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Jack – Kapitel V

Anton von Perfall
Jack
In: Deutsche Jugendbücherei, Nr. 5/6
Hermann Hillger Verlag Berlin – Leipzig

Kapitel V

Über ein Jahr war vergangen seit unserer Hochzeit. In der Wiege, die ich damals von Sacramento mitgebracht hatte, lag an Stelle des längst geleerten Whiskeyfässchens die kleine Angele. Ich war so glücklich über die Erfüllung dieses Teiles meiner damaligen Vision, dass mich die Verzögerung des anderen Teiles derselben wenig kümmerte. Damit ging es allerdings langsam, an Lust zur Arbeit fehlte es mir und Barbara nicht, für die nötigen Kenntnisse sorgte mein Freund Smith, mit dem ich ständig in Kontakt blieb, aber die Geldmittel mangelten. Von Grunderwerbungen, so günstig auch die Zeit dazu gewesen wäre, konnte keine Rede sein, und vier Arme, noch dazu zwei weibliche, reichten nicht hin zur Bewältigung der Arbeit. Auf Felipe war nicht zu rechnen, weniger wegen seines Alters, er war noch immer rüstig – als aus einem anderen Grund. Er war oft tagelang, wochenlang in den Bergen. Kam er dann ganz Weiterlesen →

Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 1

Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875

Vorwort

Die meiste Zeit meines arbeitsreichen Lebens habe ich als Kriminalbeamter gearbeitet und bin dabei mit vielen Menschen in Kontakt gekommen. Ich war an vielen aufregenden Ereignissen beteiligt.

Einige der interessantesten Begebenheiten, die mit meiner beruflichen Tätigkeit zusammenhängen, zu erzählen, ist für mich die Erfüllung eines lang ersehnten Vergnügens und die Einlösung von Versprechen, die ich in den vergangenen Tagen vielen Freunden immer wieder gegeben habe.

Der Kurier und der Detektiv und die anderen von meinem Verlag angekündigten Werke sind allesamt wahre Geschichten, die sich in Weiterlesen →

Deutsche Märchen und Sagen 191

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

259. Geist an den Eichen

Wenn man von Cortemarke bei Turnhout nach Hooglede gehen will, sieht man in einiger Entfernung eine einzelnstehende Gruppe von Bäumen, und näherkommend, findet man zwischen denselben das alte Schloss Volmerbeke, dessen Grundstein zu Zeiten Balduins des Eisernen gelegt sein soll. Nun ist das Schloss eine Meie­rei und eine ganz friedliche Wohnung. Das war es aber nicht so ganz in früherer Zeit und selbst bis zu Ende des vorigen Jahrhunderts; es hielt sich nämlich dort der Geist eines alten Herrn des Schlosses auf, der vor vielen Hundert Jahren gestorben ist, ohne dass er vor sei­nem Tod Zeit fand, den Ort anzugeben, wohin er eine große Summe Geld nebst vielen Kleinodien verbarg. Jede Nacht kam der Geist und klopfte auf Türen und Fenster, während er rief: »Slaep je öl? Slaep je öl? Slaep je öl?«1

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Die wunderbare und merkwürdige Geschichte vom Zauberer Virgilius … Teil 4

Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Die wunderbare und merkwürdige Geschichte vom Zauberer Virgilius,
seinem Leben, seinen Taten und seinem Ende
Volksbücher Nr.46, Verlag Otto Wigand, Leipzig

Wie der Kaiser von Rom den Virgilius in seiner Burg belagert

Als nun das Heer vor des Virgilius Burg gezogen war, schloss er sie vermittelst seiner Kunst dergestalt durch Lust ein, dass keiner sich bewegen und weder vor noch rück­wärts konnte, sondern jeder bleiben musste, wo er war. Darüber verwunderten sie sich nicht gering, und Virgilius sagte nun zu ihnen: »Ihr kommt, mich um das meine zu bringen, aber das werdet Ihr nicht. Wisst, dass Ihr keinen Nutzen haben und nichts ernten werdet, solange ich lebe. Sagt dem Kaiser, ich wolle vier bis fünf Jahre warten, bis er zur Einsicht gekommen ist. Vor den Gerichten will ich nicht klagen, wohl aber werde ich, was mein ist, nehmen, wo ich es finde. Sagt dem Kaiser ferner, ob er mich bekriege oder nicht, das sei mir ganz einerlei, denn anhaben könne er mir doch nichts.«

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Jack – Kapitel IV

Anton von Perfall
Jack
In: Deutsche Jugendbücherei, Nr. 5/6
Hermann Hillger Verlag Berlin – Leipzig

Kapitel IV

Mir war gut abkaufen, auf das erste Angebot schlug ich meiste Ware los. Es blieb immerhin ein anständiger Gewinn und ich beeilte mich, meinen Karren von Neuem zu füllen. Doch mein Geist war nicht mehr bei dem Unternehmen, dessen Erfolg zu sehr hinter meiner hastigen Fantasie einher hinkte. Ich berechnete, dass ich Jahre auf diese Weise durch das Land fahren musste, um nur mit einiger Aussicht auf Erfolg vor den habgierigen Felipe als Werber um seine Tochter treten zu können, und wenn Barbara noch so standhaft war. So lange durfte, konnte ich nicht warten. Wenn an der Geschichte mit dem Goldschatz etwas Wahres wäre! In meiner Angst fing ich selbst an, daran zu glauben.

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