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Mörder und Gespenster – Band 1 – 12. Teil

August Lewald
Mörder und Gespenster
Band 1

Der Erbe des Teufels

Kapitel 2

So waren seine Tage vergangen und er war alt und schwach geworden, denn bei seiner Lebensweise sind achtundsechzig Jahre ein sogenanntes schönes Alter für jeden, nur nicht… Weiterlesen

Keltische Rituale und ihre dunklen Seiten

In den Nebeln der alten Wälder, wo der Atem der Erde sich mit dem Hauch der Götter vermischte, wanderten die Kelten. Sie kannten das Geheimnis von Blut und Flamme, von Wasser und Stein. Sie wussten: Leben war Gabe. Leben war Opfer.

Wenn sich der Weidenmann erhob, ragte er wie ein stummes Götterbild in den Himmel: geflochten aus Ästen und durchdrungen vom Geist des Waldes. In seinem hölzernen Leib barg er Menschen und Tiere. Wenn die Flamme ihn verzehrte, stiegen nicht nur Schreie, sondern auch Seelen auf – Rauchfahnen, die den Weg zu den Himmlischen wiesen. Das Feuer war kein Mord, sondern eine Brücke – eine Brücke aus Glut, die die Lebenden in den Schoß der Götter trug.

Doch auch das Messer sang. Es schnitt nicht wild, sondern bedacht, Glied für Glied, Tropfen um Tropfen. Schmerz war ein Lied, das die Welt erhob, und Qual eine Münze, die an die Mächte entrichtet wurde. Manche starben nicht schnell, denn je länger das Fleisch litt, desto tiefer drang der Opfergesang in das Reich der Anderswelt.

Der Kopf aber war das Heiligtum. Dort wohnte die Seele, dort ruhte das Geheimnis der Lebenskraft. Wer den Kopf nahm, nahm mehr als ein Leben. Er nahm das Licht des Menschen, seine Macht und seinen Atem. Schädel hingen an Pferden, glänzten in Weiterlesen

Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer Band 1 – Teil 11

Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer
Nach seinen Tagebüchern bearbeitet von Robert Kraft
Band 1
Kapitel 2, Teil 6

Auch Journalisten waren zugegen, die mit Volldampf arbeiteten. Bereits um acht Uhr morgens erschienen die Zeitungen und berichteten brühwarm über alles. Wir wollen uns gar nicht erst darüber auslassen, wie der Fall vom Publikum aufgefasst wurde. Die Erregung war enorm.

Denn jetzt erinnerte man sich an alles, was damals über das Katana und die japanischen Götter so ausführlich berichtet worden war, daran, wie Keigo Kiyotaki gedroht hatte, und so weiter.

Plötzlich erscholl der Ruf durch die Straßen: »Der Mörder ist bereits gefasst! Keigo Kiyotaki hat heute Nacht Loftus Deacon ermordet! Alles ist erklärt!«
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TSB John Sinclair – Bring mir den Kopf von Asmodina

Geisterjäger John Sinclair
Bring mir den Kopf von Asmodina

Nach dem Roman von Jason Dark
Tonstudio Braun, MC JS 202, 1987, 57:39 Minuten
Buch: Max Braun, Regie: Erwin Scherschel, Musik: Peter Seidel, Illustration: Vicenç Badalona Ballestar

Sprecher: Erzählerin: Marianne Mosa, John Sinclair, Erzähler: Helmut Winkelmann, Sir James Powell: Robert Seibert, Suko: Peter Niemeyer, Shao: Nina Danzeisen, Spuk: Peter Joseph Schmitz, Lady X: Christiane Pauli, Asmodina: Charlotte Acklin, Dr. Tod: Erwin Scherschel, Xorron: Christoph Piesk, Gangsterbraut: Hella Krämer, Todesengel: Jutta Popp, Tanith: Lorette Friedrich, Kara: Roswitha Benda, Nostradamus: Gisbert Rüschkamp, Asmodis: Anfried Krämer

Synopsis:
Zwölf Todesengel standen vor mir, ihre Pfeile auf mich gerichtet … Wenn nicht ein Wunder geschah war mein Lebensweg hier zu Weiterlesen

Die Geheimnisse Londons – Band 1- Kapitel 4

George W.M. Reynolds
Die Geheimnisse Londons
Band 1

Kapitel 4
Die zwei Bäume

Es war zwischen acht und neun Uhr an einem herrlichen Abend, etwa eine Woche nach den Ereignissen der vorherigen Kapitel, als zwei junge Männer das stattliche, aber etwas abgelegene Haus von Mr. Markham im Norden von London verließen und langsam den angrenzenden Hügel hinaufgingen. Zwischen ihren Lebensjahren lagen vier Jahre; der ältere war über neunzehn und der jüngere etwa fünfzehn. Doch war leicht zu erkennen, dass sie Brüder waren, so ähnlich sahen sie einander. Sie gingen mit geringem Abstand zueinander und wechselten kein Wort, während sie den etwas steilen Weg hinaufgingen, der sie zu der Anhöhe führte, von der sie gekommen waren. Der Ältere ging voraus und ballte von Zeit zu Zeit die Fäuste, runzelte die Stirn und gab andere stumme, aber ausdrucksstarke Zeichen seines brodelnden Zorns. Sein Bruder folgte ihm mit gesenktem Blick und einem Weiterlesen