Buffalo Bill Der letzte große Kundschafter – 22. Kapitel
Buffalo Bill
Der letzte große Kundschafter
Ein Lebensbild des Obersten William F. Cody, erzählt von seiner Schwester Helen Cody Wetmore
Meidingers Jugendschriften Verlag, Berlin 1902
Zweiundzwanzigstes Kapitel
Theatralische Versuche
Das in Fort McPherson liegende fünfte Reiterregiment war nach Arizona verlegt und durch das unter General Reynolds Befehl stehende dritte Reiterregiment ersetzt worden. Sofort nach seiner Rückkehr ins Fort McPherson musste Will sich auf einen Kundschaftsritt begeben, um den Aufenthaltsort der Indianer zu erforschen, die während seiner Abwesenheit einen Einfall ins Fort gemacht und eine beträchtliche Anzahl Pferde mit fortgeschleppt hatten. Hauptmann Meinhard und Leutnant Lawson befehligten die zur Wiedereintreibung des gestohlenen Eigentums ausgeschickte Kompanie. Will, dem zu seiner Unterstützung der Kundschafter T. B. Weiterlesen
Ghost Stories – Die geschlossene Hand
Farnsworth Wright
Die geschlossene Hand
Originaltitel: The Closing Hand
Eine packende Kurzgeschichte
Einsam und abweisend starrte das Haus gespenstisch durch die struppigen Bäume, die vor seiner Berührung zurückzuweichen schienen. Der grüne Moosbefall der Fäulnis lag auf seinen klammen Dächern, und die Fenster, tief in ihren Höhlen versunken, blickten blind in die Welt, als sähen sie aus augenlosen Höhlen. Sein Anblick war so furchteinflößend, dass Jungen, wenn sie sich den trostlosen Giebeln näherten, ihr Pfeifen einstellten und auf der gegenüberliegenden Straßenseite vorbeigingen.
Jenseits der Felder blickten ein paar zusammengekauerte Hütten durch den fallenden Regen, als fragten sie sich, welche Familie wohl so kühn sein könne, in den düsteren Mauern jener alten Villa Wohnung zu beziehen, deren teppichlose Böden seit zwei Jahren keinen menschlichen Schritt mehr gespürt hatten.
Der Gefangene der Stadtvogtei – Kapitel 6
Der Gefangene der Stadtvogtei
Eine Berliner Kriminalgeschichte
von Jodocus Donatus Hubertus Temme
G. Behrend (Falkenbergische Verlagsbuchhandlung), Berlin, 1861
Kapitel 6
Eine Kammerjungfer
Der Tag neigte sich. Unter den Bäumen des Tiergartens herrschte schon Zwielicht.
In einer der Alleen, die rechts vom großen Stern aus tiefer in das Gebüsch des Tiergartens zur Spree hin führen, ging langsam ein kleiner untersetzter Mann auf und ab. Seine Augen waren in alle Tiefen des Gebüsches gerichtet, seine Ohren lauschten nach allen Seiten hin; manchmal blieb er stehen, als ob er nun sofort etwas sehen oder hören müsse.
Femegerichte und Hexenprozesse in Deutschland – Teil 4
Oskar Wächter
Femegerichte und Hexenprozesse in Deutschland
Stuttgart, Verlag von W. Spemann, 1882
Zweiter Abschnitt
Ursprung und Verfahren der Femegerichte
Noch heute sind vielfach die abenteuerlichsten Vorstellungen von den mittelalterlichen Femegerichten verbreitet. Man erzählt schauerliche und unheimliche Geschichten, wie sie bei Nacht, in unterirdischen Gewölben oder im Waldesdickicht unter allerlei Vermummung und furchterregenden Gebräuchen ihre Sitzungen gehalten und mit grausamen Foltern und Strafen ihre Opfer gepeinigt, oder ihre Gefangenen in entsetzlichen Kerkern hätten verschmachten lassen.
Mit dergleichen Phantasiegebilden übertüncht man noch immer eine der ehrwürdigsten und großartigsten Erscheinungen des deutschen Mittelalters.
Nick Carter – Band 19 – Ein schauerlicher Fund – Kapitel 11
Nick Carter
Amerikas größter Detektiv
Ein schauerlicher Fund
Ein Detektivroman
Kapitel 11
Die Verhaftung des Doktors
Eine volle Minute hindurch blieb Dr. Quartz regungslos stehen und starrte dem Detektiv mit brennenden Blicken unausgesetzt in das Gesicht. Dann lächelte er wieder, doch dieses Lächeln war grundverschieden von dem vorigen, und eine Welt voll Hohn und Verachtung prägte sich nun in ihm aus.
»Mr. Nick Carter, es tut mir leid, dass ich Ihnen den Gefallen nicht tun kann, beim Anhören Ihres Namens, den Sie augenscheinlich für einen höchst berühmten halten, wie vom Donner gerührt niederzubrechen«, versetzte Dr. Quartz, um dann Weiterlesen
Neueste Kommentare