Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 22
Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875
Kapitel 22
Am Morgen genoss Jenkintown die Ruhe, die stets auf einen Sturm folgt. Madame Imbert besuchte Mrs. Maroney und fand sie mit starken Kopfschmerzen vor. Sie sagte, sie befürchte, am Vortag zu viel Champagner getrunken zu haben, und glaubte, dass De Forest versucht habe, sie betrunken zu machen. Sie konnte sich nicht vorstellen, warum er das Haus beobachtete. Sie wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben, denn sie war sich sicher, dass er ein Werkzeug der Express Company war.
»Und doch«, sagte sie, »dachte ich, er sei ein Mann, der über solche Geschäfte erhaben ist! Ich dachte, er würde es verachten, sich für solche Zwecke zu verkaufen.«
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Detektiv Schaper – Das Katzenpalais – Kapitel 1
M. v. Neuhof
Das Katzen-Palais
Kapitel 1
Rechtsanwalt Heiling erreichte den Stadtbahnzug am Bahnhof Börse im letzten Augenblick. Nun, nach Geschäftsschluss in der Millionenstadt Berlin, spuckte die Stadt das unzählige Heer der Angestellten wie ein übersättigter, müder Moloch aus. Die Züge nach den westlichen Vororten waren mehr als überfüllt. Aber Ernst Heiling hatte Glück. Während er sich gerade noch in ein Abteil der zweiten Klasse hineinschwang, winkte ihm zwischen einer älteren Dame und einem fast überelegant gekleideten Herrn ein freies Plätzchen zu.
Er setzte sich, rückte den durch den eiligen Lauf etwas nach vorne gerutschten Klemmer auf seiner schmalen, feingebauten Nase zurecht und entfaltete die Abendzeitung. Seine Aktenmappe, in der sich dringende Papiere befanden, die er daheim erledigen wollte, stellte er neben sich.
Liz Webb – Die Bucht
Nancy und ihr Freund Calder ziehen von London auf eine kleine Insel vor der Westküste Schottlands, um einen Neuanfang zu wagen. Auf dieser Insel gibt es Schiefervorkommen, die in früheren Jahren abgebaut wurden, um Dächer in Großbritannien zu decken. Jetzt wird der Schiefer dafür in Wales abgebaut.
Das Paar will auf der Insel in das Haus der verstorbenen Mutter Calders ziehen, der zu den verlorenen Kindern der Insel gehört, also in seiner Jugend von der Insel fortzog, weil es ihm schon als Teenager dort langweilig wurde, wie vielen seiner Freunde.
Nancy war zuvor nur ein einziges Mal auf der Insel, im Sommer und nur eine Nacht, um endlich Calders Mutter Isla kennenzulernen, von der sie schon viel gehört hatte. An diesem Tag schien dort die Sonne, und als sich die beiden zum Umzug entschlossen, kalkulierte Nancy nicht ein, wie extrem das Wetter dort im Winter sein würde.
Vor einigen Monaten starb dann Isla unerwartet an einem Herzinfarkt und wurde gemäß den Anweisungen in ihrem Testament kremiert. Sie hinterließ Calder ihr Cottage auf der Insel.
Secret Service Band 3 – Kapitel 14
Francis Worcester Doughty
Secret Service No. 3
Old and Young King Brady Detectives
The Bradys after a million
Oder: Ihre Verfolgungsjagd zur Rettung einer Erbin
Eine interessante Detektivgeschichte aus dem Jahr 1899, niedergeschrieben von einem New Yorker Detective
Wer kennt ihn nicht, den berühmten Detektiv Old King Brady, der mehr Rätsel gelöst hat als jeder andere Detektiv, von dem man je gehört hat.
In der Reihe der Geschichten, die in SECRET SERVICE veröffentlicht werden, wird ihm ein junger Mann zur Seite stehen, der als Young King Brady bekannt ist und dessen einziges Lebensziel darin besteht, Old King Brady darin zu übertreffen, gefährliche Fälle aufzuklären und die Verbrecher zur Strecke zu bringen. Wie gut ihm dies gelingt, wird in den folgenden, im SECRET SERVICE veröffentlichten Geschichten ausführlich geschildert.
Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer Band 1 – Teil 11
Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer
Nach seinen Tagebüchern bearbeitet von Robert Kraft
Band 1
Kapitel 2, Teil 6
Auch Journalisten waren zugegen, die mit Volldampf arbeiteten. Bereits um acht Uhr morgens erschienen die Zeitungen und berichteten brühwarm über alles. Wir wollen uns gar nicht erst darüber auslassen, wie der Fall vom Publikum aufgefasst wurde. Die Erregung war enorm.
Denn jetzt erinnerte man sich an alles, was damals über das Katana und die japanischen Götter so ausführlich berichtet worden war, daran, wie Keigo Kiyotaki gedroht hatte, und so weiter.
Plötzlich erscholl der Ruf durch die Straßen: »Der Mörder ist bereits gefasst! Keigo Kiyotaki hat heute Nacht Loftus Deacon ermordet! Alles ist erklärt!«
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