Der Märkische Eulenspiegel 28
Der Märkische Eulenspiegel
Seltsame und kurzweilige Geschichten von Hans Clauert in Trebbin
Niedergeschrieben von Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Leipzig, 1847
Überarbeitete Ausgabe
Hans Clauert, Schlosser aus Trebbin
Wie Clauert an seiner Stelle den Kerkermeister gefangen nahm
Nach dem großen Brandschaden, den die Stadt Trebbin im Jahr 1565 erlitt, erlaubte ihr Landesfürst und Herr, der Kurfürst von Brandenburg, den Bürgern, auf den Zossen’schen Haiden einige Schock Stämme Bauholz abzuhauen, da auf den Trebbinischen Haiden nicht genug Holz zum Wiederaufbau der Stadt zu finden war. Nachdem jeder seine ihm zugewiesene Anzahl an Stämmen gefällt hatte, gab es viele, die aus Armut das Holz nicht nach Hause schaffen konnten, sodass vieles davon dort verfaulte. Darüber wurde Eustachius Weiterlesen
Deadwood Dick – Der schwarze Reiter der Black Hills – Kapitel 7
Deadwood Dick – Der Prinz der Straße
Oder: Der schwarze Reiter der Black Hills
Von Edward L. Wheeler
Kapitel 7
Ein Überfall
Laut rumpelnd kam die Postkutsche aus Cheyenne um Mitternacht auf der schwarzen Canyonstraße nach Deadwood. Sie war voll beladen mit Passagieren und hatte eine Verspätung von ganzen fünf Stunden, da eine Achse gebrochen war und unterwegs ersetzt werden musste. Sechs buckelnde, wiegende Pferde waren davor gespannt, die der erfahrene Kutscher mit der Geschicklichkeit eines Zirkusartisten lenkte. Das Knallen seiner langen Peitsche hallte in der Nacht wie Pistolenschüsse wider.
Die Straße führte durch eine wilde, gewundene Schlucht, gesäumt von hohen, gespenstischen Kiefern. Gelegentlich fiel ein Streifen schaudererregenden Mondlichts auf die holprige Straße, über die die Kutsche mit wilder Rücksichtslosigkeit raste.
Das Marktg’schlärf von Wolfratshausen … Teil 3
Das Marktg’schlärf von Wolfratshausen, der Raub- und Mordritter Judas von Teufelsnest und der fromme Pilger und heilige Märtyrer Konrad Nantovin
Eine höchst schauerliche Ritter-, Räuber-, Mörder- und Gespenstergeschichte aus dem 13. Jahrhundert
Altötting, ca. 1860
Unseren Lesern sollten diese scheußlichen Henkerwitze, wie sie in finsteren Zeiten in Folterkammern zu hören waren, bekannt werden. Eine derartige Herzlosigkeit in christlichen Ländern ist fast unglaublich, zumindest aber unbegreiflich.
Vor dem Eingang zur Folterkammer in Regensburg befindet sich eine Bank, auf der der Unglückliche vor der Tortur noch eine Viertelstunde sitzen durfte, um sich zu überlegen, ob er freiwillig bekennen wolle oder nicht. Die Marterwerkzeuge konnte er durch eine Öffnung in der Tür genau betrachten. Der Eingang führt dann vier Stufen abwärts. Im Vordergrund links befindet sich eine Bank, auf der der Wundarzt Platz nahm. Er musste die Dauer der Folter nach der Körperkraft des Delinquenten bestimmen und ihm bei Bedarf chirurgische Hilfe leisten.
Lord Lister, genannt Raffles, der Meisterdieb
Lord Lister, genannt Raffles, der Meisterdieb
Ein Einführung in die Serie
Wer heute mit archäologischem Eifer in den Archiven der Populärkultur gräbt, stößt unweigerlich auf jene dünnen, billig produzierten Hefte, die das literarische Rückgrat der Massenunterhaltung bildeten. Sie lagen stapelweise an Kiosken, in Papierhandlungen und Bahnhofsbuchhandlungen aus, wurden verschlungen, weitergereicht, versteckt – und nicht selten von Eltern, Lehrern und Sittenwächtern misstrauisch beäugt. Zu diesen frühen Klassikern der deutschsprachigen Unterhaltungsliteratur gehört eine Serie, die heute fast vergessen ist, zu ihrer Zeit jedoch eine enorme Wirkung entfaltete: Lord Lister, genannt Raffles.
Zwischen 1908 und 1910 erschienen insgesamt 110 Hefte der Serie, die schon nach wenigen Ausgaben in Lord Lister, genannt Raffles, der große Unbekannte umbenannt wurde. Ihr offizielles Erscheinungsende markiert jedoch keineswegs ihr tatsächliches Verschwinden aus dem kulturellen Alltag. Noch bis in die ersten Kriegsjahre hinein wurden die Hefte gelesen, gesammelt und Weiterlesen
Al Capone – Band 32
Al Capone
Band 32
Capone am Grab O’Banions
1. Kapitel
Ein vereitelter Mordanschlag
Wir wollen unseren Lesern nur kurz ins Gedächtnis zurückrufen, dass Friedrich Rothschild einen Brief erhalten hatte, der nur eine einzige Zeile enthielt, die ihm den Tod ankündigte und mit K. K. K. unterzeichnet war.
Diese Gefahr, von der Capone glaubte, dass sie nur den fabelhaft reichen Bankier bedrohte, richtete sich indessen auch gegen sein eigenes Leben.
»Was willst du nun machen, lieber Friedrich?«, fragte Al, den reichen Mann anblickend.
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