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Storys

Der Hochzeitstag

Gerd Heller hatte es mal wieder eilig. Die Uhr auf seinem Schreibtisch zeigte mit 17.10 Uhr, dass er schon 40 Minuten überfällig war. Und ausgerechnet an seinem Hochzeitstag. Wenigstens einmal wollte er überaus pünktlich zu Hause sein. Er griff sich seinen Mantel vom Ständer und riss diesen dabei fast um. Seine Kollegin Beate, die mit ihm im Büro arbeitete und ihm gegenübersaß, lachte über ihn.

»He, Gerd! Du vergisst deinen Blumenstrauß.«

Schnell sah er sich um, griff sich die weißen und roten Rosen, die er in der Mittagspause besorgt hatte, aus der Vase, und verschwand durch die Tür. Nicht ohne den Mantelärmel zum Weiterlesen →

Gut geplant ist gut gemordet

Sschkasssch ist nicht der Planet, auf dem ich gerne leben würde und aussprechen kann den Namen außer den ansässigen Negalithen mit ihren gespaltenen Zungen kein anderer. Seit drei Monaten war ich mit so geheimen Nachforschungen betraut, dass ich selbst nicht genau wusste, was ich hier soll. Man gab mir den Auftrag, ich soll den Botschafter der Negalithen beobachten. Welch ein Job. Ich habe jetzt alles beobachtet, was es zu beobachten gab. Ein Botschafter, der sich um Frau und Kinder kümmerte. Wobei, Kinder waren es ja noch keine. Ein Dutzend Eier, abwechselnd bewacht vom Botschafter und seiner Frau. Mitten in der Wüste, dort, wohin sich alle Negalithen zurückzogen, wenn es darum ging, ihr Gelege auszubrüten. Und erst der Sand. Links Sand, rechts Sand, vorn und hinten Sand, unten auch noch und vor allem in meiner Kleidung. Ich hatte mich schon überall wund gerieben. Ach ja, Weiterlesen →

Immer wieder Mikschens Planetoid

Seit zwei Tagen hing ich auf der Station fest. Das erwartete Raumschiff, das mich zurück nach Enders Planet bringen sollte, hatte aus irgendeinem Grund Verspätung gehabt und in zwei Stunden könnte ich endlich an Bord gehen. Nicht früher. Da hilft mir auch der Ausweis des Bürgerdienstes nichts. Solange kein dringender Verdacht vorliegt, muss ich mich genauso gedulden wie jeder andere Passagier auch. Daher hing ich nun an der Bar herum, sah mir die Passagiere an und unterhielt mich mit einem der anderen Passagiere. Nach zwei Wochen Urlaub auf Llamar gefielen mir die einheimischen Damen immer noch, aber Mann muss ja auch mal wieder etwas anderes sehen. Wobei ich extra Mann betonte, sie verstehen? Der Negalith mir gegenüber hatte gerade eine nette Begebenheit aus seinem Leben erzählt und hoffte nun auf eine aus meinem Leben. So sind sie die Negalithen. Die Echsenabkömmlinge Weiterlesen →

Gator, der Söldner

Der steinerne Gott

»Du spielst falsch!«

In der von flackerndem Kerzenlicht nur spärlich erleuchteten Weinschenke Zum blauen Krug wurde es augenblicklich totenstill. Das Stimmengemurmel der wenigen Gäste erstarb und das Klirren von tönernen Bechern und Krügen setzte aus. Die meisten der Anwesenden starrten ungläubig auf den groß gewachsenen jungen Nordländer, der in abgerissenen Kleidern an dem Spieltisch in der Mitte der schäbigen Spelunke saß. Ein zerschlissenes Fellhemd verhüllte nur dürftig die knochigen Schultern, seine Füße steckten in einer abgetragenen Stoffhose und ausgetretenen Schnürstiefeln.
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Das Kreuz des Todes

Bei dem vor­lie­gen­den Ro­man han­delt es sich um ei­nen nie als Print­ver­si­on er­schie­ne­nen Ein­zel­ro­man der Bastei-Se­rie Vam­pi­re, wel­che von Herbst 2001 bis Som­mer 2002 er­schien und es ins­ge­samt nur auf 20 Bän­de brach­te. Haupt­fi­gur der Ro­ma­ne war der Vam­pir Bru­ce Dar­kness, der sich im Auf­trag sei­nes Herrn, Ba­ron Bo­ris von Kra­doc, sei­nes Zei­chens obers­ter Vam­pir von New York, um ab­trün­ni­ge Vam­pi­re so­wie sons­ti­ge mensch­li­che und dä­mo­ni­sche Ge­fah­ren, die sei­ne »Fa­mi­lie« be­droh­ten, küm­mer­te. Sei­ne Ri­va­len wa­ren da­bei nicht nur Vam­pir­jä­ger und Po­li­zis­ten, son­dern auch der Erz­en­gel Bab­riel und der Vamp Katri­na, wel­che ihm sei­ne Vor­machts­tel­lung an der Sei­te von Kra­docs miss­gönn­te und ihn bei je­der Ge­le­gen­heit mit Wort und Tat sti­chel­te.

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