Archiv

Storys

John Tanner – Das Leben eines Jägers 38

John Tanner
Das Leben eines Jägers
oder
John Tanners Denkwürdigkeiten über seinen 30-jährigen Aufenthalt unter den Indianern Nordamerikas
Erstmals erschienen 1830 in New York, übersetzt von Dr. Karl Andree

Achtundreißigstes Kapitel

So war mir nun jede Aussicht auf eine Anstellung als Dolmetscher geschwunden, und ich einigte mich daher mit Herrn Stewart, Agent der amerikanischen Pelzhandel-Company dahingehend, für ein jährliches Gehalt von 225 Dollar die Handelsleute zu den Indianern zu begleiten. Außer dieser Summe sollte ich auch Kleidungsstücke Weiterlesen →

Felsenherz der Trapper – Teil 6.5

Felsenherz-der-TrapperFelsenherz der Trapper
Selbsterlebtes aus den Indianergebieten erzählt von Kapitän William Käbler
Erstveröffentlichung im Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1922

Band 6
Die Goldgräber der Jicarilla-Berge

Fünftes Kapitel
Ein Ritt durch die Luft

Zehn Schritte vor Felsenherz lag der Ausgang des Canyons wie ein schwarzer Schlund.

Weiterlesen →

Der Freibeuter – Ein Raubmordnest

Der-Freibeuter-Zweiter-TeilDer Freibeuter
Zweiter Teil
Kapitel 7

An einem der letzten Tage des Hornung 1717 – einige Monate später als die zuletzt erzählten Begebenheiten – wurde gegen Abend ein Boot von nicht sonderlicher Größe und Beschaffenheit vom Sturm an die einsame Westküste von Jütland in der Gegend von Barde geworfen. Es hätte jedem Zuschauer unbegreiflich scheinen müssen, wie man an einem solchen stürmischen Wintertag, wo die Tauwinde mit furchtbarer Heftigkeit wehten, sich in solch gebrechlichem Fahrzeug auf das wild empörte Meer hinauswagen können. Aber es waren keine Zuschauer da. Regungslos lag weit und breit das unfreundliche Gestade, hier und da ragte eine Uferklippe mäßig hervor, dann breitete sich landeinwärts die öde schneebedeckte Ebene, über die der Seewind unablässig hinstrich.
Weiterlesen →

Der bayerische Hiesel – Teil 16

Der-bayerische-HieselFriedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht

Immer verwegener!

Gingen auch nur 8 Tage vorüber, wo Hiesel nur Wild erlegen konnte, so klagte er schon über Langweile. Er sehnte sich dann wieder, mit einer Streife handgemein zu werden. Gefahren hatten für ihn einen ganz eigenen Reiz. An Hiesel war ein kühner Soldat verloren gegangen. Oft war er gesonnen, den Gerichten in eigenhändigen Schreiben seinen Aufenthalt anzuzeigen, nur um das Vergnügen zu haben, sich mit den Streifen herumzubalgen. Die dringenden Vorstellungen seiner Kameraden hielten ihn davon ab.

Weiterlesen →

Der Zauberbaum

Die-Geister-Erstes-BuchChristoph Wilhelm Meißner
Die Geister
Erster Band
Berlin 1805, bei Oehmigke jun., überarbeitet 2015

Der Zauberbaum

Auf meiner Reise nach Z… musste ich auch den Wald passieren. Wahrscheinlich hatte ich den rechten Weg verfehlt, denn so sehr ich auch meinen Gaul anspornte, um noch vor dem völligen Untergang der Sonne irgendeinen Ort zu erreichen, wo ich übernachten könnte, so waren doch alle meine Bemühungen vergeblich. Die Nacht überfiel mich, und ich sah mich in die unangenehme Notwendigkeit versetzt, hier übernachten zu müssen. Weiterlesen →