Mörder und Gespenster – Band 1 – 7. Teil
August Lewald
Mörder und Gespenster
Band 1
Der Werwolf
Kapitel 7
Wenn die Familie des Werwolfs durch frühere Frevel, Verbrechen, Zauberkünste oder Täuschungen ihrer Vorfahren in das namenloseste Elend gestürzt worden war und der zuletzt übrig gebliebene Spross, dieser Unglückliche, ein unverschuldetes hartes Los zu tragen hatte, aus dem er sich, vom Zufall begünstigt, durch gewaltsame Handlungen zu befreien strebte. So war es hingegen der Metzger im Dorf, der von unbescholtenen Eltern stammte, einen guten Leumund genoss und Taten verübt hatte, die ihn dem Amt der Gerechtigkeit überantwortet hätten, wären sie ans Licht gekommen. Es war Es war nicht nur das Blut des Schlachtviehs, das er vergossen hatte. In seiner Jugend hatte er sich in böse Händel verstrickt und ein zügelloses Leben bei den Weiterlesen
Das Geisterschiff – Kapitel 22
John C. Hutcheson
Das Geisterschiff
Kapitel 22
Treibend
»Aye, Oberst«, rief der Kapitän als Antwort auf die Worte des französischen Kapitäns aus, »um ihn zu rächen, das haben wir uns alle hier geschworen. Das weiß ich, denn ich kann für sie sprechen, als ob ich für mich selbst spräche. Ja, und das werden wir auch. Wir rächen ihn – den armen Kerl, den sie abgeschlachtet haben. Das werden wir, bei Gott!«
»Begorrah!«, rief Garry O’Neil aus. »Du kannst auf mich zählen, was diese Sache angeht, wie ich schon sagte, und es ist mir egal, wie bald wir damit anfangen, Kapitän!«
»Und ich auch«, warf der alte Mr. Stokes ein, der wieder sehr begeistert war. »Die ganze Bande muss bestraft werden, Sir, wenn wir sie erwischen!«
Varney, der Vampir – Kapitel 52
Thomas Preskett Prest
Varney, der Vampir
oder: Das Blutfest
Ursprünglich als penny dreadful von 1845 bis 1847 veröffentlicht, als es zum ersten Mal in Buchform erschien, ist Varney, der Vampir ein Vorläufer von Vampirgeschichten wie Dracula, die es stark beeinflusst hat.
Kapitel 52
Das Gespräch zwischen dem Mob und Sir Francis Varney. Das mysteriöse Verschwinden. Die Weinkeller
Der Ruf, der die Parteien, die in einen schrecklichen Kampf verwickelt waren, so in Unordnung brachte, kam von einer Gruppe oben.
»Hurra! Hurra!«, schrien sie mehrmals in einem wilden Ausbruch der Freude. »Hurra! Hurra! Hurra!«
Dracula (1958)

Auf der Suche nach seinem vermissten Freund Jonathan Harker wird der Vampirjäger Dr. Van Helsing zum Schloss von Graf Dracula geführt. Dort findet er einen untoten Harker in Draculas Gruft und erfährt, dass der Graf es nun auf Harkers kränkelnde Verlobte Lucy Holmwood abgesehen hat. Mit der Hilfe von Lucys Bruder Arthur kämpft Van Helsing darum, Lucy zu beschützen und dem parasitären Schrecken von Graf Dracula ein Ende zu setzen.
Nachdem sich der Kutscher geweigert hat, sich dem Schloss Dracula zu nähern, legt der angesehene Gelehrte Jonathan Harker die letzten Kilometer seines Weges im Jahr 1885 zu Fuß zurück – ein Vorhaben, das unweigerlich ins Verderben führt (dies wird durch das Lesen seiner Tagebucheinträge erzählt). Beim Betreten der düsteren, gotischen Residenz, die überraschend gut beleuchtet ist, wird er in einem prunkvollen Saal mit einer anständigen Mahlzeit empfangen. Doch sein Gastgeber bleibt unsichtbar. Stattdessen wird er von einer geisterhaften Frau überrascht, die ihm unheilvolle Bitten und Warnungen zuflüstert: »Er hält mich gefangen! Bitte hilf mir zu entkommen!«
Die Legende von Gogmagog’s Leap
Die Legende von Gogmagog’s Leap
Zwischen Mythos, Geschichte und Landschaft
Plymouth Hoe, eine weitläufige Grünfläche mit Blick auf den Ärmelkanal, ist nicht nur aufgrund seiner strategischen Lage und Nähe zur Festung von Plymouth von Bedeutung. Der Ort birgt auch eine jahrhundertealte Legende, die tief in der englischen Mythologie verwurzelt ist: die Geschichte von Gogmagog, dem Anführer einer urzeitlichen Riesenrasse.
Noch im 17. Jahrhundert berichteten Zeitgenossen, dass bei Ausgrabungen für die Zitadelle riesige Kieferknochen und Zähne gefunden wurden – Relikte, die man damals dem sagenhaften Riesen zuschrieb. So wurde ein Mythos, der vermutlich auf vorchristliche Erzählungen zurückgeht, durch diese Funde erneut belebt.
Die Legende beginnt mit der Landung von Brutus von Troja und seinem Gefährten Corineus an der Küste von Plymouth. Der Sage nach gehörten beide zu einem Volk trojanischer Flüchtlinge, das nach dem Untergang Trojas in der Fremde ein neues Heimatland suchte.

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