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Westward! Ho! – Erinnerungen eines Trappers – Kapitel 38

Am dreiundzwanzigsten erklommen wir eine Hügelkuppe, die sich am unteren Ende des Tales in den Fluss erstreckte. Dann überquerten wir eine unregelmäßige Ebene in nordwestlicher Richtung und erreichten einen kleinen Bach, dem wir neun Meilen in die Berge folgten, bevor wir unser Lager aufschlugen. Unser Weg war an vielen Stellen fast unpassierbar, da wir uns durch dichtes Espengestrüpp kämpfen mussten, das unsere Kleidung stark beschädigte und unsere Augen in große Gefahr brachte, von den zahlreichen Zweigen getroffen zu werden. Diese Zweige, die durch die Last der Packpferde in eine gespannte Position gebracht worden waren, schnellten immer wieder zurück und versuchten uns offenbar auf äußerst schmerzhafte Weise die Elastizität dieses Holzes zu lehren. Wenig dankbar für diese unfreiwillige Lektion, waren wir sehr froh, als die Arbeit beendet war und wir uns zurückziehen und ausruhen konnten, in der festen Überzeugung, dass, obwohl in vielen Fällen die Schonung der Rute das Kind verderben mag, ihre zu häufige Anwendung in einer solchen Situation unsere Gefühle verletzen würde, ohne einen nützlichen Zweck zu erfüllen.

Am Morgen des vierundzwanzigsten Tages schien die Sonne klar und freundlich, und wir machten uns wieder auf den Weg. Wir stiegen einen Flussarm hinauf und überquerten die Berge, bis wir die Quelle eines Baches erreichten, der in Pierre’s Holes mündet; diesem folgten wir vier Meilen hinunter in die Ebene, verließen ihn dann und überquerten das Gelände, um den Fluss zu erreichen, der den Übergang nach Jackson’s Hole markiert, etwa zwei Meilen entfernt. Sehr erschöpft hielten wir etwa eine Meile oberhalb des Weiterlesen

Slatermans Westernkurier Ausgabe 01-2025

Howdy, Stranger,

heute beschäftigen wir uns mit einer Bande, die seinerzeit in New Mexico ihr Unwesen trieb.

Der Name Vicente Silva ist vielleicht einer der am meisten verachteten in der Geschichte von Las Vegas. Mild ausgedrückt wird er oft mit einer Männergruppe in Verbindung gebracht, die als Las Gorras Blancas (Weiße Kappen) bekannt ist, eine Basis-Selbstverteidigungsorganisation, die von vielen nicht-hispanischen Historikern oft als Terroristen bezeichnet wird. Weniger wohlwollend führte er später seine eigene berüchtigte Gruppe von Banditen an, die entweder verdächtigt oder verurteilt wurden, zwischen 1891 und 1893 zahlreiche Raubüberfälle und Morde begangen zu haben.

Unter den zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten in der Nähe von Las Vegas zählen die ehemaligen Ranches von Vicente Silva zu den interessantesten. Diese dienten als Versteck für seine Bande sowie als Aufbewahrungsorte für gestohlene Rinder, Pferde und Schafe. Eine dieser Ranches, das Ojo del Monte Largo, Weiterlesen

Neues aus dem Verlag Saphir im Stahl

Neues aus dem Verlag Saphir im Stahl

Die Detektivgeschichte, eine literarische Gattung, die ihren Ursprung im 19. Jahrhundert hat, fasziniert seit jeher durch ihre komplexen und durchdachten Handlungsstränge, die um die Aufklärung mysteriöser Taten kreisen. Im Mittelpunkt dieser Geschichten steht traditionell ein Detektiv, der mit scharfsinnigem Verstand und unermüdlichem Ermittlungsgeist selbst die rätselhaftesten Verbrechen aufklärt. Als maßgeblicher Erfinder dieses Genres gilt Edgar Allan Poe, dessen Einfluss die Entwicklung der Detektivliteratur weitreichend und nachhaltig prägte.

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Die wunderbare und merkwürdige Geschichte vom Zauberer Virgilius … Teil 9

Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Die wunderbare und merkwürdige Geschichte vom Zauberer Virgilius,
seinem Leben, seinen Taten und seinem Ende
Volksbücher Nr.46, Verlag Otto Wigand, Leipzig

Wie Virgilius eine immer brennende Lampe machte

Zum Besten des gemeinen Wesens baute Virgilius auf einem großen und mächtigen Pfeiler von Marmor eine Brücke, die bis an den Palast reichte. Dieser Palast und der Pfeiler standen mitten in Rom und auf diesen Pfeiler setzte er eine Lampe von Glas, die immer brannte, ohne auszugehen. Niemand war, der sie auszulöschen vermochte. Diese Lampe erleuchtete ganz Rom, von einem Ende zum anderen dermaßen, dass es auch in dem kleinsten Winkelgässchen so hell war, als ob dort zwei schöne Fackeln brannten. Auf den Giebel des Palastes aber stellte er eine Figur von Metall, die wie ein Bogenschütze aussah. Diese Figur hielt einen gespannten Bogen mit einem Pfeil darauf, beständig so auf die Lampe gerichtet, als wolle sie dieselbe durch einen Schuss aus­löschen. Allein die Lampe brannte beständig und versah ganz Rom zur Nachtzeit mit dem nötigen Licht.
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Auf den Spuren der Wegbereiter 04

George Bird Grinnell
Auf den Suren der Wegbereiter
Originaltitel: Trails of the Pathfinders. New York. Charles Scribner’s Sons. 1911

Kapitel 5

Alexander Mackenzie Teil 1

Unter den frühen Entdeckern des Nordens ist keiner so bekannt wie Alexander Mackenzie, der erste Mann, der aus dem Landesinneren bis zum Eismeer vordrang und der erste, der im hohen Norden den Kontinent durchquerte. Unter den Führern des Nordwestens ist er als Entdecker herausragend und unter den frühen Nordmännern wird sein Name am häufigsten erwähnt. Seine Reisen, die zum Arktischen Ozean im Jahr 1789 und die Überquerung des Kontinents in den Jahren 1792 und 1793, werden in einem prachtvollen Band beschrieben, der 1801 in London unter dem Titel Voyages from Montreal, on the River St. Laurence, Through the Continent of North America, to the Frozen and Pacific Oceans; in the Years 1789 and 1793 veröffentlicht wurde. Die Veröffentlichung wurde kurz darauf Weiterlesen