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Snow White: A Tale of Terror

Snow White: A Tale of Terror

Das Märchen der Brüder Grimm über das schöne, unschuldige Schneewittchen hat mit seinen düsteren und komplexen Themen sowie seinen archetypischen Bildern über Jahrhunderte hinweg die Leser fasziniert. Doch oft wurde es im Film nicht adäquat behandelt. Snow White: A Tale of Terror versucht, dies mit herausragenden Darstellern, beeindruckenden gotischen Kulissen und Kostümen sowie einem sorgfältig ausgearbeiteten Drehbuch, das die Nuancen der Originalgeschichte betont, zu ändern. Sieben Jahre nach dem tragischen Unfall, bei dem seine Frau im Kindbett stirbt, heiratet Frederick Hoffman, der sich allein um seine Tochter Lilli kümmert, die Dame Claudia. Claudia bringt bei ihrem Einzug auf das Anwesen einen unheimlichen, kunstvoll geschnitzten Spiegel mit. Begleitet wird sie von ihrem stummen Bruder. Bald verstricken sich die eifersüchtige Stiefmutter und die misstrauische Tochter in einen endlosen Kreislauf aus Eifersucht und verletzten Gefühlen. Indem der Film die tiefenpsychologischen Implikationen dieser komplexen Familiensituation auslotet und die zahlreichen symbolischen Elemente der Geschichte (wie den vergifteten Apfel und die ausgestoßenen, zurückgezogen lebenden Holzfäller) nutzt, wird er sowohl visuell beeindruckend als auch emotional subtil. Diese Version von Schneewittchen richtet sich nicht an Kinder, sondern an Erwachsene, die mehr als nur einen gelungenen Grusel zu schätzen wissen.

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Vergessene Helden 18

Der Vater von Top Gun

Top Gun, wer kennt den bis heute finanziell erfolgreichsten Militär-Film des 20. Jahrhunderts nicht? Jerry Bruckheimers Fliegerschmonzette zählt dank triefender Klischees und kerosinsprühender Actionatmosphäre zu den Kultfilmen des Kinos der 80er Jahre.

Hatten früher Schwarzenegger oder Rambo Stallone das Actiongenre beherrscht, waren es jetzt Tom Cruise und Val Kilmer. Muskelmänner fürs Grobe waren out, stattdessen waren jetzt Helden gefragt, die nicht nur am Strand die Blicke der Frauen auf sich zogen. Diese beiden Protagonisten, gepaart mit einer Portion Technik und Kameradschaft im Kampffliegermilieu für die männlichen Kinobesucher und einer Lovestory für die Damenwelt, und schon war ein neues Actiongenre geboren, das die Kinokassen klingeln ließ.

Hollywood rühmte sich, sozusagen das Rad neu erfunden zu haben, was bei einem Budget von 15 Millionen Dollar und einem weltweiten Einspielergebnis von knapp 400 Millionen nicht verwunderte.

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Band 1 – Buffalo Bill, der Grenzlandkönig – Kapitel 2

Die Geschichten von Buffalo Bill
Originelle Geschichten von Buffalo Bills Abenteuern
Nummer 1
Buffalo Bill, der Grenzlandkönig
Eine Geschichte von Daring Deeds

Kapitel 2

Der Freiwillige

Die wilden Jubelrufe, die den mutigen Läufer des Spießrutenlaufs begrüßten, verwandelten sich in fast wahnsinnige Schreie. Die hohen Stimmen der Kinder, die hellen Töne der Frauen und der tiefe Bass der Männer verschmolzen zu einem großen, anschwellenden, inspirierenden Chor. Der Grenzlandkönig, wie er genannt wurde, hörte den Klang. Er verstand, dass er ihm galt, und er schwenkte seinen breiten Sombrero, während er in demselben rasenden Tempo weiterritt. Buffalo Bill, der Grenzlandkönig, Weiterlesen

Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 51

Die stillen Frösche zu Schwante

In dem Dorf Schwante unweit Kremmen befindet sich ein Rittersitz der Familie von Redern. Da findet man die Merkwürdigkeit, dass, so viele Frösche sich auch dort in der Umgegend überall finden, doch in der Nähe jenes Ritter­sitzes und eine ziemliche Strecke rund um denselben kein Frosch seine Stimme hören lässt. Fängt auch einer zu­weilen an, etwas laut zu werden, so bekommt er von anderen keine Beistimmung, und er hört schnell wieder auf, als ob es ihm plötzlich einfiele, dass er etwas Verbotenes tue, oder als ob ihm über sein Schreien ein Vorwurf gemacht werde.
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Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 8 – 2. Kapitel

Aus den Geheimakten des Weltdetektivs
Band 8

Die Geliebte des Staatsanwalts

2. Kapitel

Zauber der Schönheit

Lady Likeness, eine Nichte des ermordeten Lords Dempson, gab eine große Festlichkeit in ihrer Villa. Unter den Gästen befanden sich Sherlock Holmes und ein jun­ger Staatsanwalt mit Namen Charles Whitely, die ab­seits von dem Treiben beieinander in angeregtem Ge­spräch standen.

»Wie strahlend schön die Lady wieder ist!«, bemerkte der Staatsanwalt, während sein Blick bewundernd der jungen Gastgeberin folgte.

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