John Tanner – Das Leben eines Jägers 23
John Tanner
Das Leben eines Jägers
oder
John Tanners Denkwürdigkeiten über seinen 30-jährigen Aufenthalt unter den Indianern Nordamerikas
Erstmals erschienen 1830 in New York, übersetzt von Dr. Karl Andree
Dreiundzwanzigstes Kapitel
Als die Aufregung, welche durch diese Geschichte veranlasst wurde, etwas nachgelassen hatte, und die Sendboten des Propheten uns verlassen hatten, um andere, weiter entfernt wohnende Gruppen aufzusuchen, zog ich mit einem zahlreichen Indianertrupp an die oberen Quellflüsse des Red River, wo wir Biber fangen wollten. Weiterlesen
Der Totenwirt und seine Galgengäste 7
Der Totenwirt und seine Galgengäste
Eine abenteuerliche und höchst wundersame Ritter-, Räuber-, Mörder- und Geistergeschichte aus der grauen Vorzeit, um 1860
Der kaiserliche Leibarzt
Die Kunde von den endlosen und unerklärbaren Leiden der jungen Gräfin Bardenfels, der bei dem Kaiser in hoher Gunst stand, war auch bis in das kaiserliche Hoflager gedrungen, und hatte den Kaiser, der soeben alle Anstalten traf, zur Feier seiner zweiten Vermählung mit der in wenigen Tagen aus Flandern über den Rhein kommenden, schönen und tugendhaften Braut, einer sehr reichen Herzogstochter, und deshalb eine ganz besondere Teilnahme wegen des bedauernswürdigen Schicksals Hedwigs fühlte, bewogen, seinen eigenen hochberühmten Leibarzt nach Weiterlesen
Der Totenwirt und seine Galgengäste 6
Der Totenwirt und seine Galgengäste
Eine abenteuerliche und höchst wundersame Ritter-, Räuber-, Mörder- und Geistergeschichte aus der grauen Vorzeit, um 1860
Teuflische Rache
Als Hedwig am nächsten Morgen im Stall erschien, um dem Zelter ein Stückchen Kuchen zu reichen, lag Bastian nach seiner Gewohnheit zu den Hinterfüßen des Zelters, erhob sich rasch und verbeugte sich schweigend und demütig.
»Ich komme heute früher als gewöhnlich«, sagte sie gütig, in den Stand tretend, um ihrem lieben Aga, wie sie den Zelter nannte, den Kuchen zu geben.
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Shane Flannigan 5 – Annabell
Ciril Moreland hätte Victoria lieber heute als morgen geheiratet. Jetzt bereute er, dass er sich nicht längst um etwas gekümmert hatte, doch bislang gab es keine Veranlassung dazu. Ciril war 49 und seit 21 Jahren verheiratet, zumindest auf dem Papier. Als er sich damals in Silverton niederließ und seine Kanzlei aufbaute, begann seine Ehe langsam zu zerbrechen. Er war nicht schuldlos daran gewesen. Statt sich um seine junge Frau zu kümmern, war er ständig unterwegs gewesen, um sich ins Gespräch zu bringen und um Kontakte zu knüpfen. Während seine Frau einen Wohnsitz in großen Städten mit Teepartys vorzog, liebte er das Leben in kleinen Städten, wo sich die Pioniere ihren Platz erkämpften. Eines Tages war sie nicht mehr da gewesen, als er nach Hause kam. Wortlos war sie mit der Postkutsche abgereist. Er war darüber nicht unglücklich gewesen. Nun Weiterlesen
Im fernen Westen – Der junge Auswanderer 4
Der junge Auswanderer
Kapitel 4
Dieser Empfang war einfach, aber wohltuend, und Alfred fühlte sich hier bald heimisch und suchte sich nützlich zu machen. Squire Holz, wie man ihn gemeinhin nannte, war der Besitzer von etwa fünftausend Morgen Landes und zahlreichen Herden von Rindern, Schafen, Pferden und Maultieren, die seinen Hauptreichtum bildeten. Er war ein wortkarger, einfacher, aber gottesfürchtiger Mann, welcher sehr zurückgezogen lebte und sich keinerlei Aufwand gönnte. Streng gegen sich selbst, war er es auch gegen andere, und er hasste nichts so sehr wie Müßiggang und Völlerei. Seine Lebenserfahrungen hatten ihn etwas misstrauisch gegen die Menschen gemacht. Obwohl Alfred ihm auf den ersten Blick sehr wohl gefallen hatte, so wollte er es ihm doch nicht sogleich zeigen, sondern ihn erst auf die Probe stellen, ehe er ihm seine Liebe und sein volles Vertrauen schenkte. Er machte ihn zunächst mit Weiterlesen

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