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Storys

Zandos Bücher

I

Papis und Elida lebten in dem kleinen Dorf Sodia. Sie waren zusammen aufgewachsen und als junge Erwachsene zu einem Liebespaar geworden. Elida konnte sich keinen anderen Mann als Bräutigam vorstellen, und Papis hatte nur Augen für sie.

Eines Tages aber kam Elida völlig aufgelöst bei ihrem gemeinsamen Treffpunkt an, einer alten Scheune am Waldrand. Papis wartete bereits seit einiger Zeit, denn sie waren dort schon vor einer halben Stunde verabredet gewesen.

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Elasars Spiegel

Elasars Spiegel

I

 

In der kleinen Stadt Nissona nahe den großen Seen lebten einst der Jüngling Borko und die junge Frau Mirka. Sie waren seit längerer Zeit ein Liebespaar und wollten bald heiraten. Eines Tages jedoch kam Mirka zu ihrem Liebsten und sagte, sie habe eine junge Frau namens Elasar kennengelernt. Diese sei reich und besitze eine eigene Burg in Phargien, einer Landschaft jenseits der Berge im Süden. Elasar habe den Wunsch geäußert, dass Mirka für ein Jahr zu ihrer Gesellschaft mit ihr zu ihrer Burg zöge. Sie wolle Mirka auch gut dafür bezahlen.

Borko war von dieser Idee gar nicht angetan, denn sie hatten in wenigen Monaten heiraten wollen. So bat er Weiterlesen →

Tod

Oliver Müller

Tod

Jana Diebert saß auf einem unbequemen Sessel in der Wartehalle des kleinen Flughafens. Wie lange sie hier schon saß, konnte sie nicht sagen. Seit dem Vorfall hatte sie völlig das Gefühl für Zeit verloren. Vor einigen Tagen noch war es ihr vorgekommen, als würde die Zeit dahin rasen, würden die schönen Momente nur so an ihr vorbeirauschen. Jetzt schien es ihr eher, als würde die Zeit stehen, würde sich jede Sekunde zu einer Ewigkeit dehnen, um ihren Schmerz zu verlängern.
Ein Mann im Blaumann trat auf sie zu.
»Frau Diebert?«

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Der Weg ins Unendliche

Eine lange Straße erstreckte sich vor meinen Füßen. Der Asphalt fühlte sich weder kalt noch warm an. Selbst die Luft schien weder Kälte noch Wärme zu besitzen. Am Straßenrand war nicht ein Grashalm, geschweige denn ein kleiner Baum zu sehen. Nur eine endlose Sandlandschaft, die durch diese eine Straße gespalten wurde. Es erinnerte mich ein bisschen an eine Wüste, in der man bei jedem Schritt auf einen Tropfen Wasser hoffte. Doch hier verspürte ich weder Erschöpfung, noch Hunger oder Durst. Ich schaute in den wolkenlosen Himmel. Keine Sonne, die mich blendete, kein Mond, der wie ein wachendes Auge auf mich herunter blickte. Ich lauschte in die einsame Stille, doch alles, was ich vernahm, waren die Stimmen, die in meinem Kopf umherschwirrten. Sie sagten mir, ich solle weiter die Straße Weiterlesen →

Engelslieder

Engelslieder

Ein Lied für den Wächter, schlafend im Stein.

Ein Lied für den Zorn, der wütend schreit.

Ein Lied für die Trauer, die das Herz zerreißt.

Ein Lied für die Sehnsucht, die nicht schweigt.

Ein Lied für die Liebe, die niemals weicht.

Ein Lied für den Abschied, wenn nichts sonst mehr bleibt.
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