Dem Seewolf trotzen – Kapitel 1
Dem Seewolf trotzen
Oder: Thad in der Klemme
Von einem alten Seebären geschrieben
Personen in dieser Geschichte
Thad, Oliver und Simple Simon: Die drei Jungen-Kameraden, die sich aufmachten, um Ruhm zu ernten und der Menschheit zu dienen, indem sie den berüchtigten Captain Kidd gefangen nehmen – den meistgefürchteten Schrecken der Meere zu jener Zeit, als New York noch eine kleine Stadt war. Thad war der anerkannte Anführer des tapferen Trios, und Simon erwies sich oft als gar nicht so einfältig, da er ein kühnes Herz besaß und bereit war, viel für das Recht zu riskieren.
Captain Kidd: Der berüchtigtste Pirat der frühen Tage, dessen Name seit jeher mit dunklen Taten entlang der Ostküste in Verbindung gebracht wird – von Maine bis zu den sonnigen Küsten der tropischen Westindischen Inseln; und besonders im Zusammenhang mit verschiedenen vergrabenen Schätzen, die er an zahllosen einsamen Orten während seines Kriegszuges gegen den Handel auf den blauen Meeren hinterlassen haben soll.
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Das Astoria-Abenteuer – Teil 5
Max Felde
Das Astoria-Abenteuer
Nach den zeitgenössischen Aufzeichnungen von Washington Irving erzählt
Illustriert von L. Berwald
Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, Berlin, Leipzig. Stuttgart, Berlin, Leipzig. 1912
Widerwärtigkeiten – Besorgnisse – Der Beginn einer großen Leidensgeschichte
Mr. Hunt war herzlich froh, als sich die Arikara endlich verabschiedeten. Er trieb dann aus Vorsicht so sehr zur Eile, dass manche der Jäger, die sich nicht zum Besten beritten fühlten, gar sehr brummten; aber man legte so an diesem Tage noch zwanzig Meilen zurück. Der Weg führte über mehrere Nebenflüsse des Missouri und über unermessliche, von Bäumen gänzlich entblößte Prärien. Diese großen Grassteppen hatten inzwischen von ihrem frischgrünen Anblick wieder erheblich eingebüßt, denn man befand sich jetzt so ziemlich im Scheitel des Sommers. Die Reisenden hätten bei diesen oft ganz nackten Ebenen unfehlbar erliegen müssen, wenn nicht den Tag über ein stetig wehender Wind, der von den fernen Gebirgen herüberzog, ihre Stirnen gekühlt und sie so einigermaßen erfrischt hätte.
Gleichwohl wurde Ramsay Crooks schon in den ersten Tagen derart von Unwohlsein befallen, dass er nicht mehr zu Pferde Weiterlesen
Catherine Parr – Band 2 – Kapitel 3
Luise Mühlbach
Catherine Parr
Band 2
Drittes Buch
Die Schleife der Königin
Historischer Roman, M. Simion, Berlin 1851
3. Prinzessin Elisabeth
Sie schritt gerade die Stufen der großen Freitreppe hinauf und begrüßte John Heywood mit einem freundlichen Lächeln.
»Mylady«, sagte er laut, »ich habe Euch im Namen Seiner Majestät Geheimes mitzuteilen!«
»Geheimnisse?«, wiederholte Katharina und hielt auf dem Plateau inne. »Nun denn, tretet zurück, meine Damen und Herren. Wir wollen den geheimnisvollen Boten des Königs empfangen.«
Kapitän Luzifer Erster Teil – 3. Kapitel
Gaston Choquet
Kapitän Luzifer
Erster Teil
3. Kapitel
An Bord der ÉRÈBE
Zusammenfassung der bisherigen Kapitel: Nach einer einmonatigen Reise begegnet der Dreimaster PAULINE, der im April 1715 La Rochelle verlassen hat, dem Piratenschoner ÉRÈBE. Dieser wird von einem gefürchteten und grausamen Seeräuber namens Kapitän Lucifer befehligt.
Nach einem erbitterten Kampf wurde der Dreimaster durch einen Enterangriff eingenommen. Die Seele des Widerstands war einer der Passagiere: der junge Graf Jean de Keryado-Plabennec, der gemeinsam mit seiner Schwester Blanche nach Brasilien unterwegs war. Im entscheidenden Moment, als er Kapitän Lucifer töten wollte, wurde der Graf verwundet und gefangen genommen.
Kapitän Luzifer Erster Teil – 2. Kapitel
Gaston Choquet
Kapitän Luzifer
Erster Teil
2. Kapitel
Der Kampf
Während das junge Mädchen sich auf das Zwischendeck begab, wo Frauen und Kinder zusammengepfercht waren, eilte ihr Bruder zu Kapitän Bastide. Er unterdrückte mit aller Willenskraft die quälende Erregung und die Verzweiflung, die ihn überkamen, je näher der alles entscheidende Augenblick rückte.
Die PAULINE und die ÉRÈBE befanden sich nun in guter Kanonenschussweite. Anstatt seinen Kurs fortzusetzen, war der Dreimaster beigedreht und hielt nun direkt auf den Schoner zu. Denjenigen, die über die Kühnheit dieses Manövers erstaunt waren, hatte der alte Seemann geantwortet: »Da wir ohnehin verloren sind, ist es sinnlos, zu versuchen, ein paar Minuten zu gewinnen. Bringen wir es so schnell wie möglich hinter uns und versuchen wir dabei, unseren Gegnern so viel Schaden wie Weiterlesen
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