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Geisterjäger John Sinclair Band 2461

Thomas Williams
Geisterjäger John Sinclair
Band 2461
Dunkle Seiten

Grusel, Heftroman, Bastei, Köln, 06.09.2025, 64 Seiten, 2,40 EUR

Im Internet kursierte das Gerücht über ein sogenanntes Black Zine – ein Heft aus schwarzen Seiten, vollgekritzelt mit weißen Symbolen, Buchstaben und Zahlen, die keinen Sinn ergaben. Mehrere Exemplare des Black Zine sollten in letzter Zeit hier und dort in London aufgetaucht sein, in Geschäften, in Comicshops und anderswo. Wer einen Blick in diese dunklen Seiten warf, wurde angeblich zu einem blutrünstigen Mordwerkzeug der Hölle. Wie sich bald herausstellte, war dieses Gerücht alles andere als ein Internet-Fake, und als ich mich der Sache annahm, geriet auch ich, der Geisterjäger von Scotland Yard, in einen Strudel von Grauen und Gewalt …

Mit Dunkle Seiten hat Thomas Williams seinen dritten Beitrag für die Gruselserie John Sinclair verfasst. Des Weiteren sind im Bastei Verlag vom selben Autor noch drei Gespenster-Krimis erschienen, sowie, ganz aktuell, Professor Zamorra 1361.

Im bereits vor einem Jahr veröffentlichten John Sinclair 2461, tauchen in London an den unterschiedlichsten Orten, die kein Muster erkennen lassen, sogenannte Black Zines auf. Dabei handelt es sich um schwarz eingebundene Hefte, ohne Titel, mit verstörendem Inhalt. Die enthaltenen Symbole und Kritzeleien ergeben beim flüchtigen Betrachten keinen Sinn, können aber Menschen, die dafür empfänglich sind, den Verstand verlieren lassen und sie in mordlustige Bestien verwandeln.

John Sinclair nimmt sich allein der mysteriösen Vorfälle an, denn sein Partner, Suko, befindet sich mit Lebensgefährtin Shao im Urlaub.

Allein der Titel, Dunkle Seiten, ist gut gewählt und herrlich doppeldeutig, denn die Seiten der Black Zines bringen die dunklen Seiten der Menschen, die ihnen verfallen, zum Vorschein.

Die Geschichte an sich ist recht einfach konzipiert, wird geradlinig erzählt, aber spannend und unterhaltsam in Szene gesetzt. Zudem funktioniert der vorliegende Roman gewissermaßen als Standalone im Sinclair-Universum, kann man doch die Lektüre, ohne dass man den ganzen mythologischen Überbau und die Sinclair-Historie kennt, genießen.

Natürlich handelt es sich bei dem mehrfach erwähnten Comicladen und wichtigen Handlungsort um den Forbidden Planet im Londoner Stadtteil Camden, den wohl weltweit größten Store für Comics und phantastisches Merchandise.

Einflüsse auf die Handlung haben vermutlich auch die Filmreihe The Ring genommen, sowie das von H.P. Lovecraft erdachte Necronomicon, dessen okkulter Inhalt Menschen in den Wahnsinn treiben soll.

Fazit:
Dunkle Seiten ist ein kurzweiliger John Sinclair-Roman, den man ohne Vorkenntnisse der langlebigen Serie goutieren kann.

(stb)

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