Frank Reade Library – Nummer 1 – Kapitel 1
Frank Reade jr. und sein neuer Dampfmann
Oder: Die Reise des jungen Erfinders in den Wilden Westen
Kapitel 1
Ein großes Unrecht
Frank Reade war weltweit als hervorragender und angesehener Erfinder erstaunlicher Maschinen auf den Gebieten Dampf und Elektrizität bekannt. Doch er war alt geworden und konnte nicht mehr um die Welt reisen, wie er es früher gewohnt war.
So kam es, dass sein Sohn Frank Reade Jr., ein attraktiver und begabter junger Mann, in seine Fußstapfen trat und ihn in puncto Vielfalt und Komplexität der Erfindungen sogar übertraf. Der Sohn überflügelte seinen Vater schnell.
Die großen Maschinenwerkstätten in Readestown wurden von dem jungen Frank erweitert und es wurden neue Flugapparate, elektrische Wunder und vieles mehr erschaffen.
Doch der ältere Frank behauptete stets, dass seine Erfindung, der Dampfmann, die wunderbarste von allen sei, da Elektrizität zu Weiterlesen
Das Astoria-Abenteuer – Teil 1
Max Felde
Das Astoria-Abenteuer
Nach den zeitgenössischen Aufzeichnungen von Washington Irving erzählt
Illustriert von L. Berwald
Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, Berlin, Leipzig. Stuttgart, Berlin, Leipzig. 1912
Geleitwort
Um nicht der Gefahr ausgesetzt zu sein, zum übrigen Haufen der Indianergeschichten geworfen zu werden, bedarf das vorliegende Buch einiger einleitender Worte. Es könnte ihm sonst ergehen wie dem Mann, der im Zentrum der Handlung steht und leider allen Grund hatte, sich darüber zu beklagen, dass die wahre Natur seines Unternehmens von seinen Mitbürgern und Zeitgenossen zu spät erkannt wurde.
Die Erzählung schildert den Verlauf eines großzügigen, wohldurchdachten und höchst bedeutsamen Handelsunternehmens eines Deutschen, der als blutjunges Bürschchen arm und mittellos war und in seiner Heimat trübe Jugendtage durchleben musste. Doch als er zum Jüngling herangewachsen war, wagte er sich frisch und mutig in die Welt hinaus – auf seine eigene Kraft bauend. Durch größten Fleiß und unermüdlichen Unternehmergeist wurde Johann Jakob Astor – so hieß der junge Weiterlesen
Das Gespensterbuch – Elfte Geschichte
Das Gespensterbuch
Herausgegeben von Felix Schloemp
Mit einem Vorwort von Gustav Meyrink
München 1913
Karl Hans Strobl
Die arge Nonn’
Eines Nachts erwachte ich plötzlich aus tiefem Schlaf. Ich war verwundert, überhaupt erwacht zu sein, denn ich hatte tagsüber auf dem Trümmerfeld der Jesuitenkaserne gearbeitet und war sehr müde. Ich legte mich auf die andere Seite und versuchte, wieder einzuschlafen. Doch da hörte ich einen Schrei, der mir den Schlaf raubte. Es war ein Schrei der Angst und im nächsten Moment saß ich aufgerichtet im Bett. Zunächst versuchte ich, mich zurechtzufinden. Wie es oft nachts der Fall ist, wusste ich nicht, wo sich Tür und Fenster befanden. Dann besann ich mich, dass ich merkwürdigerweise nur in einer von Nord nach Süd ausgerichteten Lage schlafen Weiterlesen
Nick Carter – Band 17 – Das Gefängnis auf dem Meeresgrund – Kapitel 10
Nick Carter
Amerikas größter Detektiv
Das Gefängnis auf dem Meeresgrund
Ein Detektivroman
George Dunbars Schicksal
Wäre Nick Carter mit seinem Rettungswerk auch nur eine Stunde später gekommen, hätte er Mr. Fillmore nur noch tot angetroffen. Auch so lag der Fall schlimm genug, denn die schnell herbeigerufenen
Die Ärzte waren sich unschlüssig, ob es ihrer Kunst gelingen würde, den Millionär wieder ins Leben zurückzurufen.
Man hatte Fillmore natürlich schleunigst in einer Ambulanz zu seinem eigenen Wohnhaus überführt und einen nach dem anderen der berühmtesten Ärzte Chicagos herbeigerufen, um das Leben des Millionärs zu retten.
Catherine Parr Band 1 – Zweites Buch – Kapitel 4
Luise Mühlbach
Catherine Parr
Zweites Buch
Historischer Roman, M. Simion, Berlin 1851
IV. Der König langweilt sich
König Heinrich war allein in seinem Arbeitszimmer. Er hatte einige Stunden damit verbracht, an diesem frommen Erbauungsbuch zu schreiben, das er seinen Untertanen statt der Bibel zur Lektüre empfehlen wollte, da er als Oberhaupt der Kirche die entsprechende Autorität besaß.
Doch der Oberpriester der englischen Kirche, der erhabene König von Gottes Gnaden, spürte, dass trotz dieser beiden großen und erhabenen Würden ein drittes Wesen in ihm wohnte: ein armes, schwächliches Menschenkind, das trotz der Erhabenheit des Priesters und der Größe des Königs Hunger und Langeweile, Ermattung und Überdruss empfinden konnte wie jeder andere Sterbliche auch.
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