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Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer Band 1 – Teil 19

Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer
Nach seinen Tagebüchern bearbeitet von Robert Kraft
Band 1
Kapitel 3, Teil 4

Allzeit voran! – das war das Losungswort schon des Knaben gewesen, den eine gütige Natur ver­schwenderisch mit allen Gaben gesegnet hatte, die sie nur einem Menschen verleihen kann, mit Kraft und Geist, mit Gesundheit und Schönheit. Aber sol­che Gaben können auch gefährlich werden.

Paul – dieser Vorname möge genügen – war der späte Sprössling eines hohen Geistlichen, nicht nur eines Pastors, und wenn der alte Vater stolz auf seinen so aufgeweckten Jungen war, so blickte der erfahrene Mann doch auch mit bangen Augen in die Zukunft des sich körperlich und geistig gar zu schnell entwickelnden Knaben, welcher, während seine gleichaltrigen Kameraden verächtlich von den Mädchen sprachen und deswegen nicht mit ihnen spielen wollten, schon ganz toll hinter diesen her war.

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Lisanne Surborg – Nachtlügen

Lisanne Surborg
Nachtlügen

Sie leben unter uns! Nachtalben – Geschöpfe, deren Lebenselixier die Träume der Normalsterblichen sind. Doch zwischen den spitzohrigen Gesellen aus den Sagen und Legenden und den wahren Nachtalben bestehen fundamentale Unterschiede. Keine Koboldkrallen, die Halt im Rücken unbescholtener Schlafender finden, um ihnen das Grausen zu lehren; ebenso wenig wie feinstoffliche Wesen, die durch Türritzen oder Schlüssellöcher an die Ziele ihrer – Verzeihung – Träume gelangen.

Eigentlich sehen Nachtalben aus wie du und ich. Oder wie die junge Isra, die abends im Varieté kellnert (plumpe Anmachsprüche und Konsorten inklusive), um danach in die Wohnungen und Häuser von ihr ausgesuchter Individuen zu schleichen. Dort entwendet sie ihnen die Träume und tauscht sie gegen Albträume aus, deren Herzstücke aus den schlimmsten Ängsten und übelsten Befürchtungen der Leidtragenden bestehen. Sind die Nachtalben der Gegenwart also doch intrigante Sadisten? Mitnichten. Was für den Fisch das Wasser, ist für den Alb der Traum. Er selbst ist nicht fähig, selbige aus eigener Kraft zu erzeugen, benötigt sie aber, um nicht dem Wahnsinn zu erliegen. Traummanipulation bezeichnet es die weit gefächerte Weiterlesen

Der hinkende Teufel – Kapitel 4 – 2. Teil

Alain-René Lesage
Der hinkende Teufel
Pforzheim 1840

Viertes Kapitel – 2. Teil
Die Liebesgeschichte des Grafen von Belflor und Leonore von Cespedes

Leonore hatte sie voll Ungeduld erwartet und fragte sogleich, was sie Neues bringe. »Die allerbeste Nachricht, die Ihr nur wünschen könnt«, antwortete die Alte: »Ich habe den Grafen gesprochen. Seine Absichten sind, wie ich ja gleich am Anfang sagte, untadelig. Er hat keinen anderen Zweck, als Euch zu heiraten; dies hat er mir bei allem, was heilig ist, geschworen. Natürlich habe ich ihm nicht blindlings geglaubt, sondern zu ihm gesagt: ›Wenn Ihr das im Sinne habt, warum geht Ihr nicht den geweihten Weg und wendet Euch an Don Luis?‹

›Ach, liebe Marzella‹, antwortete er, ohne, wie es schien, über meine Frage verlegen zu werden, ›könntet Ihr es wohl gutheißen, Weiterlesen

Die Hexen von Lancashire Band 1 – Erstes Buch – Kapitel 1

Die Hexen von Lancashire
Erster Band
Ein Roman aus dem Pendle-Wald von William Harrison Ainsworth
Leipzig, 1849

Erstes Buch
Alizon Device
Erstes Kapitel
Die Maikönigin

An einem ersten Maitage in der ersten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts und noch dazu an einem höchst lieblichen Maitage, der bewunderungswürdig geeignet war, den freundlichsten Monat des Jahres einzuführen und ausdrücklich für diese Gelegenheit geschaffen zu sein schien, ward ein Volksfest in Whalley gehalten, welches alle umwohnenden Landleute besuchten, so wie auch viele von den Edelleuten und Gutsbesitzern, denn in der guten alten Zeit, als England noch das lustige England war, hatte ein Weiterlesen

Die Geheimnisse Londons – Band 1- Kapitel 15

George W.M. Reynolds
Die Geheimnisse Londons
Band 1

Kapitel 15
Das Polizeigericht

Der Morgen war regnerisch, kalt und trübe.

Markham erwachte nicht erfrischt von seinem Schlaf, der vom Geist des jungen Offiziers heimgesucht worden war, welcher im Hell Selbstmord begangen hatte. Er schauderte und fühlte sich nervös, als stünde er unter dem Eindruck einer drohenden Gefahr, deren Art er nicht ganz definieren konnte. Durch die Vermittlung von Crisp erhielt er die Möglichkeit, sich zu waschen und seine Toilette zu ordnen, bevor er vor dem Polizeigericht erscheinen musste; dieselbe Intervention verschaffte ihm ein gutes Frühstück. Da er jedoch keinen Bissen essen konnte, verzehrte Mister Crisp es sehr freundlich und rücksichtsvoll ganz für ihn.

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