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Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer Band 1 – Teil 12

Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer
Nach seinen Tagebüchern bearbeitet von Robert Kraft
Band 1
Kapitel 2, Teil 7

Wir versetzen uns in das bescheidene Empfangszimmer der Villa von Sir Edward Clane – für einen Mann mit solchen Einkünften war es zumindest bescheiden eingerichtet. Denn wenn er es sich leisten konnte, dann ließ sich dieser Rechtsanwalt sehr gut für seine Verteidigung bezahlen – aber nicht für sich selbst. Er übergab alles einer Arbeitsanstalt für entlassene Sträflinge. Er selbst war völlig anspruchslos. In seinem Beruf hatte er nicht einmal Zeit zum Heiraten. Eine alte Köchin und ein Diener genügten ihm. Und die große Villa benötigte er nur wegen seiner reichen Büchersammlung.

»Fred M. Beken, Philadelphia«, stand auf der Visitenkarte, die der Gentleman abgegeben hatte. Er wartete in einer Vormittagsstunde in diesem Empfangszimmer auf die Rückkehr des Dieners oder den Eintritt des Hausherrn.

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Kristen Perrin – Das Mörderarchiv – Der Tod, der am Dienstag kommt

Kristen Perrin – Das Mörderarchiv/ Der Tod, der am Dienstag kommt

Kriminalschriftstellerin Annie hat bereits den Mord an Ihrer Tante Frances aufgeklärt, bevor diese Geschichte beginnt. Den Mord hatte eine Wahrsagerin namens Peony Lane der Ermordeten prophezeit, die an diese Wahrsagung auch glaubte.

Frances versuchte, dem Mord zu entgehen, was ihr aber nicht gelang. Sie legte in einem Seitenraum der Bibliothek des Herrenhauses Gravesdown Hall ein Mörderarchiv an, das heißt, sie sammelte dort in altmodischen Aktenschränken alles, was sie über die Menschen von Castle Knoll, dem Ort, in dem sie lebte, wusste.

Es handelte sich um brisante Informationen über die Bewohner des Ortes, die hilfreich bei den Ermittlungen sein konnten, wenn sie tatsächlich ermordet würde. Die Akten waren alphabetisch nach Vergehen geordnet, von B wie Betrug oder Brandstiftung über E wie Ehebruch bis hin zu K wie Körperverletzung und so weiter.

Im Falle ihres Todes aber versprach sie den Besitz der Gravesdowns, der ihr gehörte, dem- oder derjenigen, der den Mord an ihr aufklären würde, was Annie gelang.

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Nick Carter – Band 18 – Ein Dynamitattentat – Kapitel 4

Nick Carter
Amerikas größter Detektiv
Ein Dynamitattentat
Ein Detektivroman
Kapitel 4
Ein wichtiger Fund

Ohne zu zögern, begab sich der Detektiv, der sich einen Weg durch die gaffende Menge bahnte, zum Tatort. Auf sein Klingeln hin öffnete ihm ein Policeman, der ihn sofort einließ, als Nick seinen Namen nannte.

»Alles unverändert am gleichen Ort geblieben«, meldete der Polizist, als sie im Gang standen.

»Recht so. Ist Kenneth Glenn wieder von seinem Ausgang zurück?«

»Jawohl. Er befindet sich mit einem Freund im Parlor.«

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Ghost Stories – Die Geschichte der alten Kinderfrau

Elizabeth Cleghorn Gaskell
Die Geschichte der alten Kinderfrau
Originaltitel: The Old Nurse’s Story. 1852

Ihr wisst, meine Lieben, dass eure Mutter eine Waise und ein Einzelkind war. Ich wage zu behaupten, dass ihr auch gehört habt, dass euer Großvater Pfarrer in Westmoreland war, wo ich herkomme. Ich war noch ein Mädchen in der Dorfschule, als eines Tages eure Großmutter hereinkam und die Lehrerin fragte, ob es unter den Schülerinnen eine gäbe, die als Kinderfrau geeignet wäre. Ich war sehr stolz, als die Lehrerin mich aufrief und sagte, ich sei ein gutes Mädchen, das gut nähen könne, zuverlässig und ehrlich sei und dessen Eltern sehr angesehen seien, auch wenn sie arm waren. Ich dachte, es gäbe nichts Besseres, als der hübschen jungen Dame zu dienen, die genauso rot wurde wie ich, als sie von dem kommenden Baby sprach und davon, was ich damit zu tun haben würde. Ich sehe jedoch, dass ihr euch nicht so sehr für diesen Teil meiner Geschichte interessiert, sondern vielmehr für das, was eurer Meinung nach noch kommen wird. Also werde ich es euch gleich erzählen. Ich war verlobt und lebte im Pfarrhaus, bevor Miss Rosamond geboren wurde, die jetzt Ihre Mutter ist. Natürlich hatte ich wenig mit ihr zu tun, als sie kam, denn sie war nie aus den Armen ihrer Mutter weg und schlief die ganze Nacht neben ihr. Manchmal war ich sehr stolz, wenn die Weiterlesen

Aus dem Reiche der Phantasie – Heft 3 – Der rote Messias – 8. Teil

Robert Kraft
Aus dem Reiche der Phantasie
Heft 3
Der rote Messias
Verlag H. G. Münchmeyer, Dresden, 1901

Kapitel 8

»Kreuzige ihn!«

Wie ein wildes Tier, das gejagt wurde, irrte Todespfeil durch die verkohlten Wälder des Territoriums. Er konnte sich nur mühsam von den wenigen Tieren ernähren, die das Kampfgetöse nicht aus dieser Gegend vertrieben hatte.

Es war nicht Feigheit, die ihn vor seinen Verfolgern fliehen ließ. Er wollte seine Waffen, die er bisher zurückgehalten hatte, nicht mit dem Blut seiner roten Brüder besudeln und auch nicht als Opfer ihres ungerechten Zorns enden.

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