Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 15
Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875
Kapitel 15
Samstag, der siebte Mai, war ein arbeitsreicher Tag für meine Mitarbeiter. Maroney verließ das Hotel, gefolgt von Rivers, und ging umher, besuchte verschiedene Geschäfte und blieb schließlich an der Ecke Vine und Third Street stehen. Nach fünf oder zehn Minuten traf er Mrs. Maroney, die von Green verfolgt wurde. Es kam Rivers seltsam vor, dass sie diesen umständlichen Weg gewählt hatten, um sich zu treffen, und er verstand den Grund nicht. Als Mrs. Maroney ankam, nahm Maroney ihren Arm, und sie gingen gemeinsam zum Büro von Alderman G. W. Williams.
Sie blieben etwa eine Viertelstunde im Büro und gingen dann direkt zum Washington House. Wenige Minuten später tauchten sie in Weiterlesen
Der Märkische Eulenspiegel 20
Der Märkische Eulenspiegel
Seltsame und kurzweilige Geschichten von Hans Clauert in Trebbin
Niedergeschrieben von Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Leipzig, 1847
Überarbeitete Ausgabe
Hans Clauert, Schlosser aus Trebbin
Wie Clauert Herr und Narr im Haus wurde
Wenn Hans Clauert gefragt wurde, wer zu Trebbin ein böses Weib hätte, so pflegte er zu sagen, er wisse sonst keinen, als nur einen Einzigen, der dort Bürger geworden wäre, und der ein sehr böses Weib hätte; derselbe hieße Jedermann und unter diesen Orden rechne er auch sich selbst mit, da er ein sehr herbes Kraut im Hause hätte. Weil aber Clauert sehr kurzweilig und scherzhaft war, wie auch aus seinen Geschichten wohl zu sehen ist, so hatte ihn ein jeder gern bei sich, ungeachtet sie für ihn stets bezahlen mussten.
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Die wunderbare und merkwürdige Geschichte vom Zauberer Virgilius … Teil 10
Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Die wunderbare und merkwürdige Geschichte vom Zauberer Virgilius,
seinem Leben, seinen Taten und seinem Ende
Volksbücher Nr.46, Verlag Otto Wigand, Leipzig
Wie Virgilius einen Obstgarten mit einer schönen und herrlichen Quelle anlegte
Große Wunder verrichtete Virgilius zu seiner Zeit, denn nachdem er den Palast erbaut hatte, legte er einen herrlichen Obstgarten mit allen Arten von Fruchtbäumen und prächtigen Blumen an. Täglich sah man dort neue reife Früchte an den Bäumen hängen und neue schöne Blumen blühen. In der Mitte aber sprudelte eine schöne Quelle, die reinste und schönste, welche Menschenaugen je gesehen hatten. Auch sangen dort die verschiedenartigsten Vögel, denn alle Vögel konnten wohl hinein, aber keiner wieder heraus, denn die Lüfte hielten sie wie in einem Netz gefangen. Ferner gab es in diesem Obstgarten alle Arten zahmer Tiere, so dem Menschen von Nutzen sind. Aus der Quelle floss ein Bächlein unter den Bäumen hin, in welchem alle Arten von Fischen, die man sich nur denken konnte, spielten. Es war ein so schönes, heiteres und luftiges Leben in dem Garten, aber Virgilius machte noch herrlichere Dinge. Er Weiterlesen
Das schwarze Schiff – Kapitel 7
Beadle’s Half Dim Library
John S. Warner
Das schwarze Schiff
Kapitel 7
Abenteuer an Land
Am Morgen nach den zuletzt geschilderten Ereignissen konnte man schon früh drei Männer sehen, die auf der Suche nach jemandem zu sein schienen, den sie jederzeit treffen konnten. Sie waren in die Uniform der britischen Marine gekleidet und bewegten sich in jener eigentümlichen Weise, die für den typischen alten Seebären charakteristisch ist. Sie waren so gut getarnt, dass sie ohne die verräterische Stimme von Ronald und den ungestümen Humor von Conway als Fremde im Land durchgegangen wären. Ihr Begleiter war kein anderer als Leutnant Merton.
»Haltet die Augen offen, denn ihre Vorposten können nicht weit sein, und ich möchte ihnen nach Möglichkeit aus dem Weg gehen. Weiterlesen
Der mysteriöse Doktor Cornelius – Band 1 – Episode 5 – Kapitel 3
Gustave Le Rouge
Der mysteriöse Doktor Cornelius
La Maison du Livre, Paris, 1912 – 1913
Fünfte Episode
Das Geheimnis der Insel der Gehenkten
Drittes Kapitel
Auf ins Ungewisse
Als Lord Burydan wieder zu sich kam, fand er sich neben dem Dichter Agénor in einem kleinen Walfangboot wieder, während dieser ihm kräftig mit dem Essig der vier Diebe die Schläfen einrieb. Die Rothäute und ihr Kanu waren verschwunden, nur derjenige, der den Hai getötet hatte, saß ruhig am Heck. Die beiden amerikanischen Matrosen, nun von ihren Fesseln befreit, ruderten ruhig weiter, als sei nichts Außergewöhnliches geschehen. Es war fast Nacht, und in einer Kabellänge Entfernung konnte man den Rumpf eines Dampfers von wenigen Tonnen sehen, der offenbar angehalten hatte, um auf das kleine Boot zu warten.
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