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History & Abenteuer

Das Astoria-Abenteuer – Teil 3

Max Felde
Das Astoria-Abenteuer
Nach den zeitgenössischen Aufzeichnungen von Washington Irving erzählt
Illustriert von L. Berwald
Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, Berlin, Leipzig. Stuttgart, Berlin, Leipzig. 1912

Angenehme und unangenehme Überraschungen
Kriegsbeil und Friedenspfeife

Am anderen Morgen verabschiedete sich John Colter. Er wünschte den Reisenden alles Glück. Mr. Hunt und die Teilhaber bedankten sich wiederum herzlich für manchen wohlgemeinten Rat und drückten ihm warm die Hand.

Dann ging es unter harter Arbeit, aber frisch und munter, ohne dass ein nennenswertes Ereignis die Fahrt unterbrochen hätte, den Fluss hinauf.

Am 28. April erreichte man den Platte River. Auf einer Insel, die nun im voll hervorgebrochenen Frühlingsgrün lag, wurde geankert und gelagert.

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Die Abenteuer des Cartouche – Band 1 – Kapitel 1

Richard Brinsley Peake
Die Abenteuer des Cartouche
Band 1
Kapitel 1
Geburt, Eltern und Ausbildung – Jesuitencollège – frühe Neigungen – mein Freund, der Großherzog – Monsieur Fuseau – Cartouches erstes ernsthaftes Raubgutabenteuer – seine Folgen

Louis Dominique Cartouche wurde im Jahr 1693 in einem eleganten Viertel von Paris geboren, das damals La Courtille hieß und in der Nähe des Brunnens Aux Echaudes lag. Sein Vater war von Beruf Küfer, und der würdige Elternteil hatte die Absicht, dass Louis Dominique später einmal in seine Fußstapfen treten sollte. Doch wie sich später herausstellte, gelang es dem jüngeren Cartouche, ganz andere Fässer zu bauen als die, die sein Vater herstellte, der zwar arm, aber ein ehrlicher Mann war.

Wir befürchten, dass ein großer Teil des Genies der List und Intrige bereits in der Zeit der Empfängnis in den Genen der Mutter von Louis Dominique vorhanden war und dass der Sohn, wie ein bestimmter junger Autor der Gegenwart, öffentlich bekennen Weiterlesen

Das schwarze Schiff – Kapitel 10

Beadle’s Half Dim Library
John S. Warner
Das schwarze Schiff
Kapitel 10

Aus dem Gefängnis, und doch nicht frei

Es war mittlerweile weit nach Mitternacht, aber niemand dachte daran, den Besuch im Gefängnis zu verschieben. Seine Lage war in jeder Hinsicht vorteilhaft. Und obwohl das Gefängnis gut bewacht wurde, würde Johns Charakter, den er so leicht annehmen konnte, ihn sicher hindurchbringen, da Dutch Peter oft spät in der Nacht herumstreifte.

»Wir sind fast da, Ronald«, bemerkte sein Begleiter schließlich und durchbrach damit das Schweigen. »Wie ich schon sagte, ich weiß, dass Mr. Merton sich in diesem Gebäude befindet, aber in welchem Teil, weiß ich nicht.«

»Nun gut«, antwortete der Schotte entmutigt. »Was sollen wir dann tun?«
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Die Geheimnisse Londons – Band 1- Kapitel 8

George W.M. Reynolds
Die Geheimnisse Londons
Band 1

Kapitel 8
Eine Unterhaltung

Der Salon, den das reizende und geheimnisvolle Wesen betrat – das nun wie ein Jüngling von etwa zwanzig Jahren erschien – war im Erdgeschoss mit Geschmack und Eleganz eingerichtet. Alles war leicht, luftig und anmutig. Die Fenster waren mit Blumen überfüllt, die der Atmosphäre einen köstlichen Duft verliehen und ein Bild boten, auf dem das Auge mit Vergnügen ruhte. Eine Nische war mit Bücherregalen ausgestattet, die mit den Werken der besten Dichter und Romanautoren Englands und Frankreichs gefüllt waren. An den Wänden hingen mehrere Gemälde, hauptsächlich mit sportlichen Motiven. Über dem Kaminsims jedoch befanden sich zwei Miniaturen, in Aquarellfarben im ersten Stil der Kunst ausgeführt, die einen reizenden Jüngling von sechzehn Jahren und ein schönes Mädchen von zwanzig Jahren darstellten.

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Das Astoria-Abenteuer – Teil 2

Max Felde
Das Astoria-Abenteuer
Nach den zeitgenössischen Aufzeichnungen von Washington Irving erzählt
Illustriert von L. Berwald
Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, Berlin, Leipzig. Stuttgart, Berlin, Leipzig. 1912

Aufbruch. Eine Unterhaltung am Lagerfeuer

Bevor die Jäger an diesem Abend in ihre Schlafsäcke krochen, trat Mr. Hunt noch einmal vor die Blockhütte. Gewohnheitsmäßig schaute er nach dem Wetter und überzeugte sich, dass die Wachen auf ihren Posten waren.

Nur wenige Schritte vor der Hütte traf er auf John Day, der die Büchse unter dem Arm vom Flussufer heraufgestapft kam. Er erklärte, er habe angenommen, Hunt würde sich heute wahrscheinlich dem Fremden noch widmen wollen und daher verhindert sein, den gewohnten abendlichen Rundgang zu machen. Er habe sich aus diesem Grund stillschweigend entfernt, das Lager abgegangen und alles in bester Ordnung vorgefunden.

»Das war sehr wacker von euch«, entgegnete Mr. Hunt, »wiewohl ihr seht, dass mich einige Gläschen Genever, womit ich den Handel mit Jonathan Waterson noch besiegeln musste, niemals von meiner Gewohnheit und der Pflichterfüllung Weiterlesen