Elbsagen 51
Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig
51. Das Wahrzeichen der Stadt Strehla
Vor alters pflegten die Handwerksburschen, wenn sie über die Stadtzeichen der von ihnen durchwanderten Länder Rede und Antwort geben sollten, gefragt zu werden: »Wo predigt der Pfarrer aus einem Topf?«
Und sie mussten erwidern: »In Strehla.«
Aus dem Wigwam – Tutockänula
Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880
Vierzig Sagen
Mitgeteilt von Chingorikhoor
Tutockänula
s ist schon sehr lange her, dass die Kinder der Sonne ihren Wohnsitz im Yosemite-Tal aufschlugen und sich der Wohltaten erfreuten, mit denen sie Tutockänula, der auf einem hohen Bergrücken wohnte, segnete. Er hütete die unzähligen Herden in den oberen Ebenen und trieb die Bären aus ihren Felsenhöhlen, damit sie der brave Jäger leicht erlegen konnte. Wenn er im Namen seiner geliebten Indianer zum Großen Geist betete, so fehlte dem Korn weder der erfrischende Regen noch die reifenden Sonnenstrahlen. Wenn er lachte, so kräuselte sich die silberne Oberfläche der Flüsse, und wenn er seufzte, so sangen die jungen Zweige im Wald.
Seine Gestalt war so gerade wie ein Pfeil und so geschmeidig wie ein Bogen. Sein Fuß war schneller als der des Rehs Weiterlesen
Oberhessisches Sagenbuch Teil 50
Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873
Werwolf entdeckt
Ein blutarmes Weibsbild ging, wie schon oft, einmal im Frühjahr hinaus, um hinter den Hecken sich Gras zu rupfen oder abzusicheln. Das wollte sie dann in den mitgenommenen Sack stopfen und zur Bewirtung ihres einzigen Hitzchens (Zicklein) auf dem Kopf heimtragen. Dieses muntere Tierchen war ihre Augenweide und so zahm, dass es ihr überall auf den Fersen nachfolgte. Auch jetzt hatte sie es wieder bei sich, und eben hüpfte es gerade recht lustig an einem Heckenrain herum, um sich da nach Herzenslust am grünen frischen Laub zu laben, als plötzlich Weiterlesen
Der Konstanzer Hans Teil 25
W. Fr. Wüst
Der Konstanzer Hans
Merkwürdige Geschichte eines schwäbischen Gauners
Reutlingen, 1852
Fünfundzwanzigstes Kapitel
Mit Hans geht eine große Veränderung vor.
Nach dem dreitägigen Verhör hatte Hans vier Wochen Zeit, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Da war seine Seele oft mit den schrecklichsten Vorstellungen erfüllt.
Elbsagen 50
Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig
50. Der Badenix bei Strehla
Bei dem Städtchen Strehla liegt an der Elbe ein Felsen, der ungefähr an sechzehn Ellen in den Strom hineingeht und gegen 180 Ellen im Umkreis hat. Dieser heißt der Nixenstein. Die Sage erzählt, dass dort jedes Jahr ein Mensch im Wasser umkommen müsse. Auch soll dort oft Wäsche zum Trocknen aufgehängt sein, die den Nixen gehöre. Zuweilen sieht man eine Gestalt auf dem Stein sitzen, die Schuhe flickt. Sie verschwindet aber, sobald sich Weiterlesen
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