Der Freibeuter – Neue Ermutigung
Der Freibeuter
Zweiter Teil
Kapitel 18
Die Schaluppe legte am Schonischen Ufer an. Norcroß warf das Riemenblatt, das er selbst gehandhabt hatte, beiseite und sprang an Land.
»Wieder ohne ihn!«, rief er im höchsten Unwillen. »Es ist zum Verzweifeln!«
»Noch nicht verzweifeln!«, versetzte Flaxmann ruhiger. »Ein starker Baum fällt nur nach wiederholten Hieben.«
»Das Glück, Freund, kommt auf einmal und wirft als ein Orkan die stärksten Bäume um. Uns flieht das Glück, und Weiterlesen
Der bayerische Hiesel – Teil 32
Friedrich Wilhelm Bruckbräu
Der bayerische Hiesel
Wildschützen- und Räuberhauptmann, landesverrufener Erzbösewicht
Zum zweiten Mal
An diesem Morgen, bei Schnee mit mäßiger Kälte, zog die Bande tiefer in die dichten Wälder, wo sie bei einem Bauern, der ganz allein mit Frau und Kindern eine einzelne Hütte, Einöde genannt, bewohnte, einen geräumigen Aufenthalt in der Erde, unter dem Fußboden der Scheune hatten, wo sie Wärme, Speise und Trank sowie ein erträgliches Lager fanden.
Hiesel befahl der Bande, so lange hier zu bleiben, bis er sie wieder abholen würde, indem er ganz allein einen Gang Weiterlesen
Das Abenteuer einer Nacht
Christoph Wilhelm Meißner
Die Geister
Zweiter Band
Berlin 1805, bei Oehmigke jun., überarbeitet 2016
Das Abenteuer einer Nacht
Don Diego, ein spanischer Kavalier, war einer von jenen Jünglingen, welche den Bacchus und die Venus allein zu ihrer Gottheit machen. Es war daher nichts Seltenes, dass er, um jene Leidenschaften zu befriedigen, oft ganze Nächte in den berüchtigtsten Häusern der Stadt herumschwärmte und im Taumel des Genusses so manche entehrende Tat beging.
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Der goldene Fels Kapitel 5
Robert Kohlrausch
Der goldene Fels
Kriminalroman, Alster-Verlag, Hamburg, 1915
Fünftes Kapitel
Es war zwei Tage darauf am Nachmittag, als eine schwere braune Holztür in der hinteren Mauer der Villa Helbig sich auftat und Karl Georg herauskam. Ein Bauwerk von absonderlicher Form befand sich dort, eine von mächtigen Streben und Stützen getragene Holzbrücke, die bis unmittelbar an die Villa heranführte. Sie war des wilden Bergflusses wegen erbaut worden, der ganz nahe vorbeirauschte, stieß aber, weil dessen jenseitiges, felsiges Ufer höher lag, nicht auf ebener Erde an die Hauswand, sondern ungefähr zwei Meter höher direkt an das Hochparterre Weiterlesen
Der Teufel auf Reisen 46
Carl von Kessel
Der Teufel auf Reisen
Dritter Band
Ein humoristisch-satirischer Roman aus dem Jahr 1870
Zehntes Kapitel – Teil 1
Ein gebesserter Haustyrann
Bald nach dem Diner begaben sich unsere beiden Bekannten auf den Weg zu dem Café. Ein dicker Herr, die Lippen trotzig aufgeworfen und jeden, der sich ihm näherte, mit sehr herausfordernden Blicken betrachtend, saß an einem der Tische und machte ein Gesicht, als ob er mit sich selbst im Streit sei.
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