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Vergessene Werke

Deutsche Märchen und Sagen 50

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

50. Der Teufelspütz zu Oultre

Vor langer Zeit geschah es, dass in Oultre ein Mann lebte, der sich viel mit Zauberei abgab und auch ein dickes Buch besaß, worin die Art und Weise beschrieben stand, wie man die bösen Geister beschwören muss. Einmal war der Mann ausgegangen über Feld und hatte seinem Nachbar den Schlüssel von seinem Haus in Verwahrung gegeben. Der Nachbar, welcher von den Zaubereien oft gehört hatte und ein überaus neugieriger Kauz war, schlich sich alsbald nach des Zauberers Abreise in dessen Haus und begann in dem dicken Buch zu lesen. Weil er aber Weiterlesen →

Im Zauberbann des Harzgebirges – Teil 7

Im Zauberbann des Harzgebirges
Sagen und Geschichten, gesammelt von Marie Kutschmann

Stift und Stadt Quedlinburg

Weit ins graue Altertum hinein verliert sich der Ursprung der Stadt Quedlinburg, denn schon zur Zeit der alten Sachsen stand an der gleichen Stelle ein Dorf, Quitlingen genannt, und die Sachsenherzöge pflegten hier mit Vorliebe des edlen Weidwerks.

Noch bevor Heinrich I., der Finkler, zum deutschen Kaiser gewählt worden war, sah er Quedlinburg als seinen liebsten Aufenthaltsort an, dem er auch als Kaiser Treue bewahrte. Hier soll ihm der Sage nach die Krone überbracht worden sein, als er auf dem Finkenherd mit Vogelfang beschäftigt war.
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Guido von Scharfenstein – Kapitel IV

Guido von Scharfenstein, der mächtige Bezwinger der Zauberer und Hexen, und die wunderbare Rose
Eine Ritter- und Zaubergeschichte aus guter alter Zeit
J. Lutzenberger Verlag Burghausen

IV.

In seinem Eulennest saß der Zauberer Gundelbart in seiner scheußlichen unnatürlichen Gestalt, und neben ihm in gleich liebenswürdiger Missgestalt seine Schwester, die Hexe Gundelberta. Er beratschlagte mit ihr, wie es ihm wohl gelingen möchte, die gefangene Utta, des Schlangenritters schönes Weib, in sein Netz zu locken. Nebenbei unterließ das Geschwisterpaar nicht, sich in kräftigen und schmähsüchtigen Worten darüber zu äußern, warum ihre Mutter, die Hexe Kanda, sie in so hässlicher und widernatürlicher Gestalt zur Welt gebracht habe.
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Der Arzt auf Java – Zweiter Band – Kapitel 9

Alexander Dumas d. Ä.
Der Arzt auf Java
Ein phantastischer Roman, Brünn 1861
Zweiter Band
Kapitel 9

Cora

Während der ersten Tage, nach dem Eintritt der Negerin in dem Haus Eusebius van der Beek, bemerkte dieser ihre Gegenwart nicht einmal. Er gab sich ganz der Sorge um seinen Handel hin, dem Glück, mit welchem Unternehmungen, die er versuchte, ihn fortwährend gelangen, wie am ersten Tag. Er berechnete mit Freude, die Weiterlesen →

Diane Teil 2 – Kapitel 13

Alexander von Ungern-Sternberg
Diane
Ein Kriminalgemälde der modernen Gesellschaft
Berlin, 1842, Buchhandlung des Berliner Lesekabinetts
Zweiter Teil

Dreizehntes Kapitel

Das Rendezvous

Wir haben die Ankunft des Rechtsgelehrten in der Dorfschenke gemeldet. Er traf um diese Zeit ein, die wir eben jetzt schildern. Der Fremde war einige Tage früher angelangt. Es konnte nicht fehlen, dass beide Reisende sich in Weiterlesen →