Jungen zu sich. Er reicht dem Jungen den Griff voran den Hirschfänger und befiehlt ihm, das Tier damit zu töten.

Der Junge zögert, und der ältere Junge sagt, er sei für eine solche Tat noch zu jung. Aber der Jäger erwidert, das entscheide immer noch er. Er schiebt den Jüngeren vor die Hirschkuh und verlangt erneut von ihm, das Tier zu töten. Er sagt, seinetwegen sei der Schuss nicht sauber gewesen und deshalb müsse es leiden. Der Junge zögert noch immer, aber der Jäger zwingt ihn zu der Tat.

Der Junge stößt zu, halbherzig, und das Rückenmark wird nicht sauber durchtrennt. Die Hirschkuh schreit auf und tritt wild um sich. Ein Huf trifft den Jäger schmerzhaft in der Seite, der sie festzuhalten versucht. Er entreißt dem Jungen das Messer und bringt es mit einem gezielten Stoß zu Ende.

Nun ist der Jäger aber nicht zornig, wie die Jungen es erwarten, sondern zufrieden. Er legt dem Jüngeren die blutige Klinge des Hirschfängers auf die rechte Schulter und schlägt ihn zum Jungjäger, während diesem die Tränen über die Wangen rinnen.

Das nächste Kapitel setzt 41 Jahre später ein, genauer gesagt im März 2024.

Als Diana Quester und Janosch Janssen, Schwiegermutter und Schwiegersohn und beide Beamte der Kriminalpolizei, zusammen mit Harry, dem kleinen Sohn des Kriminalkommissars und Helen, der Tochter von Diana und Mutter des Kindes, sich das Grimmbacher Hutzelfeuer anschauen, bei welchem fast der gesamte Ort versammelt ist, fällt die Hutzelpuppe, die oben auf dem brennenden Reisighaufen befestigt ist, in sich zusammen. Sie stellt den Winter dar, der an jedem ersten Fastensonntag feierlich in der Nähe des Ortes verbrannt wird.

Während die Polizisten und ihre Familie weiterfeiern, klingelt Janoschs Handy. Am Telefon ist Janoschs Vorgesetzte namens Luisa. Sie ruft ihn zu einem Leichenfund im nahen Fulda.

Janosch macht sich sofort auf den Weg, und Diana folgt ihm. Am Tatort finden Sie eine Frauenleiche, und Diana entdeckt dort ein Symbol, das sie sofort an ihren ersten ungelösten Fall erinnert und alte Fragen erneut aufwirft.

Lars Engel schreibt mit Dunkles Moor einen ausgesprochen spannenden Kriminalroman, den der Leser bis zum Schluss nicht aus der Hand legen möchte.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und findet zudem auf unterschiedlichen Zeitebenen statt, Der Autor erzählt von einem Serientäter, der über Jahrzehnte hinweg seine Taten begeht und dabei bis zum Ende nicht gefunden wird. Erst am Ende des Buches erkennen die Ermittelnden, um wen es sich handelt.

Eine wichtige Rolle in diesem Fall spielt ein gezeichneter Hutzelbock, das Symbol eines Widderkopfes. Diana, eine der Ermittlerinnen, hat ihn zuvor schon mehrfach gesehen und erkennt ihn auch am Anfang der Story wieder, als der Täter ihn am Ort einer aktuellen Tat hinterlässt.

Besonders unheimlich ist auch die Umgebung, in welcher die Taten begangen werden. Die Erzählung spielt nämlich im Wald und im Moor der Rhön und in den anliegenden Ortschaften, was dem Ganzen eine sehr dunkle und gefährliche Atmosphäre verleiht. Man kann sagen, dass der gewählte Ort ideal zu Verbrechen und Mörderjagden passt.

Fazit:

Lars Engels erzählt mit Dunkles Moor eine spannende Geschichte, die nichts für zartbesaitete Gemüter ist. Wer es brutal und blutig mag, kommt hier voll auf seine Kosten.

Deshalb möchte ich diesen Krimi dem Leser empfehlen, der so etwas aushalten kann und nachts trotzdem gut schläft.

Der Autor:

Lars Engels lebt mit seiner Familie und zwei eigenwilligen Katzen in Neuss am Niederrhein. Er arbeitet als Creative Director in der Werbung und schreibt bis tief in die Nacht hinein Krimis, gerne über die Moorlandschaft an der Rhön, die ihn schon immer in ihren Bann gezogen hat.

Dunkles Moor ist der dritte Krimi über das Moor in der Rhön und den Ermittler Janosch Janssen.

Quellen:

• Lars Engels, Dunkles Moor, Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin, 1. Auflage, Juli 2026.

www.ullstein.de

www.buechertreff.de

Bilder:

• Cover des Romans. Mit freundlicher Genehmigung der Ullstein Buchverlage GmbH.

• Foto des Autors. © Julius Rost. Ebenfalls mit freundlicher Genehmigung der Ullstein Buchverlage GmbH.

(ww)

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