WEEKLY GHOST STORY – Die Geschichte von Clifford House
Die Geschichte von Clifford House
Ich werde Ihnen nun, wie versprochen, diese Geschichte erzählen. Doch ich kann Ihnen kaum vermitteln, wie ungern ich meine Gedanken in die Zeit zurückwandern lasse, die ich in diesem Haus verbracht habe – meinem ersten Wohnsitz in der Stadt nach meiner Heirat.
Ich hatte mir so sehr gewünscht, im Frühjahr in die Stadt zu ziehen – vermutlich, weil ich meiner schönen, ländlichen Heimat überdrüssig geworden war. Ich war überdrüssig der weiten Rasenflächen und der stillen, spiegelglatten Teiche und Bäche, die von üppig blühenden Rhododendren gesäumt waren. Ich war überdrüssig der stillen, moosbewachsenen Alleen, die im flackernden Licht, das durch die hellgrünen Buchenblätter fiel, wunderschön aussahen. Ich war überdrüssig der Rosengärten mit grasbewachsenen Wegen, die übersät waren mit schalenartigen Blütenblättern in den Farben Weiß, Purpur, Rosa und Creme. Ich war überdrüssig der altmodischen Zimmer mit schmalen Sprossenfenstern, die von scharlachroter Japonica und duftendem, sternförmigem Jasmin umrankt waren.
Sagen der mittleren Werra 102
Der Alb, der im Werragrund und dessen nächster Umgebung allgemein genannt wird, ist fast immer ein unheimliches Weibsbild, welches die Gabe besitzt, sich nachts zu denjenigen einzuschleichen, die es drücken und beängstigen will. Zu diesem Zweck benutzt es im Notfall sogar das Schlüsselloch. Sie nimmt die Gestalt einer Katze, eines Marders oder eines anderen haarigen Spuks an, springt auf das Bett, legt sich dem Schlafenden auf Brust oder Hals und drückt ihn so, dass er die Unholdin weder abzuwerfen noch um Hilfe zu schreien imstande ist. Hat sie sich genug an der Angst und dem Gewimmer des Geplagten ergötzt, verschwindet sie wieder auf demselben Weg.
In Möhra stehen besonders diejenigen Frauen in Verdacht, ein Alb zu sein, denen die Augenbrauen über der Nase zusammengewachsen sind.
Ein derart gezeichnetes Mädchen aus Möhra kam eines Abends mit einer Freundin aus der Spinnstube. An der Schmiede angekommen, stellte sie ihr Spinnrad vor das Haus, sagte zu ihrer Freundin: »Warte hier ein wenig und sieh nach meinem Rad, ich Weiterlesen
Eine Reise ins Jahr 2000 – Kapitel 15
William Wallace Cook
Eine Reise ins Jahr 2000
Kapitel 15
Eine königliche Schlacht
Es gibt großartige Momente im Leben, wenn zwei mächtige Denker wie Lumley und Tibilus aufeinandertreffen, miteinander sprechen und Geschichte schreiben. Ein solcher Moment stand bevor, als der Gong erklang und die Karte überreicht wurde.
Lumleys Begeisterung war wie weggeblasen. Er klammerte sich an die Rückenlehne des Stuhls, von dem er aufgestanden war, und sah sich wild um, auf der Suche nach einem Fluchtweg.
»Stell dich der Musik, Lumley«, war die lächelnde Aufforderung Tibilus». »Ich kenne viele Leute, die gerne mit dir den Platz tauschen würden.«
Old Wide West History – Wegbereiter
Mit dem Vertrag vom 30. April 1803 gelang Präsident Thomas Jefferson ein historischer Coup: Für 15 Millionen Dollar kaufte er von Kaiser Napoleon ein riesiges Gebiet von mehr als 800 000 Quadratkilometern. Durch diesen Louisiana-Kauf verdoppelte sich das Staatsgebiet der Vereinigten Staaten nahezu über Nacht. Jeffersons ursprüngliches Ziel war lediglich gewesen, den wichtigen Hafen von New Orleans zu sichern. Doch angesichts der ungeheuren Ausdehnung des neu erworbenen Landes erkannte er schnell, dass Wissen über das unbekannte Hinterland von größter strategischer Bedeutung war. Er überzeugte den Kongress, eine Forschungsreise zu finanzieren, die klären sollte, was sich jenseits der westlichen Grenze befand und ob ein durchgehender Weg bis zum Pazifik existierte.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts endete die gesicherte geografische Kenntnis Nordamerikas für Europäer an den Mandan-Dörfern im heutigen Dakota-Gebiet. Der Missouri River war nur bis dorthin erforscht, alles Weitere lag im Bereich von Spekulationen. Niemand wusste, wie weit der Pazifik entfernt war oder welche Landschaften dazwischen lagen. Gerüchte machten die Runde: von Gebirgen aus purem Salz, von einem Kalifornien, das angeblich eine Insel sei, und von rätselhaften Völkern tief im Landesinneren. Berichtet wurde von Amazonenstämmen, die Männer verachteten, von Indianern, die Walisisch sprachen, sowie von winzigen, teufelsgleichen Wesen. Manche Amerikaner hielten die indigenen Völker sogar für Nachfahren der verlorenen Stämme Israels.
Lord Lister, genannt Raffles, der Meisterdieb – Band 2
Kurt Matull & Theo von Blankensee
Lord Lister, genannt Raffles, der Meisterdieb
Band 2
Die des Juwelenfälschers
Überarbeitete Fassung
John Raffles, auch bekannt als Lord Edward Lister, ist ein englischer Arzt, Weltenbummler und außergewöhnlicher Gentleman-Gauner. Auf seinen Reisen rund um den Globus sucht er das Abenteuer und engagiert sich gegen Verbrechen und Ungerechtigkeit. Er stiehlt bevorzugt bei Wohlhabenden, um Bedürftigen zu helfen, oder deckt kriminelle Machenschaften auf. Dabei lenkt er den Verdacht nicht selten geschickt auf eine unschuldige Person. Unterstützt wird er von seinem Chauffeur James Henderson und seinem Vertrauten Charles Brand.
Raffles tritt unter zahlreichen Identitäten und Namen auf. In London ist er als Lord William Aberdeen bekannt, der dem exklusiven Windsor Club als Vizepräsident angehört.

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