WEEKLY GHOST STORY – Die Uhr
Das monotone Ticken der Uhr erfüllte ihn mit unbegründeter Wut.
Die Uhr
Von Arthur Styron
Mein ganzes Leben lang hatte ich eine tiefe und anhaltende Abneigung gegen Monotonie. Die unveränderliche und ermüdende Gleichförmigkeit des Lebens irritiert mich und erfüllt mich mit Depressionen. Ich fürchte und hasse alle Menschen, weil ich gezwungen bin, sie zu meiden, um dieser abscheulichen Mutter der Monotonie, der Gewohnheit, zu entgehen, die meine Nerven zerreißt und sie mir spöttisch ins Gesicht wirft. Jede Art von Regelmäßigkeit erfüllt mich mit Groll und ohnmächtiger Wut gegen den Lauf der Dinge. Das stetige Prasseln von Regentropfen treibt mich dazu, hysterisch und stammelnd mein Gesicht zwischen den Kissen oder unter einer Matratze zu vergraben – an jedem Ort, an dem das stetige Tropfen nicht zu hören ist. Das Geräusch von Trommelschlägen erfüllt mich mit einer solchen unkontrollierten Wut und Raserei, dass ich in meiner Verzweiflung laut schreie und Steine oder andere verfügbare Wurfgeschosse auf die Übeltäter werfe, die es wagen, mich zu provozieren. Ich kann, ich wage und ich will keine eintönige Gleichförmigkeit ertragen! Mein fantasievolles und aufgeregtes Temperament verlangt nach Abwechslung.
Felsenherz der Trapper – Teil 01.4
Felsenherz, der Trapper
Selbst Erlebtes aus den Indianergebieten erzählt von Kapitän William Käbler
Erstveröffentlichung im Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1922
Überarbeiteter Text
Band 1
Die Felsenfarm
Viertes Kapitel
Das Ende der Felsenfarm
Am Morgen nach dem beruhigenden Kundschafteritt des alten Birth, der die Gemüter der Ansiedler sehr beruhigt hatte, wollte Harry am anderen Ufer des Mazapil einen Hirsch schießen, dessen Standplatz er bereits genau kannte.
Helene begleitete ihn bis zur Furt nördlich der Farm. Sie machte keinen Hehl daraus, dass sie die Nähe der Mescalero und der Comanchen noch immer ängstigte.
Der Detektiv – Band 30 – Die Matsoa-Spinne – Kapitel 4
Walter Kabel
Der Detektiv
Band 30
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Die Matsoa-Spine
4. Kapitel
Die geladene Matsoa
Harsts letzte Bemerkung hatte mich stutzig gemacht, obwohl er sie keineswegs in besonderem Tonfall ausgesprochen hatte. Wer ihn und seine Art aber so gut kennt wie ich und Gelegenheit hatte, sein zumeist undurchdringliches Gesicht in all den kaum merklichen Veränderungen des Ausdrucks zu studieren, hätte sofort gemerkt, dass hinter dem Und wie sehr bin ich dazu gelangt! mehr steckte, als der Inhalt vermuten ließ. Auch die Spannung der Backenmuskulatur, die Harsts Gesicht noch schmaler machte, wäre einem nicht entgangen.
Die Abenteuer des Harry Dickson – Band 2 – Kapitel 1
Die Abenteuer des Harry Dickson
Band 2
Das verrufene Hotel in Kairo
Kapitel 1
An diesem Nachmittag war es in Kairo unerträglich stickig.
Im Salon von Mister Mark Felt, dem englischen Konsul, hatten sich einige Herren versammelt und genossen lässig in Sesseln sitzend eine köstliche Havanna.
Harry Dickson berichtete ausführlich von der wunderbaren Überfahrt über das Mittelmeer, die er gerade zusammen mit seinem Schüler Tom Wills unternommen hatte.
Von Messina bis Alexandria hatten sie herrliches Wetter und unterwegs charmante Reisende getroffen. Der sichtlich besorgte Gastgeber erkundigte sich bei Tom Wills, ob ihm die Zugfahrt von Alexandria nach Kairo gefallen habe.
Aus Armand’s Frontierleben – Band 1- Kapitel 5
Fredéric Armand Strubberg
Aus Armand’s Frontierleben
Band 1
Carl Rümpler, Hannover, 1868
Fünftes Kapitel
So widerstrebend es Armand auch war, kam nun wieder recht oft die Sprache auf die Notwendigkeit, bald einmal nach der nächsten Ansiedlung hinunterzureiten, um neue Vorräte heranzuschaffen, denn die mitgebrachten begannen sich dem Ende zu neigen. Fast täglich zeigte sich ein neuer Mangel, und wenn er auch nur einen wertlosen Gegenstand betraf, so war er doch recht unangenehm. Die alten Blecheimer waren abgenutzt, die große blecherne Kaffeekanne war nicht mehr dicht, die Zahl der irdenen Milchgefäße hatte sich sehr verkleinert, es war kein Docht mehr für die Öllampen vorrätig, Werkzeuge, Nägel, Lebensmittel wie Weizenmehl, Kaffee, Salz und Gewürze mangelten – kurz: Armand hatte bereits eine bogenlange Liste davon aufgeschrieben und immer fand sich noch mehr dazu.
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