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Manitoba – Band 1 Kapitel 5

Kendall Kane
MANITOBA
Band 1
Ein Greenhorn namens Callaway

Kapitel 5

Callaways Kopf ruckte jäh nach links, dann nach rechts und dann wieder nach links. Aber da war nichts, weder Frenchy noch ihre Pferde noch Gewehre oder sonstige Ausrüstungsgegenstände. Nur dichtgedrängt stehende, zum Teil primitiv zusammengenagelte Häuser und grauweißer Rauch, der hier und da aus den Kaminen emporstieg und in der kalten Luft zerfaserte.

Callaways Haltung spannte sich jäh. Sein Pulsschlag beschleunigte sich, während er instinktiv die Verschlusslasche seiner Revolvertasche öffnete und die Rechte um den Walnussholzgriff des Deane & Adams Revolvers legte. Seine Blicke wanderten über die vor ihm liegende Hauptstraße von Haskett, die in Wirklichkeit nichts anderes war als eine von Menschen, Pferden und Weiterlesen

Die Virginier Erster Band – 9. Kapitel

William Makepeace Thackeray
Die Virginier
Erster Band
Wurzen, Verlags-Kontor, 1858
9. Kapitel

Gastfreundlichkeiten

Seine Exzellenz der Oberbefehlshaber setzte seinen Besuch bei Madame Esmond mit so viel Glanz und Staat in Szene, wie es der höchsten Persönlichkeit in Seiner Majestät sämt­lichen Kolonien, Plantagen und Besitzungen von Nord­amerika zukam. Seine Garde von Dragonern geleitete ihn aus Williamsburg unter den unaufhörlich gellenden Zurufen einer ergebenen, vorwiegend schwarzen Bevölkerung. Der General fuhr in seiner eigenen Kutsche. Hauptmann Tal­madge, Seiner Exzellenz Stallmeister, erwartete ihn an der Tür des wuchtigen, wappengezierten Vehikels und ritt während der ganzen Fahrt von Williamsburg bis zu Madame Esmonds Haus neben dem Wagen her. Major Danvers, Adjutant, teilte den Rücksitz mit dem kleinen Postdirektor aus Philadelphia, Mr. Franklin. Denn Weiterlesen

Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 3

Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875

Kapitel 3

Mr. Porter hatte eine sehr beschwerliche Reise nach Montgomery und wurde einige Tage auf dem Weg aufgehalten. Es herrschte tiefster Winter, und im Norden waren die Straßen durch Schnee blockiert, während es im Süden ständig regnete. Die Flüsse waren überflutet, rissen Brücken mit sich und spülten die Böschungen der Eisenbahnen weg, was das Reisen erheblich behinderte.

Bei seiner Ankunft in Montgomery traf er den Generaldirektor und übergab ihm sein Schreiben. Er erhielt von ihm die Einzelheiten des Raubüberfalls in Höhe von vierzigtausend Dollar und berichtete sie sofort an mich.

Der Generaldirektor wies ihn an, die Bewegungen von Maroney zu überwachen – beschatten, wie wir es nennen –, herauszufinden, wer Weiterlesen

Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 50

Zur Schlacht von Fehrbellin

Die Schlacht von Fehrbellin gehört der Geschichte an, und wie sie geschlagen sei, das erzählt man im Ländchen Fehrbellin ebenso wie überall, wo der märkischen Jugend die Geschichte ihrer Väter überliefert wird. Nur wird natür­lich die Erinnerung durch die ganze Umgebung wie durch das Denkmal, welches auf dem Schlachtfeld errichtet wor­den war, und durch manche Einzelheit noch mehr angefrischt. Noch weiß man, wenn er auch nun abgetragen, wo der Grusberg (Kiesberg) oder Kurfürstenberg lag, um den hauptsächlich der Kampf tobte, noch werden im Luch ge­legentlich Kugeln und andere Weiterlesen

Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 7 – 6. Kapitel

Aus den Geheimakten des Weltdetektivs
Band 7
Die Spürnase des Oberkellners
6. Kapitel

Ein rachsüchtiges Weib

Harry Taxon hatte einige Stunden bleiernen Schla­fes genossen, als er plötzlich erschrocken auffuhr. Das Telefon hatte, wie es ihm im Schlaf schien, in der ihm bekannten Meise geklingelt – er wusste, dass sein Meister mit ihm sprechen wollte.

»Hier Harry!«, rief er, noch mit etwas schlaftrunkener Stimme. »Sind Sie es, Meister?«

»Ist Mr. Sherlock Holmes zu Hause?«, fragte eine fremde Stimme zurück.

»Nein!«, brummte Harry ärgerlich, dass er für den erstbesten Fremden so aus den Federn gestürzt war.

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