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Ein Klondike-Claim – Kapitel 4

Nicholas Carter
Ein Klondike-Claim
Eine Detektivgeschichte
Street & Smith, New York, 1897

Kapitel 4
Eine elektrische Geldbörse

Einen Moment lang stand Fowler sprachlos da. Dann rief er aus: »Was zum Teufel lässt Sie das glauben?«

»Zwei oder drei Dinge«, antwortete Stokes. »Zunächst einmal macht der amerikanische Ureinwohner keinen Fehler, wenn er sich vornimmt, weiße Männer zu töten. Zwei Indianer, die beschlossen haben, zwei Männer zu töten, würden nie zufällig den gleichen Mann auswählen – das ist ein Fehler, den nur ein Weißer macht.«

»Nun, vielleicht stimmt das«, sagte Fowler, »aber wir hatten keinen Grund anzunehmen, dass sich in diesem Teil des Landes Weiterlesen

Der wilde Jäger vom Ettersberg

Der wilde Jäger vom Ettersberg
oder: Elternsegen, Himmelsschutz, Beut den Höllenscharen Trutz
Romantische Sage aus der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg
Verlag der J. Lutzenberger’schen Buchhandlung, Altötting ca. 1860

1. Die Rettung

Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges stand in den Wäldern des Ettersberges ein stattliches Schloss, das dem Herzog Wilhelm von Sachsen als Jagdschloss diente. Dort wohnte der alte Erbförster Egbert Koch, ein biederer, gottesfürchtiger Waidmann, der seine Gattin vor Jahren durch den Tod verloren hatte und nun in seiner einzigen Tochter Kunigunde, die zur Zeit, als unsere Erzählung beginnt, zu einer blühenden Jungfrau herangewachsen war, seine höchste Lebensfreude und seinen wohltuendsten Trost fand. Wenn sie am Sonntagmorgen mit dem Gebetbuch in der Hand durch den stillen Wald zur Kirche in Ettersburg hinwandelte, folgte ihr der Blick des alten Erbförsters aus dem Fenster des Schlosses voller seliger Wonne nach. Dann war es dem alten Vater, den die Fußgicht im Sorgenstuhl festhielt, als zöge sein Schutzengel durch den Wald zu dem Gotteshaus. In solchen Augenblicken Weiterlesen

Der vielförmige Hintzelmann – Vorrede

Der vielförmige Hintzelmann
oder: Umständliche und merkwürdige Erzählung von einem Geist,
so sich im Haus Hudemühlen und danach zu Estrup im Land Lüneburg unter vielfältigen Gestalten und wunderlicher Veränderung durch göttlicher Providenz sehen lassen und sich bald freundlich und familiär, bald aber schädlich und gefährlich erwiesen.
Aus bisher noch niemals gedruckten Nachrichten kolligiert und ihrer Kuriosität halber zum Druck befördert und mit unterschiedlichen Historien von Erscheinungen und Gespenstern vermehrt und durch Kupfer vorgestellt.
Leipzig. Anno 1704

Vorrede

Nachdem wir hier eine Erzählung über einen Geist oder ein Gespenst, das sich vor Zeiten sehen ließ und ein vornehmes Haus unsicher machte, anführen, so ist kein Zweifel, dass sich verschiedene finden werden, die ein solches Werk als eine Fabel verlachen und sich einbilden werden, alle dergleichen Erzählungen kämen aus der Einbildungskraft alter Weiber. Ebenso wie diese Leute sich dabei eine besondere Klugheit einbilden, weil sie etwas erfunden haben, das von der alten Meinung abweicht, halten Weiterlesen

19 Jahre Geisterspiegel.de – Eine phantastische Erfolgsgeschichte

19 Jahre Geisterspiegel.de – Eine phantastische Erfolgsgeschichte

Ein Jubiläum mit Strahlkraft: Heute feiern wir 19 Jahre Geisterspiegel.de – ein Meilenstein, der weit mehr ist als eine bloße Zahl. Hinter diesem Jubiläum steht die Geschichte eines Projekts, das sich mit beeindruckender Konstanz, Herzblut und Innovationskraft zu einer der zentralen Plattformen für phantastische Literatur im deutschsprachigen Raum entwickelt hat.

Seit seiner Gründung im Jahr 2006 verfolgt Geisterspiegel.de eine klare Mission: Der Phantastik Raum zu geben – als kulturelles Gut, als literarische Ausdrucksform, als geistige Entdeckungsreise.

Vision mit Weitblick: Der Beginn einer Reise

Was als engagiertes Herzensprojekt einer kleinen Gruppe passionierter Genre-Enthusiasten begann, entwickelte sich rasch zu einer vielseitigen Publikationsplattform. Schon früh stand fest: Geisterspiegel.de sollte nicht nur Inhalte transportieren, sondern zum aktiven Mitgestalten einladen. Es ging darum, Barrieren zwischen Leserinnen und Lesern, Autorinnen und Autoren sowie Künstlerinnen und Künstlern zu überwinden und ein offenes Forum zu schaffen – für klassische Erzählkunst ebenso wie für Weiterlesen

TSB John Sinclair – Ich stieß das Tor zur Hölle auf

Geisterjäger John Sinclair
Ich stieß das Tor zur Hölle auf

Nach dem Roman von Jason Dark
Tonstudio Braun, MC JS 200, 1987, 55:05 Minuten
Buch: Max Braun, Regie: Erwin Scherschel, Musik: Peter Seidel, Illustration: Vicenç Badalona Ballestar

Sprecher: Erzählerin: Marianne Mosa, John Sinclair, Erzähler: Helmut Winkelmann, Sir James Powell: Robert Seibert, Suko: Peter Niemeyer, Spuk: Peter Joseph Schmitz, Lady X: Christiane Pauli, Asmodina: Charlotte Acklin, Xorron: Christoph Piesk, Dr. Tod: Erwin Scherschel, Eagle: Manfred Kranich, Gangsterbraut: Hella Krämer, Todesengel: Jutta Popp, Tanith: Lorette Friedrich, Asmodis, Leibwächter: Anfried Krämer, Jamie: Christian Mey, Shao: Nina Danzeisen

Synopsis:
Der Kelch des Feuers barg ein magisches Geheimnis. Das wussten wir alle, doch zu welcher Todesgefahr es für John Sinclair Weiterlesen